Erziehung findet kaum noch statt. Die Erziehung übernimmt das Fernsehen. Und es erzieht die Kinder überwiegend zu negativen Werten. Fernsehkinder machen ihren Eltern, ihren Mitmenschen und sich selbst das Leben schwer. Sie folgen der falschen Ideologie vom äußeren Glück und zerstören dadurch ihr inneres Glück und das Glück ihrer Mitmenschen.

Etwa die Hälfte aller Kinder in Deutschland sind nervlich erheblich geschädigt. Sie können sich schlecht konzentrieren, sind unruhig, ängstlich oder aggressiv. Viele Kinder leiden an psychosomatischen Krankheiten. Sexualität wird unkontrolliert und selbstzerstörerisch praktiziert. Nach einer Studie der Bundesregierung sind 15 Prozent der Kinder in Deutschland zu dick. Psychische Probleme nehmen zu. Bei den 17-Jährigen leidet fast jedes dritte Mädchen unter Essstörungen. Viele Kinder haben Angststörungen.

Den Kindern und den Familien fehlt der Weg des inneren Glücks und der umfassenden Liebe. Die Basis dieses Weges ist Spiritualität. Spiritualität wird hier im weitesten Sinne verstanden. Sie umfasst die moderne Glücksforschung und alle spirituellen Wege, wenn sie positiv gelebt werden. Spiritualität bedeutet das Geistige (positive Werte, Gott, Heilige, Erleuchtung) zum Zentrum des Lebens zu machen und nicht das Körperliche (Sex, Konsum, Karriere). Eine spirituelle Familie konzentriert sich auf den Weg des inneren und nicht des äußeren Glücks. Sie findet ihre persönlichen spirituellen Übungen und praktiziert sie täglich.

Vorgehensweise

Nur eine spirituelle Familie ist eine glückliche Familie. Nur eine spirituelle Gesellschaft ist eine glückliche Gesellschaft. Nur ein spiritueller Mensch ist langfristig ein glücklicher Mensch. Die amerikanische Glücksforschung hat eindeutig festgestellt, dass spirituelle Familien harmonischer, gesünder und dauerhafter sind. Sie weisen niedrigere Kriminalitätsraten, Alkohol-, Drogen- und Scheidungsraten auf. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang von festem Glauben, Gesundheit und Glück.

Die Basis einer glücklichen Familie sind positive Werte. Diese positiven Werte müssen gepflegt und gefördert werden. Das ist in der heutigen Zeit keine leichte Aufgabe. Die meisten Menschen sind von den negativen Werten des Fernsehens beinflusst. Ein positives Leben in einer überwiegend weltlich orientierten Gesellschaft verlangt von uns tägliche innere Arbeit.

Unsere Kinder kommen ständig in Kontakt mit negativen Werten. Sie treffen sich mit ihren Spielkameraden und übernehmen dabei sehr leicht deren negative Gedankenstrukturen. Sie treffen auf weltlich orientierte Lehrer. Sie müssen später bei weltlich orientierten Chefs arbeiten. Sie sehen selbst fern und lesen weltliche Bücher. Unsere Kinder sind in einer weltlich orientierten Gesellschaft extrem gefährdet. Wir müssen sie deshalb innerlich sehr stark machen, damit sie später in ihrem Leben glücklich und positiv leben können.

Der erste Schritt, unsere Kinder spirituell stark zu machen, besteht darin, konsequent in unseren Familien positive Werte zu leben und zu pflegen. Die wichtigsten Werte sind Liebe, Weisheit, innere Kraft, innerer Frieden und innere Freude. Die Eigenschaft Liebe bedeutet, dass wir positiv zu uns selbst, zu unserer Familie und zur ganzen Welt sind. Wir wünschen das Glück aller Wesen. Wir leben für das Glück aller Wesen und entwickeln gleichzeitig unser eigenes Glück.

Weisheit ist es, gesund zu leben, positiv zu denken, regelmäßig spirituell zu üben, spirituelle Bücher zu lesen und sich ausreichend zu entspannen. Es ist schwierig, unsere Kinder zu Weisheit zu erziehen. Sie möchten gerne Süßigkeiten essen, fernsehen, faul sein und nur das tun, wozu sie gerade Lust haben. Sie stehen im ständigen Ringen zwischen kurzfristiger Unvernunft und langfristigem positiven Denken. Wir sollten sensibel die Weisheit in unseren Kindern fördern. Wenn wir sie überfordern, lehnen sie uns ab und gehen erst recht den Weg der Unweisheit. Wenn wir sie unterfordern, entwickeln sie nicht genügend Selbstdisziplin um in einem negativen Lebensumfeld langfristig siegen zu können.

Machen wir unsere Kinder zu Siegern in ihrem Leben. Verbünden wir uns mit der eigenen Weisheit unserer Kinder und verstärken vorwiegend ihre positiven Eigenschaften. Betonen wir das Positive und übersehen das Negative, wenn es möglich ist. Wenn wir kraftvoll und klar sein müssen, dann sind wir kraftvoll und klar. Wenn wir freilassend sein können, dann sind wir freilassend. Wichtig ist, dass wir ein gutes Vorbild sind. Kinder lernen vorwiegend durch positive Vorbilder und nur ergänzend durch eine positive Erziehung.

Innerer Frieden ist für jede Familie sehr wichtig. Wir müssen unsere Kinder vor Reizüberflutung schützen. Wir müssen sie vor zu vielem Fernsehen schützen. Eine Stunde Fernsehen am Tag ist das Maximum für Kinder. Noch besser ist es den Fernseher abzuschaffen.[1] Kinder brauchen Regelmäßigkeit und klare Strukturen in der Familie. Kinder brauchen eine klare und verlässliche Ordnung. Durch eine gute Ordnung entsteht Frieden in der Familie und in unseren Kindern.

Wir müssen unsere Kinder zur Selbstdisziplin anhalten und ihre Selbstdisziplin fördern. Nur auf der Basis von Selbstdisziplin ist langfristig ein positives Leben möglich.

Alle Familienmitglieder sollten es lernen, beständig auf ihre Gedanken zu achten. Sie sollten sich fest im Positiven verankern. Wichtig sind ehrliche Gespräche, positive gemeinsame Aktivitäten und positive Rituale (gemeinsames Essen, Geschichten erzählen, Vorlesen spiritueller Bücher, Lieder, Gebete, Meditationen). Wir sollten in unserer Familie nicht den Konsumgott, sondern die Göttin des inneren Glücks verehren. Wir sollten dem Geist aller Mitglieder unserer Familie einen klaren Hauptbezugspunkt geben. Sonst kommt er leicht in Verwirrung.

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