yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Fortsetzung von Mantra´s

Das Mantra Om Mani Padme Hum
Om Mani Padme Hum (oder Om Mani Peme Hung, wie es auf tibetisch heißt) ist wohl das am häufigsten benutzte Mantra im Buddhismus. Man findet es auf Gebetsmühlen oder auf den sogenannten Mani-Steinen, die mittlerweile auch hier im Westen in vielen Esoterikläden erhältlich sind. Es ist das Mantra des Bodhisattva Avalokiteshvara. Ein Bodhisattva ist ein erleuchtetes Wesen, das auf eigenen Wunsch wiedergeboren wird, um anderen Wesen zu helfen. Das Versprechen eines Bodhisattva ist, erst dann ins nachtodliche Erlöschen (parinirvana) einzugehen, wenn alle Wesen aus dem Kreislauf der Wiedergeburt (samsara) befreit sind. Avalokiteshvara ist die Verkörperung des grenzenlosen Mitleids für alle Wesen.
Om und Hum symbolisieren Anfang und Ende (vergleiche Alpha und Omega im Christentum), also die Totalität, das Allumfassende. Mani Padme heißt übersetzt Juwel im Lotus. Es meint das Absolute, das überall enthalten ist, den allumfassenden Geist, der in jedem einzelnen Geist ist.
Zum einen stellt das Mantra eine Anrufung Avalokiteshvaras dar, um ihn um Hilfe zu bitten. Zum anderen reinigt seine Rezitation den Geist von allen negativen Emotionen und hilft dem Rezitierenden bei der Erzeugung von Mitgefühl.

Das Tara-Mantra
Die grüne Tara ist der wichtigste weibliche Bodhisattva des tibetisch buddhistischen Pantheons.
Die grüne Tara ist die Verkörperung der weiblich-göttlichen Weisheit im Menschen und des aktiven Mitgefühls.
Sie schützt vor allen Gefahren, insbesondere vor den acht schlimmsten - in Klammern steht jeweils die innere Entsprechung zur äußeren Gefahr:
Löwen (Stolz), Elefanten (Verblendung), Feuer (Zorn), Schlangen (Eifersucht), Räubern (irrige Ansichten), Fesseln (Geiz), Flut (Begierde), Gespenstern (Zweifel).

Eine Anmerkung zum Schluss
Letztendlich muss jeder Versuch, ein Mantra zu erklären, in einer theoretischen Annäherung stecken bleiben.
Ein Mantra muss erfahren und erlebt werden. die Klänge und Schwingungen müssen gehört und vor allem erspürt werden. Erst wenn die Schülerin bzw. der Schüler dies mit tiefer Hingabe tut, kann sich ihr bzw. ihm die Bedeutung des Mantras nach und nach erschließen.
Wenn der Geist zu sehr mit analytischen Überlegungen beschäftigt ist, kann das Mantra seine Wirkung in den tieferen Schichten des Bewusstseins nicht entfalten.

 

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 27x ANGESCHAUT

Kommentar

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben!

Mitglied werden yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Kommentiert von Herbert am 31. Mai 2011 um 5:29pm

Gern geschehen.

OM Shanti

Kommentiert von Shanti-Yoga am 31. Mai 2011 um 2:48pm

Danke für diesen tollen Beitrag!

LG

Shanti

© 2022   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen