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Stressbehandlung in der TIBETISCHEN MEDIZIN

Stressfaktoren prägen den westlichen Lebensstil. Chronischer Stress schwächt das Immunsystem, beeinträchtigt das Herz-Kreislauf-System und führt zu Schlafstörungen. In der Tibetischen Medizin werden die Folgen von Stress als Windstörungen bezeichnet, die sich z.B. in Nervosität, Anspannung, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten äußern. Hier empfiehlt die Tibetische Medizin die Kräuterformel Srog ‘zin 10, erhältlich unter dem Namen Padma Nervotonin. Sie können helfen, das gestörte Energieprofil zu normalisieren und mit Stress und seinen Folgen besser umzugehen.

Krisenzeit bedeutet auch eine Herausforderung für Geist und Körper

Sorgen und Reizüberflutung verursachen Belastungen und müssen von den Menschen verarbeitet werden. Dies geschieht nicht nur durch unser Gehirn und Nervensystem, sondern auch durch den ganzen Körper. Das Nervensystem ist über die so genannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-(HHN)-System mit dem Immunsystem verbunden, ein Zusammenhang, der das Fachgebiet der Psycho-Neuro-Immunologie begründet.

Der „Vater der Stressforschung“, der in Wien geborene Endokrinologe Hans Selye, hat bereits in den 1930er Jahren seine Theorie des „Allgemeinen Adaptationssyndroms“ aufgestellt. Sie besagt, dass Stress unterschiedlicher Ursache in einem Organismus kurzfristig eine Erhöhung der Widerstandskraft bewirkt, langfristig aber zu körperlichen Veränderungen führt, die dem Körper schaden.

Dabei ist es nicht nur der typische Manager, der unter Stress leidet. Ganz normale Alltagssituationen führen mitunter schnell zu einer Überbelastung. So ist es nicht verwunderlich, dass heute die unterschiedlichsten Personenkreise und Altersgruppen unter Stress leiden: Es sind Schüler, Berufstätige, Hausfrauen und -männer, aber auch vielbeschäftigte Pensionisten, die einen unruhigen Lebensstil führen.

Chronischer Stress schwächt das Immunsystem

Eine schädliche Folge von Stress ist die Beeinträchtigung der immunologischen Abwehr. Bei chronischem Stress wird das Stresshormon Cortison ausgeschüttet. Dieses mobilisiert nicht nur Energiereserven im Körper, sondern hat auch eine entzündungshemmende und immunsupprimierende Wirkung. Dieser Hormonschub ist Teil der sog. „fight or flight“-Reaktion („Kampf oder Flucht“). Sie ist in akuten Gefahrensituationen sehr nützlich. Bleibt der Stress und damit ein erhöhter Stresshormonspiegel über längere Zeit bestehen, so führt dies zu einer Verschiebung des Immunprofils. Chronischer Stress kann zu einer Schwächung des Immunsystems und damit zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führen.

Neuere Studien zeigen, dass gesunder Schlaf und ein leistungsfähiges Immunsystem über Entzündungsbotenstoffe und Hormone eng miteinander verknüpft sind. Bei Schlafmangel oder gestörtem Schlaf ist folglich die immunologische Abwehr geschwächt und die Krankheitsanfälligkeit erhöht. Umgekehrt scheinen sich auch Infektionen, bei denen das Immunsystem aktiviert ist, negativ auf den Schlaf auszuwirken (Preston et al. 2009). Chronischer Stress führt somit nicht nur über die Stresshormone zu einer Schwächung des Immunsystems, sondern auch über eine Verminderung der Schlafdauer und Schlafqualität.

Chronischer Stress beeinträchtigt Herz und Kreislauf

Stressfaktoren schwächen nicht nur die immunologische Abwehr, sondern beeinflussen auch das Herz-Kreislauf-System. So konnte in einer Studie, in der den Probanden nur gerade vier Stunden Schlaf pro Nacht gegönnt wurden, nach fünf Tagen eine Zunahme von Entzündungsfaktoren wie z.B. die Zytokine Interleukin (IL)-6, IL-17 und IL-1beta beobachtet werden, (van Leeuwen et al. 2009). Außerdem war der Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP) stark erhöht, welcher einen bekannten Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose darstellt. Von kurzzeitig vermindertem Schlaf kann sich der gesunde Körper bald wieder erholen. Chronischer Schlafmangel hingegen scheint über längere Zeit nicht nur die Risikofaktoren CRP und Entzündungsmarker, sondern auch die Calzifizierung der Arterien, den Blutdruck und den oxidativen Stress im Körper zu erhöhen.

