yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Das Ende der Geschichte von Cudala und Sikhidhvaja aus der Yoga Vasistha

Das Ende der Geschichte von Cudala und Sikhidhvaja

Hallo und Om zusammen!

Leider ist diese Geschichte bei Yoga Vidya meistens nicht vollständig erzählt worden. Das Ende wurde verkürzt!
Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, dieses wörtlich aus der Yoga Vasistha aus dem englischen zu übersetzen. Da es doch etwas lang wird, habe ich einzelne Stellen in kursiv zusammengefasst. Die etwas altmodische Ausdrucksweise bitte ich zu entschuldigen, dies hängt mit dem etwas altmodischen Ausdrücken in englischen Übersetzung zusammen.

Und los geht’s, viel Spass....

Geschichte von Sikhidhvaja und Cudala , Vasisthas Yoga,
Swami Venkatesananda 1993 , State University of New York



Sikhidhvaja hat „unter Mithilfe von Cudala (in der Gestalt von Kumbha)“ endlich den höchsten Zustand erreicht und sich in tiefe Meditation begeben. Cudala ist ins Königreich zurückgekehrt, um Geschäfte zu erledigen. Nach 3 Tagen kehrt sie zu ihm zurück.
Sie versucht ihn zurückzuholen zum Körper-Bewusstsein, es gelingt ihr zunächst nicht.
Sie überlegt, ob sie ebenfalls ihren Körper aufgeben sollte.


Vasistha: S.459
„Als sie sich bereitmachte, ihren Körper aufzugeben, dachte sie, „bevor ich meinen Körper verlasse, lass mich sehen, ob ein Geistsamen (vasana) irgendwo in seinem Körper zu finden ist. Wenn das der Fall ist, kann er erweckt werden und dann können wir beide als befreite Lebewesen leben. Wenn nicht und wenn er endgültige Befreiung erreicht hat, werde ich auch meinen Körper aufgeben.“ Sie untersuchte seinen Körper und fand den Samen der Individualität noch in ihm vorhanden.

Vasistha:
Wenn Satva in einem Zustand des totalen Gleichgewichts ist, dann werden keine physischen oder psychologischen Defekte erfahren. Es ist nicht möglich, Satva fallenzulassen, es erreicht sein Ende im Lauf der Zeit. Wenn es weder Geist noch Satva im Körper gibt, dann, wie Schnee in der Hitze schmilzt, löst sich der Körper in seine Elemente auf. S.'s Körper war frei vom Geist (Bewegung von Gedanken), aber noch ausgestattet mit einer Spur von Satva. Deshalb hat er sich nicht in seine Elemente aufgelöst.

Dies erkennend, entschied Cudala: „Ich werde in seine reine Intelligenz eintreten, welche überall ist, und versuchen sein Körperbewusstsein in ihm zu erwecken. Wenn ich das nicht tue, wird er sicherlich nach einiger Zeit erwachen. Aber warum sollte ich solange allein sein?

So animiert sie Sikhidhvaja. zurückzukehren. Danach verwandelte sie sich schnell wieder in Kumbha.
S.freut sich, K. wiederzusehen, und bittet ihn, bei ihm im Wald zu bleiben.


Nach ein paar Tagen strahlte auch der König mit derselben Ausstrahlung wie Kumbha. Als Kumbha die Ausstrahlung des Königs bemerkte dachte sie (als Cudala):

„ Hier ist mein Ehemann der ehrenwürdig und stark ist. Der Wald ist entzückend. Wir sind einem Zustand, der keine Müdigkeit kennt. Wie kann es dann sein, dass der Wunsch für Leidenschaft nicht im Herzen aufsteigt? Der befreite Weise heißt willkommen, was immer zu ihm ungesucht kommt. Wenn er in Konformismus (Starrheit) gefangen ist, ergibt dies eine Zunahme von Dummheit (Ignoranz). Sie, deren Leidenschaft nicht ansteigt in der Nähe ihres edlen und starken Mannes, wenn sie umgeben sind von einem Garten von Blumen, ist so gut wie tot! Was gewinnt der Kenner der Wahrheit oder der weise Kenner des Selbst wenn er das zurückweist, was ohne Anstrengung verfügbar ist? Ich sollte es meinem Mann möglich machen, eheliches Vergnügen mit mir zu teilen.
...
K. erfindet eine Geschichte: Er möchte für einen Tag in den Himmel reisen, seinen Vater zu treffen. Für S. spürbar traurig kehrt er am Abend zurück.

Sikhidhvaja: O Sohn der Götter, warum schaust du so unglücklich? Heilige erlauben nicht irgendeinem äußeren Einfluss ihr inneres Gleichgewicht zu stören.“

K. : Nun, O König, bitte höre, welches Missgeschick mich befallen hat. ...
Nachdem ich dich verlassen hatte ging ich zum Himmel und führte meine Pflichten dort aus. Als der Abend kam, verließ ich den Himmel um zu dir zurückzukehren. Im Raum unterwegs sah ich den Weisen Durvasa wie er in Hast dahinflog um rechtzeitig zum Abendgebet da zu sein. Er war verdeckt in den dunklen Wolken und mit Blitzen umgeben. Das ließ ihn aussehen wie eine Frau in Hast, ihren Liebhaber zu sehen. Ich grüßte ihn und sagte dies so zum Spass. Wütend über meine Vermessenheit, verfluchte er mich: „Für diese Frechheit wirst du jede Nacht zu einer Frau werden.“ Nun bin ich bekümmert nur bei dem Gedanken dass ich jede Nacht eine Frau werden soll.
...
S. „beruhigt“ K., und „die Verwandlung K. zur Frau geschieht nun jede Nacht.
Cudala lebte tagsüber als junger männlicher Asket und nachts als eine Frau


