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Wie finde ich den passenden Yogastil?

Yoga ist in der westlichen Welt nicht mehr nur ein Trend. Die positiven Einflüsse von Yoga auf Körper und Geist werden mittlerweile auch von vielen Krankenkassen anerkannt und ist zugleich ein Millionengeschäft. Doch können die Yogakurse sehr verschieden aussehen. Da kann es schon einmal Überraschungen bei der Kurswahl geben. Doch nicht gleich verzagen, wenn die erste Yogastunde missfällt. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Yoga für einen überhaupt nichts ist. Am besten man probiert verschiedene Kurse aus. Die meisten Yogastudios bieten Schnupperstunden zu einem ermäßigten Preis an, so kann man schnell herausfinden, welcher Stil am besten passt und welcher nicht. Mit ein paar Informationen vorab wird die Wahl noch etwas einfacher.



Yogastile im Überblick
Nahezu alle hier aufgelisteten Richtungen entstammen dem Hatha Yoga, welches bereits im 15. Jahrhundert entstand und heute zu einer der am häufigsten praktizierenden Yogastile gehört. Alle weiteren Richtungen des Yogas sind Abwandlungen, die seit dem 20. Jahrhundert, vor allem in der westlichen Welt entwickelt wurden. Vor der Wahl eines Yogastils ist es wichtig, sich klarzumachen, welche Bedürfnisse man befriedigen möchten. Ist man auf der Suche nach einem Ausgleich zum stressigen Arbeitsleben, ist ein ruhiger, meditativer Yogastil interessant. Oder möchte man Knochen und Gelenke mobilisieren sowie Muskeln aufbauen, dann eignet sich eine dynamischere Form des Yogas.


Hatha Yoga
Ist wohl die bekannteste Yogamethode, über die man als Erstes stolpert, wenn man beginnt sich mit Yoga zu beschäftigen. Ursprünglich ist diese Richtung entwickelt worden, um Körper und Geist auf die Meditation vorzubereiten. Im Hatha Yoga liegt der Fokus auf drei Komponenten: Asanas (Körperhaltung), Pranayamas (Atemübungen) sowie Meditation. Es geht darum die Atmung mit der Bewegung in Einklang zu bringen. Im Mittelpunkt steht dabei das Wechselspiel aus Anspannung und Entspannung. Wer seine Flexibilität und seine Muskelkraft stärken möchte, ist beim Hatha Yoga genau richtig. Darüber hinaus können Selbstheilungskräfte aktiviert werden, auch auf Geist und Seele hat Hatha Yoga eine ausgleichende sowie entspannende Wirkung. Hatha Yoga Übungen können aus diesem PDF entnommen werden.

Iyengar Yoga
Hier wird viel Wert auf genaue Ausübung der Yogahaltungen gelegt. Wer es bevorzugt nach genauen Anweisungen zu üben, ist bei Iyengar Yoga gut aufgehoben. Neben der Verbesserung von Standfestigkeit und Muskelkraft geht es auch um das Erlernen der richtigen Körperhaltung (zum Iyengar Yoga-Video). Als Anfänger kann man zur Unterstützung Hilfsmittel wie Holzblöcke, Gurte und Decken verwenden.


Power Yoga
Findet man auch unter dem Namen Vinyasa Yoga oder auch Vinyasa Flow. Power Yoga kommt aus den USA, wo es in den 80er Jahren ursprünglich für Schauspieler und Tänzer entwickelt wurde. Im Grunde basieren die Übungen auf dem Hatha Yogastil. Doch beim Power Yoga bestimmt der Lehrer die Abfolge der Asanas, die in einem dynamischen Bewegungsfluss geübt werden. Genau richtig ist dieser Stil für diejenigen, die gern mit Musik üben und auf der Suche nach Lebendigkeit und neuer Lebensenergie sind. Wie der Name schon sagt, hier wird mit "Power" und einer intensiven Atmung trainiert, welche den Stoffwechsel anregen soll. Keine Frage, Power Yoga macht fit. Es werden nicht nur Muskeln aufgebaut, sondern auch Beweglichkeit, Körperbeherrschung, Koordination, Ausdauer und Konzentration verbessert.

Kum Nye
Für Gestresste, die einmal zur Ruhe kommen möchten, sind die einfachen Achtsamkeitsübungen des buddhistischen Heilyoga Kum Nye aus Tibet empfehlenswert. Im stillen Sitzen, durch Selbstmassage von Druckpunkten sowie durch bewusste und langsam ausgeführte Bewegungen, wird die Konzentration auf die Atmung gelenkt. Ziel beim Kum Nye Yoga ist es, Energieblockaden zu lösen sowie Körper und Geist anzuregen.

Chakra Yoga
Bei Burnout, Essstörungen oder anderen psychosomatischen Störungen ist Chakra Yoga ratsam. Bei den Übungen werden die sieben Hauptchakren mit einbezogen. Je nach Stimulation dieser Energiezentren können Blockaden oder Störungen gelöst werden, so kommen Körper und Geist wieder in Einklang. Geübt wird meditativ, um zur inneren Ruhe und Gelassenheit zu finden. Genau das Richtige, um den stressigen Alltag hinter sich zu lassen.

Fazit: Die Bandbreite an Yogastilen ist groß, doch unterscheiden sie sich manchmal nur in Details. Wichtig bei der Kurswahl ist, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Möchte ich Muskeln aufbauen, den Rücken stärken oder Verspannungen lösen, dann sind Hatha, Iyengar und Power Yoga passend oder suche ich nach einem ruhigen Ort, um Abzuschalten, dann ist wahrscheinlich Kum Nye oder Chakra Yoga die richtige Wahl. Manche Yogalehrer verbinden auch verschiedene Stile miteinander, da lohnt sich vorab ein Blick auf die Website des Yogastudios. Eins ist klar, für jeden gibt es den passenden Yogastil. Doch sollte dies nicht das alleinige Auswahlkriterium sein, genauso wichtig sind ein stimmiges Ambiente und ein sympathischer Yogalehrer.

Erfahren Sie mehr über die die zahlreichen Facetten und die Bandbreite an Yogastilen von den Experten des a-frame Surf und Yoga Camp.

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