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Auch beim Yoga das Maß wahren – bei Überlastung drohen gesundheitliche Schäden

Yoga verbessert das Körperbewusstsein und lindert stressbedingte Störungen des Körpers wie Rücken-, Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Werden die Körperübungen allerdings nicht richtig ausgeführt, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.



Korrekt ausgeübtes Yoga stärkt Körper und Geist
Beim Yoga handelt es sich um eine philosophische Lehre mit Wurzeln in Indien, zu der sowohl geistige wie auch körperliche Übungen gehören. In unseren Breitengraden stehen insbesondere die Körperübungen namens Asanas – ruhende Körperstellungen - im Mittelpunkt. Die Yoga-Übungen trainieren Gleichgewicht, Flexibilität und Kraft. In der Regel gesellen sich im Rahmen einer Übungsstunde auch Meditationen, Atemübungen sowie Tiefenentspannung hinzu. Yoga zielt darauf ab, Atem, Seele, Geist und Körper in Einklang zu bringen und dadurch mehr innere Gelassenheit zu erreichen. Hierbei haben sich etwa Übungen mit Bezeichnungen wie "Hund", "Pflug" oder "Kobra" etabliert. Gerade für gestresste Menschen ist die ausgleichende sowie beruhigende Wirkung des Yoga ideal. Laut Schätzungen des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland (BDY), praktizieren hierzulande etwa 3 Mio. Menschen regelmäßig Yoga.

Unsachgemäß praktizierte Yoga-Übungen bergen Gesundheitsrisiken
Wie andere Sportarten auch birgt Yoga bei falscher Ausübung jedoch durchaus Risiken, die nicht unterschätzt werden dürfen. Bei falscher Ausführung drohen gerissene Bänder, entzündete Nerven, gereizte Gelenke oder gezerrte Muskeln.

Gefährlich wird es meist dann, wenn die Teilnehmer ihre persönlichen Grenzen nicht kennen, sich überschätzen oder von schlechten Lehrern angeleitet werden. Viele beachten nicht, dass bestimmte Übungen − wie etwa die Königsdisziplin Kopfstand − viele Trainingsstunden erfordern und der Körper hierbei extremen Belastungen ausgesetzt ist. Selbst Fortgeschrittene sind dann vor Verletzungen nicht gefeit.

Welche Verletzungen können bei Überlastung zum Beispiel entstehen?
Physiotherapeuten und Medizinern sind die Risiken von Yoga als Trendsport schon länger bekannt. Dabei sind insbesondere Hüft-, Knie- und Schultergelenke sowie Wirbelsäule gefährdet.
Werden etwa beim typischen Lotussitz mit gekreuzten Beinen die Knie mit zu großer Anstrengung in Richtung Boden gedrückt, so leiden darunter die Kniegelenke. Ein falsch ausgeführter Schulterstand endet zumeist mit erheblichen Nackenschmerzen. Übungen wie die „Kobra“ können dem Rücken schwer zu schaffen machen, wenn man sich hierbei zu stark zurückbeugt (in Relation zur Muskelkraft).

Die häufigsten Verletzungen ereignen sich am Kniegelenk (26,8%) sowie an der Hals- und Lendenwirbelsäule (19%). Über lange Zeit können die Bänder im Extremfall regelrecht ausleiern und die Gelenke bieten keinen sicheren Halt mehr. Die Yoga-Übungen können dem Körper so seine Stabilität nehmen, statt diesen zu kräftigen – wie eigentlich angestrebt und bei sachgemäßem Training ja auch möglich.

Bandscheibenvorfall durch Yoga?
Exzessiv und inadäquat ausgeübtes Yoga kann sogar zu einem Bandscheibenvorfall führen. Wird ständig ungleichmäßiger Druck auf die Bandscheibe ausgeübt, degeneriert diese einseitig und verliert an Elastizität sowie Dicke. Langfristig stellt sich eine schmerzhafte Dysfunktion der Bandscheibe ein und es kommt zu einem Bandscheibenvorfall. Die Bandscheibe kann dann nicht länger als Dämpfer zwischen den Wirbeln fungieren.

Alarmsignale für einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule beispielsweise sind Schulter- und Nackenschmerzen, welche in die Arme ausstrahlen und gar Taubheitsgefühle hervorrufen können. Tinitus, Kopfschmerzen sowie Schwindelanfälle können sich hinzugesellen.

Werden solche Beschwerden im Zusammenhang mit dem Yoga wahrgenommen, sollte ein Neurochirurg konsultiert werden. Dieser ermittelt die möglichen Ursachen, lokalisiert das Schmerzzentrum, stellt etwaige Bewegungseinschränkungen fest und erarbeitet eine individuelle Therapie. Ansprechpartner hierfür sind beispielsweise spezialisierte Ärzte orthopädischer Kompetenzzentren wie der Kölner ORTHOPARC-Klinik. Detailinformationen zur Wirbelsäulenchirurgie und möglichen Behandlungsmethoden von Rückenschmerzen stellt die Klinik zur Einsicht hier auf ihrer Website zur Verfügung.

Im Rahmen eines operativen Eingriffs kann mittels der Implantation von körpereigenem Knochenmaterial eine langfristige Stabilisierung des betroffenen Abschnitts der Wirbelsäule erreicht werden. Eine Linderung der Schmerzen wird hingegen auch oft durch konservative Therapien und physiotherapeutische Maßnahmen oder eine gezielte medikamentöse Schmerztherapie erreicht.

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