In den Zeiten der Krise nimmt bei vielen Menschen der Stress über das Maß des ohnehin bereits hohen Stresslevels des westlichen Lebensstils zu. Um mit diesem Druck besser umgehen zu können und damit seine schädlichen Folgen abzumildern, muss man die komplexen Zusammenhänge zwischen mentalen, körperlichen und psychischen Symptomen berücksichtigen.
Die Tibetische Medizin mit ihrer ganzheitlichen Herangehensweise kann hier wertvolle Ansätze liefern.

Stress aus der Sicht der Tibetischen Energielehre

Die Tibetische Medizin basiert auf den Prinzipien der fünf Elemente und der drei Körperenergien. Die materielle Welt und auch der menschliche Körper ist aus den Elementen Erde, Luft, Feuer, Wasser und Raum/Aether aufgebaut. Diese Elemente manifestieren sich in allen Lebewesen in drei subtilen Körperenergien (engl. Humors): rLung, Beken und Tripa, die grob mit Wind, Schleim und Galle übersetzt werden können. Die drei Körperenergien widerspiegeln die Eigenschaften der ihnen zugeordneten Elemente. Sie üben verschiedene Funktionen im Körper aus, beeinflussen aber auch das Verhalten und die Charaktereigenschaften eines Menschen. So ist rLung das bewegende Prinzip und z.B. für die biologischen Steuerungssysteme, die Atmung, Gedanken, Vernunft und Fantasie verantwortlich. Beken hat schwere, kühle Eigenschaften und bildet die tragende Substanz. Es widerspiegelt die strukturellen Grundlagen, die Körperflüssigkeiten, ist aufbauend und hält den Organismus zusammen. Tripa hingegen steht für die biologische Energie, ist abbauend und verantwortlich für die Regulation der Körperwärme und die Verdauung.

In jedem Menschen kommen die drei Körperprinzipien in einem bestimmten Verhältnis vor. Sie sind dynamisch und schwingen immerzu um das persönliche Gleichgewicht eines Menschen. Diese individuelle Grundkonstitution kann als „Normalzustand“ angesehen werden. Der Mensch ist gesund

Wird der Körper über längere Zeit überbeansprucht (körperlicher Stress) oder besteht ein mentaler oder seelischer Druck (psychischer Stress) bewirkt dies eine Erhöhung der Windenergie rLung.
Im Alter nimmt die rLung-Energie nach Tibetischer Sichtweise zu, weshalb ältere Menschen noch anfälliger auf Windstörungen sind. Windstörungen, im Tibetischen auch als „Wind im Herzen“ („wind in the heart“) beschrieben, können durch viele Faktoren entstehen. Insbesondere Sorgen, Stress, Unglück, Trauersituationen, Leistungsdruck und belastende Situationen im Alltag begünstigen einen Überschuss an rLung-Energie. Diese Faktoren sind charakteristisch für den von Stress geprägten westlichen Lebensstil, weshalb Windstörungen im Westen häufig auftreten.

Symptomatik von Windstörungen

Ein Überschuss an rLung-Energie, der über längere Zeit bestehen bleibt, kann psychische und physische Folgen nach sich ziehen. Windstörungen äußern sich z.B. in Nervosität, Anspannung, Verwirrtheit, übermäßigem Grübeln, Ein- und Durchschlafstörungen, hektischer aber zielloser Aktivität, Konzentrationsschwierigkeiten und in der Burn-out-Symptomatik.

Stress belastet den Körper und die Nerven

Windstörungen können auch körperliche Probleme verursachen, z.B. Muskelverspannungen und -schmerzen, Verstopfung oder stechende Schmerzen im Herzen bzw. Brustbereich. Diese werden als physisch wahrgenommen, haben aber emotionale Ursachen, wie etwa Schock, Trauer oder Anspannung. Auch bei Kindern und Jugendlichen können rLung-Störungen zusammen mit Stressproblemen auftreten, z.B. Schulprobleme, die zu unruhigem Schlaf (Träumen, oder Sprechen im Schlaf), Schlafwandeln, Bettnässen, Müdigkeit und Prüfungsangst führen.

