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Yoga – was habt ihr bloß daraus gemacht?

Hatha-Gymnastik, Flow-, Lach-, Hopps-, Hormon-, Mond-Übungen etc.,

was haben denn nur alle diese teils sicher sinnvollen Aktivitäten mit dem Yoga zu tun?

Yoga ist eines der heiligsten Worte Indiens; es bezeichnet den letztlich höchsten Zustand, den ein Mensch je erreichen kann: die Einheit mit dem eigenen höchsten inneren Sein-Zustand durch ruhige innere Sammlung - die bewusste Vereinigung des Menschen mit GOTT!

Diesen heiligsten Zustand – den Begriff höchster göttlicher Entwicklung im Menschen – mit den zuvor genannten Begriffen zu verbinden, ist eine Erniedrigung der Heiligkeit des Yoga und nicht gerechtfertigt!

Die Lehre des Yoga ist in den beiden heiligen Texten

Bhagavad-Gita und Patanjalis „Wurzeln des Yoga“

 enau beschrieben.

So erklärt der 1. Text auch deutlich, „dass der Yoga nur in der Abgeschiedenheit zu üben ist.“ Also nie auf „Festivals“ oder „Events“ praktiziert werden darf und als Lehre in sich eine „geschlossene Wahrheit ist“, die keine organisatorische Vereinigung wie z. B. einem Verband etc. benötigt.

Den Grund dafür findet man in den Erklärungen der o. g. Texte und auch am Beispiel des Buddha, dem es erst in der einsamen Ruhe unter dem heiligen Boddhi-Baum möglich war, die Gott-Verbindung zu erreichen, die seit Anfang der Zeit als das Ziel der menschlichen Entwicklung bereits in den ersten vielen Jahrtausenden alten heiligen Schriften – den Veden – genannt wird.

Die Lehren erklären deutlich die Vorgehensweise, die in den Endzustand, den Yoga, führt.

Dieser Erkenntnisprozess ist ein Weg langer Entwicklung. Zuerst beginnt ein Suchender, die Regeln des Lebens zu erfassen. Anfangs die der physischen Gemeinschaft, dann die Gesetzmäßigkeiten hinter den äußeren Regeln.

Sein Verstand hilft ihm dabei durch Nachdenken und behutsame Wachsamkeit, die Naturgesetze des Lebens zu verstehen.

Er befindet sich damit auf dem Magga-(indisch)Weg des Denkens und Verstehens – der Jnana-Magga genannt wird.

Die Erkenntnisse werden im täglichen Leben aufbauend eingebracht, in allen Arbeiten des Berufs wie sozialem Umfeld. Diese praktische Umsetzung der Lehre wird im täglichen Leben Karma-Magga genannt.

Auf diesem Weg lernt der Schüler die Wirkungen seiner Handlungen verstehen und erkennt, wie wichtig nur aufbauende, befreiende Taten im täglichen Leben sind.

Durch den Jnana- und Karma-Weg wird dem Schüler das Gefühl des freudigen Wirkens bewusst, das aus der Unterscheidungsfähigkeit zwischen guten aufbauenden und bindenden Entscheidungen zugunsten der Ersteren entsteht.

Auf diese Weise gestärkt, wird das freudige Dienen und das Wahrnehmen der aufbauenden Freude für den weiteren Weg bestimmend werden. Damit beschreitet der Schüler den Weg des glücklichen Wirkens, dem Bhakti-Magga.

Verbinden sich diese 3 Wege im aktiven Leben des Schülers zu einer Einheit - aus eigenem Herzen gelebt - wird er als harmonisch wirkendes Wesen von seinem Umfeld wahrgenommen und als „Meister seines Lebens“ bezeichnet.

Intensiviert sich im Laufe der Jahre der „einheitliche Weg im Physischen“ erwacht irgendwann der Wunsch, die Quelle dieser Fähigkeiten wahrnehmen zu wollen.

Mit diesem aufrichtigen Wunsch magnetisiert der „Meister seines Lebens“ über die eigene physische und geistige Herzquelle hinaus das Zentrum seines höheren Wesens und beginnt energetisch den Weg dahin zu suchen.

Damit betritt er den Sonnen-Energieweg, den als „Königsweg des Yoga“ bezeichneten Raya-Magga, zu dessen westlichen Inhalten die Techniken des KUNDALINI und KRIYA gehören.

Auf jedem dieser 4 Magga kann der Schüler die jeweilige höchste Stufe erreichen, die ihm immer die Gesamtheit des kompletten Weges offenbart.

Wenn also ein Mensch sagt, er mache „…. Yoga“, bedeutet das nach der heiligen Lehre, dass er in der höchsten Stufe der jeweiligen gottbewussten Einheit eingetreten ist!

