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Die Yoga Vasistha, und in ihr Shiva selbst, spricht auf sehr offene Art und Weise über die beste Form der Verehrung Shivas.


Hier die Auszüge:
zu Shivaratri
„wie ist dem Herrn zu dienen?“
fett gedrucktes von mir hervorgehoben, aus Vasistha's Yoga ( New York 1993 )

1. Description of the Lord (Shiva)
ab S. 366
Vasistha erzählt: er hat während einer Opferzeremonie am Kailash eine Vision von Shiva.
Shiva fragt ihn:
„Geht deine Übung (austerity – auch Entbehrung) erfolgreich voran, ohne Hindernisse? Hast Du erreicht, was es wert ist erreicht zu werden, und haben deine inneren Ängste aufgehört?“

Vasishta:
„Höchster Lord, die die Dir glücklicherweise zugetan sind finden nichts schwer zu erreichen und sie erfahren überhaupt keine Furcht. Jeder in der Welt grüßt und verehrt diejenigen, die dir gewidmet sind und die sich fortwährend an Dich erinnern“.
Vasistha:
„Obwohl ich den Zustand der Selbstvolkommenheit erreicht habe, bin ich begierig, über eine Sache mehr zu erfahren. Bitte erleuchte mich.
Welches ist die beste Methode, dem Herrn (Shiva) zu dienen (worship - auch „verehren“), um alle Sünden zu zerstören und Glück (auspiciousness) hervorzurufen?“

Shiva:
„Das Göttliche, welches nicht geschaffen wurde und welches keinen Anfang noch Ende hat, ist bekannt als deva oder Lord Shiva, was Reines Bewusstsein ist. Dieses allein sollte verehrt werden und dies allein ist Alles.

Wenn jemand diesem Shiva (in Form des Reinen Bewusstseins) nicht dienen kann, dann wird er ermutigt, die Form anzubeten.
Das letztere zeigt begrenzte Ergebnisse, aber das Erstere schenkt unendlichen Segen. Manchmal aber opfern Weise einer (äußeren) Form auf spielerische Weise.

Nun die Dinge, die man zum Dienen benötigt:
Selbstkontrolle und die Erkenntnis des Selbst in allen Wesen sind die Ersten unter diesen. Das Selbst allein ist Lord Shiva, der zu allen Zeiten mit den Blumen der Weisheit beschenkt wird.

368 Der äußeren Form zu dienen ist vorgeschrieben nur für die, deren Intelligenz nicht erweckt wurde und die unreif sind wie kleine Jungs.

Wer keine Selbstkontrolle kennt, der gebrauche Blumen beim Opfer; ein solches Opfer ist vergeblich, sowie die Anbetung des Selbst in einer äußeren Form vergeblich ist.

Ich werde Dir nun die Art des Opfers beschreiben, die für Erleuchtete wie dich geeignet ist:
Der allein wird als „Gott“ bezeichnet, der ungeteilt und unteilbar ist durch Zeit und Raum, der alle Objekte erleuchtet und der reines und absolutes Bewusstsein ist.
Das reine Bewußtsein, das in dir, in mir und in allen Gottheiten ist, das allein ist „Gott“. Heiliger, sogar die anderen Götter, ausgestattet mit einer Form, sind in der Tat nichts anderes als reines Bewusstsein.

Deva Puja (S. 279)
SHIVA:
Dem Herrn ist nicht zu opfern mit materiellen Substanzen, sondern mit dem eigenen Bewusstsein. Nicht durch das Schwenken von Lampen noch durch Brennen von Räucherwerk, nicht durch Opfern von Blumen noch durch Anbieten von Essen oder Sandelholz.

Es wird erreicht ohne Anstrengung, ihm wird gedient allein durch die Selbsterkenntnis.

Dies ist die höchste Meditation, die höchste Form von Anbetung:
das kontinuierliche und ununterbrochene Gewahrsein der innewohnenden Präsenz, des inneren Lichts oder Bewusstseins.

Das Selbst wird nicht durch andere Mittel als Meditation realisiert.....
...Wenn die Dauer (der Meditation) einen Tag lang ist, verweilt man in höchsten Regionen. Jemand der diese Art von Anbetung ausübt, wird selbst von Göttern, Dämonen und anderen Wesenheiten verehrt. Dies wird jedoch nur als äußeres Dienen (worship) bezeichnet.

Ich werde Dir nun erklären den inneren Weg des Dienens am Selbst, welches die größte Reinigung und vollständige Zerstörung aller Dunkelheit bedeutet. Dies ist die kontinuierliche Meditation, ob gehend oder stehend, ob wach oder schlafend, in allen Handlungen.

(s.381)
Dem Herrn sollte gedient werden durch die Vergnügungen des Körpers, durch Essen, Trinken, Zusammensein mit seinem Partner (consort) und solch andere Gefallen.
Der Lord sollte geehrt werden in den Krankheiten, die man erfährt und mit jedem Unglück oder Leiden, das einem widerfährt.
Dem Lord sollte gedient werden in allen Aktivitäten, eingeschlossen Leben und Tod und allen Träumen. Dem Lord sollte gedient werden durch Armut und Reichtum. Dem Lord sollte gedient werden sogar im Kampf und Streit sowie auch im Sport und anderen Vergnügungen, und mit den Manifestationen der Emotionen von Anziehung und Abstoßung.

Der Herr sollte geehrt werden mit allen Arten von Vergnügungen, die einem ungesucht gewährt werden, ob diese Vergnügungen durch Schriften sanktioniert, etc, oder durch sie verboten sind.
....

Kenntnis des kosmischen Wesens (purusha) allein ist die richtige Form der Anbetung des kosmischen Wesens.

PS: Aber trotzdem: Manchmal aber opfern Weise einer (äußeren) Form auf spielerische Weise (s.o)
Satyamitra

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