Das energetische Profil der Nervenformel Srog ’zin 10

Um die schädlichen Auswirkungen von akutem oder chronischem Stress zu vermindern, gilt es zuerst die Stressfaktoren zu reduzieren. Ist dies nicht möglich, empfiehlt die Tibetische Medizin den Einsatz von Kräutern. Sie können helfen, das gestörte Energieprofil zu normalisieren. Ein Mensch mit ausbalancierten Energien rLung-Tripa-Beken kann mit Stress besser umgehen, wird also ruhiger und belastbarer. Die Pflanzenkombination ›Srog ’zin 10‹ wird gemäß der tibetischen Energielehre in diesem Fall gerne eingesetzt. Sie kann balancierend wirken und dadurch Stress-Symptome lindern. Die Formel kann helfen, eine sich aufschaukelnde Stresssituation wieder auf den Boden zu bringen und in der Folge die Psyche nicht noch zusätzlich zu belasten und den Druck zu erhöhen.

Die Formel ›Srog ’zin 10‹ beruht auf einer Rezeptur der klassischen Tibetischen Energielehre. Der Name bedeutet „Lebenserhalter“ (Srog = Leben, zin = Erhalter). Die Rezeptur wird von der Padma AG in der Schweiz hergestellt und ist unter dem Namen Padma® Nervotonin erhältlich.

Gemäß tibetischer Charakterisierung hat die Formel einen bitteren, süßen und scharfen Geschmack sowie leicht wärmende Eigenschaften. Mit ihrer ausgewogenen Zusammensetzung bewirkt sie eine sanfte Modulierung der rLung-Energie und wird bei der Behandlung von rLung-Energiestörungen und ihren Symptomen sowie bei durch hohe Wind-Zirkulation verursachten Energieblockaden angewendet. So kann sie helfen, mentale und muskuläre Spannungen zu lösen, die durch psychischen Stress ausgelöst werden. Einschlafschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen und Konzentrationsmangel stehen oft mit diesem Spannungen in Zusammenhang. Sie verschlimmern die Stress situation zusätzlich und verstärken ihrerseits die Tagesmüdigkeit wie auch die Fähigkeit, mit Stresssituationen umzugehen. Die Pflanzenformel
Padma Nervotonin kann in diesem Fall dazu beitragen, diese Rückkopplung zu durchbrechen. Die zehn ausgewogenen Inhaltsstoffe harmonisieren eine überaktive mentale Tätigkeit und sorgen für eine Art psychische „Erdung“. In der Folge kann ein belasteter Mensch schwierigen Situationen, Stress und erhöhtem Druck souveräner gegenübertreten und besser mit ihnen umzugehen. In Tabelle 2 finden Sie eine Liste und einige Informationen zu den verschiedenen Inhaltsstoffen der Rezeptur.

Anwendungsbeispiele und Erfahrungen

Zur allgemeinen Unterstützung der Nerven gelten für Padma Nervotonin die folgenden Einnahmeempfehlungen: Morgens und abends je zwei Kapseln mit genügend Flüssigkeit einnehmen. Die gleichzeitige Einnahme von heißer Fleischbrühe  oder warmer Milch oder abends ein kleines Glas Dessertwein (z. B. Portwein oder Trockenbeerenauslese) kann die Wirkung der Pflanzenformel zusätzlich unterstützen.

Srog ’zin 10 kann bei konkretem Anlass, bei dem erwartungsgemäß eine große Nervosität oder nervliche Anspannung auftritt, etwa bei Prüfungsangst oder vor Vorträgen, eingenommen werden. Dadurch wird das energetische Gleichgewicht auf die kommende Anspannung vorbereitet und die volle Konzentration und geistige Kapazität kann besser genutzt werden.

Bei länger dauernden Stressphasen, insbesondere bei Schlafproblemen und innerer Unruhe, kann die Einnahme von täglich zwei Kapseln bereits abends erfolgen. Die Formel Srog ’zin 10 kann dabei ein Gefühl der „emotionalen Erdung“ und Gelassenheit vermitteln. Die lösenden energetischen Eigenschaften der Rezeptur helfen auch bei Muskelverspannung und tragen dadurch zu einem erholsamen Schlaf bei. Srog ’zin 10 fördert den emotionellen Ausgleich, macht ruhig und gelassen und eignet sich auch bei älteren Menschen, die häufig unruhig schlafen.