Dies betrifft auch die Bezeichnung „YOGI“ – als der, der „in Einheit mit Gott ist“. Daher sollte man sehr genau überlegen, wann und ob man diese beiden Begriffe überhaupt benutzt!

Der Weg des Yoga ist seit alters her unverändert, denn er stellt das Naturgesetz der menschlichen Entwicklung dar und dieses ist natürlich als Grundelement der Schöpfung auch nicht veränderbar!

Daher gibt es keinen „klassischen“ und „modernen“ Yoga, sondern eben nur die reine Lehre des Yoga mit den 4 Maggas, die - auf die menschliche Entwicklung abgestimmt – direkt zur GOTT-Quelle führt!

Der reine Yoga-Weg schafft durch bewusste Klärung des Denkens, Handelns und Fühlens die innere Verbindung mit Gott, wodurch physische Stabilität, anhaltende Gesundheit im Alter, Klarheit im eigenen Wesen und Harmonie im Umfeld entsteht.

Erreichen wir das auch durch die anfangs aufgeführten Aktivitäten?

Yoga bedarf als Lehre für alle Menschen keine Gelenkigkeit oder körperliche Fitness.

Nur im aufrechten, ruhigen Sitz – Asana – wird der Yoga „geübt“, heißt es deutlich in den angeführten Lehrbüchern des Yoga.

Wer den heiligen Weg gehen will, sollte sich für den deutschsprachigen Raum mit den sprachlich wie inhaltlich besten Übersetzungen der Lehren vertraut machen, sie studieren!

Die wohl beste Übersetzung der Bhagavad-Gita wurde von Dr. Hartmann übersetzt, der in seiner Prosa-Version mit Ergänzungen westlicher Philosophie einen hervorragenden Einstieg in diese Lehre bietet.

Für weiterentwickelte Schüler bietet sich Dr. Hartmanns Poesie-Übersetzung an, die zu den literarischen Kleinoden der Welt zu zählen ist, und bereits von Alexander von Humboldt in höchsten Tönen gelobt wurde.

Die inhaltliche Übersetzung der Patanjali-Lehre wurde in ihrer Tiefe bisher nur von Alice A. Baily erreicht und ist in Deutsch unter dem Titel „Der Yoga-Pfad“ veröffentlicht worden.

Beide Bücher zusammen sind das wahre Füllhorn der brahmanischen Lehre des Yoga und werden durch die aktive Übung des „Versenkungsweges“ aus den alten Lehren der indischen Veden zur „Dreiheit der Wissensentfaltung des Yoga“.

Die Originalanleitung des Versenkungsweges kann aus der Homepage

www.evolutionskreis.de kostenlos unter dem Thema „Meditation“ heruntergeladen werden.

Yoga ist, wie wir hier lesen können, ein heiliger Weg, der zur Selbstfindung in uns führt und mit den anfangs beschriebenen Aktivitäten rein gar nichts zu tun hat!

Alle wahren großen Yogis haben diese Lehre, wie hier beschrieben, vorgelebt und manche sogar die höchste Übungsstufe im Endzustand des Yoga erreicht.

Durch Samadhi verließen sie bei völliger Gesundheit bewusst ihren physischen Körper, um in die geistige Einheit Gottes einzutreten.

Wissenschaftlich nachgewiesen wurde dieser Zustand u. a. bei PARAMAHANSA YOGANANDA, der damit die „Funktionsfähigkeit“ des Yoga bereits 1952 bewies.

Die hier beschriebene Lehre entspricht nicht nur den aufgeführten Originaltexten, sondern wird so auch vom ältesten Yoga-Orden der Welt, dem Swami, der seit 800 Jahren infolge die heilige Lehre aufrechterhält so lebt und hütet

Dieser Tradition ist der Schreiber dieser Zeilen seit ca. 35 Jahren verpflichtet und hofft, dass alle, die ernsthaftes Interesse am Yoga haben, nun den Begriff Yoga bei allen nicht Yoga-Aktivitäten ersetzen durch Begriffe, die der einzelnen Sache / Aktivität wirklich entsprechen und dem Yoga so wieder die Reinheit seines Begriffes und seiner Lehre wiedergeben!

Das Gesagte niederzuschreiben und um Veröffentlichung zu bitten, entspricht dem Wunsch all derer, die wahren Yoga üben und damit ethisch verpflichtet sind, den Begriff Yoga richtigzustellen.

Sri Pranayamasamadhi

c/o Veny Bachmann

Koblenzer Straße 9

10715 Berlin

030-853 56 88

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