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Yoga in der westlichen Welt

Es ist erleichternd, das so eine uralte und hilfreiche Wissenschaft wie Yoga in Europa boomt. Nach vielen düsteren Jahrhunderten voller Imperialismus, Massenmord und einem pervertierten Kapitalismus wandeln sich die Interessen der Menschen und es gibt einen verstärktes Bedürfnis nach innerer Ruhe, Sinnsuche und besserer körperlicher Gesundheit. Sei es durch Hatha-Yoga und/oder durch bewußtere Ernährung.

Oft zu kurz kommt dabei allerdings, dass Hatha-Yoga eine Randerscheinung der Yoga-Wissenschaft ist. Ein Yogi ist nicht derjenige, der sich maximal verbiegen kann, sondern der, der große Fortschritte auf der Suche nach der absoluten Wahrheit bzw. Gott gemacht hat. Selbsterkenntnis, Liebe und Bewußtheit stehen im Vordergrund.

Und dazu gibt es Yoga-Disziplinen, die ungleich besser geeignet sind als das ausschließliche Praktizieren des Hatha-Yoga.

Rituale wie eine Feuerzeremonie oder Puja können sehr starke Energien freisetzen, von denen alle Anwesenden profitieren.

Meditation reinigt die Psyche sehr intensiv. Wir waschen unsere Autos, Zähne, Hände und die Wohnung. Aber die Psyche - unser zentrales Rechenzentrum - wird unbewußt von den meisten vernachlässigt.

Vedische Astrologie kann uns inspirieren, wer wir sind und warum wir uns inkarniert haben. Was möchte unsere Seele lernen und wie können wir diesen unausweichlichen Prozess unterstützen?

Spirituelle Bücher können uns einen Rahmen geben um das Leben besser zu verstehen und liebevoller anzunehmen.

Wo hat das Hatha-Yoga seinen Platz? Das schreibe ich beim nächsten Mal :-)

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Kommentiert von Benalis am 28. Januar 2014 um 2:42pm

Sivananda hat in seinem Hauptwerk selbst geschrieben, dass Hatha-Yoga dazu dient, den Yogi gesund zu halten, damit er das eigentliche Yoga praktizieren kann. Mit 'eigentliches Yoga' sind die klassischen fünf Yoga-Pfade gemeint, die dazu dienen, den Yogi zur großen Harmonie zurückzuführen. Also dem Zustand des Geistes, der bedingungsloser Liebe, innerer Stille, Einheit mit dem Universum, Erleuchtung, Selbstverwirklichung uvm. genannt wird.

Hatha-Yoga unterstützt uns also dabei, dieses Ziel zu erreichen. Es ist aber selbst kein hinreichender Weg um das Ziel zu erreichen. Das gleiche gilt auch für Kundalini-Yoga.

Interessant ist es daher, dass wir im 'Westen' ausgerechnet diese Randform des Yoga hauptsächlich praktizieren. Viele Yoga-Lehrer haben nicht einmal Kenntnis über die fünf Hauptpfade, was sehr schade ist.

Dies geht natürlich darauf zurück, dass der Westen spirituell und geistig nicht weit entwickelt ist. Hier kümmern wir uns im tiefsten Kapitalismus nicht darum, Harmonie oder innere Ruhe zu erlangen. Weder unsere Eltern noch die Schule noch die Gesellschaft haben dafür viel übrig gehabt. Insofern bleibt das Weltbild klein und die Aufmerksamkeit gilt hauptsächlich dem Äußerlichen und Körperlichen. Insofern ist Hatha-Yoga eine wunderbare Möglichkeit, uns im Westen ins Yoga zu locken und unsere Faszination zu packen. Aber das ist erst der Anfang der Reise...

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