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Vedanta - das Ende vedischen Wissens

Das Wort Vedanta bedeutet "das Ende vedischen Wissens". Mit anderen Worten, jedes Buch, das sich mit dem Ziel aller Veden befasst, wird als Vedanta bezeichnet. Die Bhagavad-gita zum Beispiel ist Vedanta, denn in ihr sagt der Herr, dass Er das Endziel aller vedischen Forschung ist. Die Bhagavad-gita und das Srimad-Bhagavatam, die sich ausschließlich mit Krsna befassen, gelten daher als Vedanta.

In den ersten beiden Kapiteln des Vedanta-sutra wird die Beziehung des Lebewesens zum Höchsten Herrn erklärt, und im dritten Kapitel wird die Ausübung hingebungsvollen Dienstes behandelt. Das vierte Kapitel beschreibt das Ergebnis dieses Vorganges des hingebungsvollen Dienstes. Der natürliche Kommentar zum Vedanta-sutra ist das Srimad-Bhagavatam. Die großen acaryas der vier Vaisnava-Sampradayas - nämlich Ramanujacarya, Madhvacarya, Visnusvami und Nimbarka - haben ebenfalls Kommentare zum Vedanta-sutra verfasst, wobei sie den im Srimad-Bhagavatam dargelegten Prinzipien folgten.

Sankaras Kommentar zum Vedanta-sutra, der sogenannte Sariraka-bhasya, wird von den Gelehrten, die Verfechter der Unpersönlichkeitsphilosophie sind, hoch gepriesen, doch die Kommentare zum Vedanta, die vom materialistischen Standpunkt aus verfasst wurden, lehnen den transzendentalen Dienst für den Herrn völlig ab. Aus diesem Grund sagte Sri Caitanya, dass direkte Kommentare zu den Upanisaden und zum Vedanta-sutra ruhmreich sind, während jeder, der dem indirekten Pfad von Sankaracaryas Sariraka-bhasya folgt, unweigerlich in sein Verderben rennt.

Sri Caitanya enthüllte, dass Sankaracarya eine Inkarnation Sivas war, und Siva ist bekanntlich einer der größten Gottgeweihten (ein mahajana), der Bhagavata-Schule. Für hingebungsvollen Dienst gibt es zwölf große Autoritäten, und Siva ist eine von ihnen. Warum aber lehrte er dann Mayavadi-Philosophie? Die Antwort auf diese Frage finden wir im Padma Purana, wo Siva sagt:

"Die Mayavadi-Philosophie ist verhüllter Buddhismus."
Mit anderen Worten, die Unpersönlichkeitsphilosophie der Mayavadis ist mehr oder weniger eine Wiederholung von Buddhas Philosophie vom "Nichts", obwohl die Mayavadis behaupten, ihre Philosophie beruhe auf den vedischen Schlussfolgerungen. Siva gibt jedoch zu, dass er diese Philosophie im Zeitalter des Kali aufstelle, um die Atheisten in die Irre zu führen. "Eigentlich hat die Höchste Persönlichkeit Gottes einen transzendentalen Körper", sagt Siva, "aber ich beschreibe den Höchsten als unpersönlich. Außerdem erkläre ich auch das Vedanta-sutra im Sinne dieser Mayavadi-Philosophie."

Im Siva Purana sagt der Höchste Herr:

"Zu Beginn des Dvapara-yuga werden auf Meine Anweisung hin viele Weise die Menschen mit Mayavadi-Philosophie verwirren."
Im Padma Purana sagt Siva persönlich zu Bhagavatidevi:

"Meine liebe Devi, manchmal lehre ich für diejenigen, die unter dem Einfluss der Unwissenheit stehen, Mayavadi-Philosophie. Sollte jedoch ein Mensch in der Erscheinungsweise der Tugend diese Mayavadi-Philosophie zufällig hören, wird er zu Fall kommen, denn wenn ich diese Philosophie lehre, behaupte ich, dass es zwischen den Lebewesen und dem Höchsten Herrn keinen Unterschied gebe."

Aus "Die Lehren Sri Caitanyas, 19. Kapitel

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