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Dürfen wir nicht (mal mehr) traurig sein? - Smiling Addiction



Es ist lustig. Wenn ich auf meiner MySpace Seite meinen Status angebe -
so wie ich mich fühle - also auch mal traurig, beschissen ... melden sich
meine MySpace Freunde mit einer Nachricht - was ja schön ist.
Geht es mir gut - zeige ich den dazu passenden Statusbericht bekomme
ich kaum Nachrichten, Kommentare - dito: was lerne ich draus. Ehrlich sein
zu mir selbst und meinen Gefühlen und nicht immer Lächeln -
meinen Freunden klar sagen, was los ist. Lese ich dann aber die Nachrichten,
kommt mir immer wieder der Verdacht ... - dir darf es nicht mies gehen.
Was ist denn los? - nichts ist los, kann ich dann nur schreiben.
Manchmal liegt der Schmerz eben halt einfach tiefer.


Can Smiling an Addiction - kann das Lächeln eine Sucht sein? -
Ich mag dieses obige Video und den Song dazu: Smiling Addiction
Vielleicht der untere Text der Anfang zu einem eigenen Song ...?


"Dürfen wir nicht mal traurig sein,
abgenervt und mit uns allein?
Ist täglich Lächeln angesagt
wird dein Lächeln zu einer Sucht
du selbst bist nicht mehr angesagt
bist bald vor dir selbst auf der Flucht"


Text: Jens Mügge (grad eben - als ich mir das Video auf der Zunge hab' zergehen lassen)

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Kommentar

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Kommentiert von Jens am 6. Januar 2009 um 2:02pm
... ich persönlich finde auch, dass es von diesen "ewigen Nörglern" und "ewig Übelgelaunten" schon viel zu viele gibt :) und ich kann dir nur mit zwei Sentenzen antworten: "Lachen und Lächeln ist wie ein Bummerang. Es kommt zurück." - "Schenkt dir das Leben eine Zitrone, mach eine Limonade draus." :)
Kommentiert von Andrea Seifert am 6. Januar 2009 um 12:14pm
Hallo :-)
Jens, ich selbst bin jemand dieser "ewige Lächelnden" und muss sagen, dass ich mich 1. ganz wohl damit fühle und 2. freuen sich die Menschen meist darüber, wenn sie ein Lächeln geschenkt bekommen, was auch sie widerrum dazu verleitet, doch öfter mal ein Lächeln zu verschenken.
Ich persönlich habe mir früher häufig Gedanken darüber gemacht, warum die Menschen so unglücklich aussehen, wenn Sie in der Bahn sitzen, im Auto oder wo auch immer ich Menschen beobachten konnte. In der Zeit, als ich bewusst darauf geachtet habe, fand ich es ziemlich deprimierend in diese Gesichter zu blicken, in denen ich oftmals keinerlei Freude oder Positives erkennen konnte. Das ist sicherlich ein Grund für mein stetes Bemühen um Freundlichkeit. Was können Andere dafür, wenn es mir vielleicht mal nicht so gut geht? Muss ich deswegen der ganzen Welt signalisieren, "hey, es geht mir schlecht - seht her - ich brauch´ Aufmerksamkeit, Mitgefühl oder was auch immer...". Ich selbst versuche es dabei auf meinen engen Kreis zu beschränken, also die Menschen, die mich regelmäßig durch mein Leben begleiten - und die ohnehin merken würden, dass mein Lächeln an dem Tag doch anders ist, als an dem anderen.
Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der mich in meinem Lächeln bestärkt hat:
Hast Du ein Lächeln im Gesicht, ist es unmöglich gleichzeitig mißmutig zu sein. Ich persönliche habe dadurch mehr Farbe, mehr Freude, mehr von allem in mein Leben gebracht.
Also eines meiner Mottos bleibt: Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen! ;-)))
Und auch wenn es Schlimmer kommt - das habe ich natürlich auch schon erlebt - dann versuche ich trotzdem so schnell wie möglich wieder "einen Grund zum Lächeln" zu finden.
Natürlich geht es mir nicht um´s Lächeln "um jeden Preis"! Und schon gar nicht unter zur Hilfe nahme von irgendwelchen "Antidepressiva" (tolles Video übrigens!). Vielmehr geht es mir für mich selbst darum, mich nicht "hängen" zu lassen, mich anderen gegenüber etwas mehr zusammenzureißen, denn letzten Endes bin nur ich dafür verantwortlich, wenn es mir nicht gut geht, ich unglücklich bin oder dergleichen. Da muss ich doch nicht Menschen, die gar nichts dafür können, mit meinem "missmütigen Gesicht" konfrontieren und dadurch die "allgemeine Grundstimmung" noch weiter runterziehen...
Nein, ich persönlich finde, dass es von diesen "ewigen Nörglern" und "ewig Übelgelaunten" schon viel zu viele gibt - und da "gleiche ich gerne mit einem Lächeln aus"...
Für alle, die sich darin mal probieren wollen: Der Unterschied ist schon alleine beim Gang in den Supermarkt all´ zu deutlich zu spüren. Also, wenn Du 1x ohne Lächeln einkaufen gehst - und direkt danach noch mal "mit Lächeln" im Gesicht, dann wirst Du (da möchte ich sogar fast drauf wetten) sicher einen deutlichen Unterschied spüren.
Also ich liebe diese Freude und diese bunten Momente, die das Leben verschönern!
In diesem Sinne,
liebe Grüße, Andrea
Kommentiert von Jens am 5. Januar 2009 um 5:23pm


KNUDDEL KNUDDEL KNUDDEL liebe Irina - ich finde es auch schön, dass es dich gibt.

... p.s.: die Fotos hab ich im Schlosspark Charlottenburg angenommen.
Kommentiert von Jens am 5. Januar 2009 um 5:20pm
... vielen dank für die gedanken und anregungen. - ich weiß gar nicht, wo ich spontan zuerst antworten kann. Ich empfinde es schön, wenn sich jemand sorgt, wenn es aus mitgefühl heraus geschieht. klaus dörner hat mal ein buch geschrieben mit dem titel "tödliches mitleid" - eine auseinandersetzung mit dem phänomen, dass "behinderte menschen" 1940 bis 1945 von ärzten in sogenannten irrenanstalten umgebracht worden sind, wobei die ärzte hinterher als motiv angegeben hatten, es aus mitleid mit diesen menschen getan zu haben. dies geschah, weil mitleid zu zynismus wurde. - vielleicht ein sehr heftiges beispiel.

ein anderer spontaner gedanke: ein guter kumpel von mir beklagt sich und verstrickt sich zum teil in selbstmitleid, dass sich niemand um ihn kümmert, wenn es ihm schlecht geht. wenn ich ihn dann frage, ob er denn seinen freunden mitteilt, dass es ihm schlecht geht, sagt er mir nur kurz, sie rufen ja nicht an und melden sich nicht bei ihm, wie soll er ihnen dann mitteilen, dass es ihm schlecht geht. ... zu meinen erfahrungen mit meinem myspace statusmeldungen - ... ich finde es interessant, dass ich meistens dann rückmeldungen bekomme, wenn ich angebe, dass es mir nicht gut geht, oder ich blöd drauf bin ... oder so'n zeug. das ist nett. aber die nachrichten, die ich erhalte machen mich ein wenig nachdenklich, denn meistens spüre ich, dass es irgendwie nicht erwünscht ist, schlecht drauf zu sein. ich finde das video - das ich hier eingefügt klasse - diese smiley - und hier in berlin habe ich das gefühl, dass viele ein smiley tragen zu allen situationen. irgendwann ist dieses jedoch so zerdeppert, dass es einfach nicht mehr passt.
naja - einige spontane gedanken - ein wenig unsortiert. - und dir Irina wünsch ich viel spass bei der meditation.es gibt sicher immer irgendwie irgendwo an wem was auszusetzen, aber schön ist es, einen ort zu haben, an dem Frau und Mann sich regelmässig treffen kann. eine meditation kann dann nur der rahmen sein, in dem etwas stattfindet. interessanter ist dann, was innerhalb dieses rahmens geschieht.

ich habe den heutigen tag sehr genossen. spazieren im park mit mir selbst. die wintersonne im gesicht gespürt und einige fotos gemacht. so wie dieses hier:

... und anschließend einen bekannten spontan besucht, den es meistens nicht so gut geht - aber das ist dann nicht der grund, warum ich ihm meine aufmerksamkeit gebe. nicht, weil es ihm schlecht ginge (er ist blind und muss allein sein leben meistern) ... sondern allein, weil ich ihn schätze, so wie er ist. und meine aufmerksamkeit gilt ihm als mensch .
Kommentiert von Janaki Kira am 5. Januar 2009 um 2:51pm
...beim MItgefühl bleibe ich trotz allem bei mir, beim Mitleid entferne ich mich von meiner Mitte, führt dann in Berufen die Mitgefühl erfordern aber ein mitleiden erzeugen unter Umständen zu Burnout oder sogar zu Zynismus...Lieben Gruß Janaki
Kommentiert von équilibriste am 4. Januar 2009 um 8:06pm
Warum finde ich das bloß grade jetzt so passend?

Mitgefühl heißt m.E. auch, dass man akzeptiert, wenn jemand mal schlecht drauf oder traurig ist und nicht durch Nachrichten/Komentare den Eindruck erweckt, das dürfe nicht sein...

Ob Mitgefühl oder Mitleid kommt auf die Situation des anderen an. Mitfühlen kann ich auch, wenn jemand glücklich ist.

lg, nicole
Kommentiert von Jens am 4. Januar 2009 um 2:50pm
... wo ist der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid?
Kommentiert von Jens am 4. Januar 2009 um 2:49pm
... ja, es zeugt von Mitfühlen - aber der Punkt ist für mich, dass der Zustand des Glücklichseins offenbar weniger einen Anlass zum Sichmelden bietet. Verstehst du, was ich meine? Mein Eindruck ist - wer haben gefälligst glücklich zu sein - vielleicht weil dies eben der natürliche Zustand ist / sei?
Kommentiert von Caitanya devi dasi am 4. Januar 2009 um 2:19pm
Es zeugt doch im Grunde von Mitgefühl, wenn sich jemand sorgt weil er mitbekommt, dass es einem nicht so gut geht. Der natürliche Zustand (der Seele) ist nun mal Glück(lichsein).

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