Gute Erfahrungen mit dem Pflanzenpräparat wurden auch zur Unterstützung der Verarbeitung von Schicksalsschlägen, z.B. Trauerprozessen gemacht, da die emotionale Anspannung ebenfalls die rLung-Energie ins Ungleichgewicht bringt.

Zusammensetzung von Padma Nervotonin

Einen Überblick über die Zusammensetzung.
Asant
(Tib.: Shing-kun)

Asant stammt aus Zentralasien. Durch Anritzen der Wurzel wird der Milchsaft gewonnen, der getrocknet wird. Dadurch entsteht eine braune, harzartige Masse. Um diese weiterverarbeiten zu können, wird sie mit Bockshornkleesamen gemischt. Getrockneter Asant besteht größtenteils aus einem Harz (Ferulasäure) und komplex zusammengesetzten Kohlehydraten. Das ätherische Öl enthält eine Vielfalt von Schwefelverbindungen. Er hat einen starken, würzigen Geruch der an stark gereiften Käse erinnert. Die Tibetische Medizin spricht ihm wärmende Eigenschaften zu.

Asant wurde bereits vor mehr als zwei Jahrtausenden auch in Europa als Gewürz verwendet. Angeblich wurde er von Soldaten Alexanders des Großen auf ihrem Marsch durch Zentralasien nach Europa gebracht. Ab dem 16. Jahrhundert wird er in hiesigen Kochbüchern jedoch nicht mehr erwähnt. In Zentralasien und Indien hat Asant seinen Platz als wichtiges Gewürz und Heilmittel jedoch bewahrt.

Mombinpflaume
(Tib.: sNying zho-sha)

Die nepalesische Mombinpflaume stammt aus dem nepalesischen Hochland. Ihre Frucht enthält einen harten Kern, umgeben von zartem, weißem Fruchtfleisch. Sie symbolisiert das Herz mit seinen Kammern. In der nepalischen Küche wird die Frucht in Süßspeisen und als Konserve verwendet. Die Flavonoide wurden als Herz schützend erkannt.

Guajakholz

Guajak ist ein hartes, harzhaltiges, aromatisches Holz das seit jeher zur Herstellung von Duftstoffen und Räuchermischungen verwendet wurde.

Costuswurzel
(Tib.: Ru-rta)

Saussurea lappa ist eine Hochgebirgspflanze aus dem Himalaya. Sie wurde schon früh nach China und ins römische Reich exportiert wo sie als Duftstoff und als Gewürz genutzt wurde. In der Tibetischen Medizin werden der Wurzel (Ru-rta) die Geschmacksrichtungen scharf, süß und bitter sowie neutrale Potenz zugeschrieben. Ru-rta-Rezepturen kommen traditionell z.B. bei Magenbeschwerden mit Übelkeit zur Anwendung.

Muskatnuss (Tib.: dZa-ti)

Die Muskatnuss ist keine Nuss, sondern der innere Kern einer pfirsichartigen Frucht. Sie hat einen aromatischen, harzigen und warmen Geschmack und harmonisiert die rLung-Energie, u.a. auch Wind im Herzen. Die Muskatnuss enthält etwa 10 % ätherisches Öl. Das natürliche Vorkommen des Muskatbaums ist auf die Banda-Inseln, einen kleinen Archipel im Osten Indonesiens, beschränkt. Die Hauptproduktionsländer sind heute Indonesien und Grenada.

Myrobalane
(Tib.: A-ru-ra)

Die Myrobalanenfrucht beinhaltet fast alle Geschmacksrichtungen (süß, sauer, scharf, herb und bitter). Dadurch hat sie einen neutralen Charakter und übt so eine harmonisierende Wirkung auf die Körperenergien aus und ist Bestandteil sehr vieler Rezepturen der Tibetischen Medizin. Wegen ihrer speziellen Bedeutung steht die Myrobalane als Symbol für das ganze System der Tibetischen Medizin und in Abbildungen hält der Medizinbuddha sie in der Hand. Die Myrobalane ist bekannt für ihre entzündungshemmenden und reinigenden Eigenschaften.

Gewürznelken
(Tib.: Li-shi phye-ma)

Die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums haben einen stark aromatischen und süßen Geruch und weisen einen brennenden Geschmack auf. Gewürznelken können bis zu 15 % ätherisches Öl enthalten. Der Nelkenbaum war ursprünglich in den Nordmolukken (Indonesien) heimisch. Der Name Nelke leitet sich von Nagel her, da die Knospen an die Form von Nägeln erinnert.

Salmaliablüte
(Tib.: Pad-ma ge-sar)

Der große Laubbaum Bombax ceiba, auch Salmalia malabarica genannt, findet sich in Indien, Burma and Sri Lanka. Die roten Blüten stehen einzeln an den Enden der Zweige und sind daher von weitem sichtbar. Die Blüten enthalten ätherische Öle und werden in der Volksmedizin zur Darmreinigung verwendet.

Kaolin
(Tib.: Sa cu-gang)

Kaolin ist ein weißes Tongestein, das medizinisch zur Reinigung und Beruhigung des Magens und des Darms eingesetzt wird.

Weihrauch
(Tib.: sPos-dkar)

Als Weihrauch oder auch Olibanum wird das Harz von verschiedenen Bäumen der Gattung Boswellia bezeichnet. Weihrauchbäume kommen von Indien über den mittleren Osten bis nach Afrika vor. Nach Einritzen der Rinde tritt das wohlriechende Harz aus, das für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist. Die Forschung zeigt, dass Weihrauch auch gegen Arthrose eingesetzt werden kann und beruhigende und schmerzstillende Eigenschaften hat. Traditionell wird dem Harz eine Wirkung zur „Stärkung des Geistes und des Verstandes“ zugeschrieben. Daher schon die Verwendung seit biblischen Zeiten für liturgische Zwecke.

Klassierung der Pflanzen nach Inhaltsstoffgruppen

Die in den Pflanzen enthaltenen Stoffe lassen sich auch nach ihren in der traditionellen Medizin bekannten Wirkungen gruppieren.

Harze

Die meisten Pflanzenharze bestehen aus Terpenen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gerechnet werden. Sie kommen im Holz von Pflanzen vor und treten nach Verletzungen der Rinde als klebrige Substanz aus, die die Wunde verschließt. Vor allem die aromatischen Harze wie z.B. Weihrauch, Myrrhe oder Asant wurden seit jeher ihres Duftes wegen als
Räucherstoffe verwendet. In der traditionellen Heilkunde werden aromatische Harze als beruhigend und klärend eingestuft und wegen ihrer desinfizierenden, entzündungshemmenden und krampflösenden Wirkung geschätzt.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind stark duftende, flüchtige Substanzen, die von den meisten Pflanzen produziert werden. Sie wurden oft als Duftstoffe verwendet und kommen in vielen aromatischen Gewürzen vor. Außerdem haben die meisten ätherischen Öle antibakterielle und schmerzstillende Eigenschaften. Traditionell wurden sie z.B. bei Infektionen, Blähungen oder Krämpfen eingesetzt.

Über die Duftinformationen erreichen sie das vegetative Nervensystem und beeinflussen die Hormonproduktion und die Gefühle.

Reinigende Stoffe

Diese Stoffgruppe zeichnet sich durch ein hohes Adsorptions- oder Chelationspotential aus. Diese Stoffe können helfen unerwünschte Stoffwechselprodukte oder aus der Umwelt und Ernährung aufgenommene Schadstoffe auszuleiten. Neben den Harzen sind dies auch die stark gerbstoffhaltige Myrobalane und das Tonmineral Kaolin.

Polyphenole

Polyphenole gehören zu den vielfältigen sekundären Pflanzenstoffen und umfassen ihrerseits eine ganze Reihe von Substanzgruppen wie etwa Flavonoide und Tannine. Tannine gehören zu den Gerbstoffen und haben zusammenziehende, entzündungshemmende und Wund heilende Eigenschaften. Sie wirken antibakteriell, antiviral und neutralisieren Gifte. In der traditionellen Medizin werden sie z.B. bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

Flavonoide sind meist gefärbte Polyphenole (flavus = lat. gelb). Sie sind für ihre antioxidative, anti-entzündliche und anti-mikrobielle Effekte bekannt. Stoffen aus der Gruppe der Flavonoide werden auch präventive Wirkung gegen Arteriosklerose und gegen Krebs zugeschrieben.

Quelle: http://www.leben-sterben.de/texte/heilung/stress-tibetische-medizin...

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