Vasistha: Nach ein paar Tagen derartiger Gemeinschaft sagte K. zu S.:
O König, höre meinen Vorschlag. Für einige Zeit bin ich nun eine Frau in der Nacht geworden. Ich wünsche die Rolle einer Ehefrau eines würdigen Ehemannes zu leben. In den drei Welten gibt es nichts dass mir lieber wäre als Du es bist. Daher wünsche ich dich zu heiraten und eheliches Vergnügen zu genießen (enjoy conjugal pleasures with you). Dies ist natürlich, schön und möglich. Welcher Fehler sollte darin liegen? Wir haben beide Begierde und Ablehnung aufgegeben, und wir beide haben dieselbe Sichtweise. Daher lass uns tun was natürlich ist, ohne Begierde und Abneigung.“

S. ist einverstanden, und es findet eine Hochzeitszeremonie im Wald statt. K. bekommt den Namen Madanika als Frau.
Sie lebten auf diese Weise in Höhlen und verschiedenen Wäldern.


Nach einigen Monaten dachte Cudala (als Kumbha):
„Ich sollte die Reife des Königs testen, indem ich die Vergnügungen und das Entzücken des Himmels vor ihm ausbreite. Wenn er durch diese unberührt bleibt, dann wird er nie wieder Vergnügen suchen.“

Cudala erschuf mit ihren magischen Kräften eine Vision, in der S. Indra sieht, der von der Vortrefflichtkeit S's gehört haben will und ihn einlädt, ihm in den Himmel zu folgen. S. lehnt jedoch ab.

Nachdem der erste Test erfolgreich verlaufen war, folgt noch ein zweiter:
In derselben Nacht erschuf sie mit ihren magischen Kräften einen wunderschönen Garten mit einem wunderschönen Bett darin. Sie erschuf einen jungen Mann, körperlich noch attraktiver als S.. Dann auf dem Bett erschien sie sitzend auf dem Bett mit ihrem Liebhaber in enger Umarmung.
S. hatte seine Abendgebete ausgeführt und schaute nach seiner Frau Mandika. Nach einiger Suche entdeckte er den geheimen Platz des Paares. Er sah sie vollkommen aufgehen in ihrem Liebesspiel. ...genaue Beschreibung folgt hier...
S. sah dies alles aber war unberührt. Er wünschte nicht, sie zu stören und ging fort. Aber seine Anwesenheit war von dem Paar bemerkt worden. Er sagte zu Ihnen: „Bitte, lass mich nicht euer Glück stören.“
Nach einiger Zeit, als Madanika aus dem Garten kam und S. traf, schämte sie sich ihres Benehmens. Aber der König sagte: „Meine Liebe, warum kamst du so früh heraus? Sicherlich leben alle Lebewesen um Glück zu erfahren. Und es ist schwierig in dieser Welt ein Paar zu finden, das in solcher Harmonie ist. Ich bin deswegen nicht ärgerlich, denn ich weiss sehr wohl, was Menschen sehr schätzen in dieser Welt...

Cudala (als Madanika) bittet ihn um Verzeihung
S.: Ich bin dir nicht böse, meine Liebe. Aber es ist angebracht, dass ich dich von jetzt an als einen guten Freund betrachte und nicht als Ehefrau.“

Vasistha:
Cudala war erfreut über der Haltung des Königs, die endgültig bewiesen hatte, dass er einen Zustand jenseits von Lust und Wut erreicht hatte. Sofort wechselte sie ihre vorherige Form von Madanika zu Cudala.

S. erkennt Cudala und wundert sich.
Cudala klärt ihn dann auf. Er erkennt, dass sie die Form von Kumbha angenommen hatte.


Cudala: Von dem Tag an, an dem du unklugerweise dein Königreich aufgegeben hattest und hierher kamst um Entbehrung auszuüben, habe ich mich bemüht um dein spirituelles Erwachen. Es war ich, der die Form von Kumbha annahm, der dich anwies. Die Formen die du wahrgenommen hast, von Kumbha und den anderen, waren nicht wirklich...

S. bedankt sich bei ihr und lobt sie.
S....Wie soll ich dir das vergelten? In der Tat, liebende Frauen versuchen auf diese Art, ihre Ehemänner von diesem Ozean des Samsara zu befreien. Darin erreichen sie, was sogar die Schriften, Guru und Mantra nicht in der Lage sich zu erreichen, aufgrund ihrer Liebe für den Ehemann....

Cudala:
Herr, als ich sah, dass du bedeutungslose Entbehrung auf dich nahmst, war mein Herz voller Schmerz. Ich erleichterte mich von diesem Schmerz, indem ich hierher kam und versuchte dich zu erwecken. Es war in der Tat für meine eigene Freude und Entzücken. Ich verdiene kein Lob dafür!

...
Zum Schluss fragt Cudala S. , was er jetzt zu tun wünscht. Er sagt, was immer sie zu tun gedenkt, er wird ihr folgen.

Cudala: Herr, wir sind nun etabliert im Zustand der Befreiten Wesen. Für uns ist Verlangen und sein Gegenteil dasselbe. Von welchem Nutzen ist die Disziplin des Prana oder die Praxis des unendlichen Bewusstseins? Daher sollten wir sein, was wir zu Beginn waren, in der Mitte und am Ende und die eine Sache abgeben, die danach bleibt. Wir sind König und Königin am Anfang, in der Mitte und am Ende. Die eine Sache, die aufgegeben werden muss ist die Täuschung (delusion). Daher, lass uns zum Königreich zurückkehren und es mit einer weisen Führung ausstatten.

So kam es dann auch... Ende der Geschichte

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 70x ANGESCHAUT

Kommentar

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben!

Mitglied werden yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen