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Besondere Gnade für alle Menschen

Im gegenwärtigen Zeitalter ist das Chanten des Hare-Kṛṣṇa-mahā-mantra - Hare Kṛṣṇa, Hare Kṛṣṇa, Kṛṣṇa Kṛṣṇa, Hare Hare / Hare Rāma, Hare Rāma, Rāma Rāma, Hare Hare - für alle Menschen der beste Weg zur Selbstverwirklichung. Im Zeitalter des Kali sind die bedingten Seelen so sehr in sündhafte Handlungen verstrickt, dass es ihnen nicht möglich ist, auf systematische Weise den vedischen Vorschriften zu folgen. Das Chanten des Hare-Kṛṣṇa-mahā-mantra ist das besondere Entgegenkommen śrī Caitanya Mahāprabhus, der Kṛṣṇa selbst ist. Er erschien vor fünfhundert Jahren und rief die Bewegung des sankīrtana (gemeinsames Chanten der heiligen Namen des Herrn) ins Leben, um die gefallenen Seelen zu erlösen. śrī Caitanya zitierte oft folgenden Vers aus dem Bṛhan-nāradīya Purāna (3.8.126):

harer nāma harer nāma
harer nāmaiva kevalam
kalau nāsty eva nāsty eva
nāsty eva gatir anyathā

"Im gegenwärtigen Zeitalter des Kali ist der einzige Weg, Erlösung zu erlangen, das Chanten des heiligen Namens, das Chanten des heiligen Namens, das Chanten des heiligen Namens des Herrn. Es gibt keinen anderen Weg, keinen anderen Weg, keinen anderen Weg."

brahmānda bhramite kona bhāgyavān jīva
guru-kṛṣṇa-prasāde pāya bhakti-latā-bīja


"Das Lebewesen durchläuft verschiedene Leben und Körper und wandert im ganzen Universum von einer Situation zur anderen; wenn es aber vom Glück begünstigt ist und Kṛṣṇas Gnade empfängt, findet es einen echten spirituellen Meister und erhält von ihm den Samen der Kletterpflanze des hingebungsvollen Dienstes (bhakti)."

Wenn das Lebewesen wirklich intelligent ist, wird es diesen Samen in sein Herz säen und bewässern. So wie man einen Samen in der Erde bewässern muss, damit er aufgeht, muss man auch den Samen der bhakti sorgsam bewässern, nachdem man ihn im Herzen empfangen hat. śravanam kīrtanam, das Hören und Chanten über die Herrlichkeiten Kṛṣṇas, ist das Wasser, das den Samen des hingebungsvollen Dienstes gedeihen lässt.

Durch Kultivierung des hingebungsvollen Dienstes für Kṛṣṇa entkommen wir unserer leidvollen Lage in der materiellen Welt, die Kṛṣṇa in der Bhagavad-gītā als duhkhālayam bezeichnet, einen Ort des Elends. Mit anderen Worten, wenn wir durch das Hören und Chanten des heiligen Namens bei Kṛṣṇas Lotosfüßen Zuflucht suchen, werden unsere Geburten und Tode in dieser unglückseligen materiellen Welt ein Ende haben.


Vom feinstofflichen zum spirituellen Körper


Das śrīmad-Bhāgavatam beschreibt in allen Einzelheiten die Geburt des bedingten Lebewesens. Entsprechend seinem karma wird das Lebewesen in den Samen eines bestimmten Vaters versetzt. Der grobstoffliche Körper des Lebewesens entsteht durch die Vereinigung von Vater und Mutter. Wenn der Same des Vaters und das Ei der Mutter während des Geschlechtsverkehrs zusammenkommen, gehen die Wesensarten von Vater und Mutter eine Verbindung ein, die vom Kind angenommen wird.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Körper; kein Körper gleich dem anderen. Die verschiedenen Körper haben ihre Ursache im karma. Unserer früheren Handlungsweise gemäß entwickeln wir einen bestimmten feinstofflichen Körper, der aus Geist, Intelligenz und falschem Ego besteht, und auf der Grundlage des feinstofflichen Körpers erhalten wir einen bestimmten grobstofflichen Körper. Dies erklärt śrī Kṛṣṇa in der Bhāgavad-gītā (8.6):

yam yam vāpi smaran bhāvam
tyajaty ante kalevaram
tam tam evaiti kaunteya
sadā tad-bhāva-bhāvitah

"Was auch immer der Daseinszustand ist, an den man sich erinnert, wenn man seinen Körper verlässt, o Sohn Kuntīs, dien Zustand wird man ohne Zweifel erreichen."

Der Zustand des feinstofflichen Körpers im Augenblick des Todes leitet sich von der Gesamtsumme der Handlungen während des Lebens her. Wenn ein Mensch darin unterwiesen wird, seinen feinstofflichen Körper durch die Entwicklung von Kṛṣṇa-Bewusstsein zu verändern, bildet sein feinstofflicher Körper im Augenblick des Todes einen grobstofflichen Körper, in dem er ein Geweihter Kṛṣṇas sein wird. Wenn er noch fortgeschrittener ist, braucht er gar keinen weiteren materiellen Körper mehr anzunehmen, sondern wird sogleich einen spirituellen Körper bekommen und nach Hause, zu Gott, zurückkehren. Dies ist die Vollkommenheit des menschlichen Lebens.

Aus "Im Angesicht des Todes", 11. Kapitel

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