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Ahimsa, eine Eigenschaft des Starken

Wenn Du Ahimsa praktizierst, mußt Du mit Beleidigungen, Vorwürfen, Kritik und auch Tätlichkeiten fertig werden. Du darfst keine Vergeltung üben oder jemanden zu beleidigen wünschen, auch wenn Du noch so sehr provoziert wirst. Du darfst gegen niemanden schlechte Gedanken hegen oder Haß empfinden. Du darfst nicht fluchen. Du mußt bereit sein, um der Wahrheit willen sogar freudig Dein Leben zu lassen. Nur durch Ahimsa kann die letzte Wahrheit erreicht werden.

Ahimsa ist der Gipfel des Mutes. Ahimsa ist ohne Furchtlosigkeit unmöglich. Gewaltlosigkeit kann nicht von schwachen Menschen geübt werden. Ahimsa kann nicht von einem Menschen praktiziert werden, der furchtbare Angst vor dem Tod hat, keine Geduld und keine Widerstandskraft besitzt. Es ist ein Schild, nicht des Verweichlichten sondern des Mächtigen. Ahimsa ist eine Eigenschaft im Verhalten des Starken. Ahimsa ist eine Waffe des Starken. Wenn Du mit einem Stock geschlagen wirst, sollst Du nicht an Vergeltung denken oder schlechte Gedanken gegenüber dem Peiniger hegen. Ahimsa ist Vollkommenheit im Verzeihen.

Erinnere Dich an die Handlungsweise der Weisen von einst. Jayadeva, der Autor der Gita-Govinda, machte seinen Feinden, die seine Hand abhackten, große ,reichhaltige Geschenke und erzielte für sie durch seine aufrichtigen Gebete Mukti (Befreiung). Er sagte: “Oh Gott, Du schenktest Deinen Feinden Ravana und Kamsa Mukti. Warum kannst Du nun nicht auch meinen Feinden Mukti geben?” Ein Heiliger oder ein Weiser hat ein großmütiges Herz

Pavahari Baba trug den Sack mit Gefäßen hinter dem Dieb her und sagte: “Oh Dieb Narayana! Ich wußte nicht, daß Du meine Hütte aufgesucht hast. Ich bitte Dich, nimm dies entgegen.” Der Dieb war ziemlich erstaunt. Er gab seine schlechte Gewohnheit von diesem Moment an auf und wurde ein Schüler Pavahari Babas.

Wenn man der noblen Handlungsweise von Heiligen, wie Java Deva oder Pavahari Baba gedenkt, muß man ihren Prinzipien und Idealen folgen.

Aus: Göttliche Erkenntnis von Swami Sivananda
Und hier gibt es weitere Bücher von Sivananda.
Erklärungen zu den verwendeten Sanskrit-Begriffen.
Quelle: www.yoga-vidya.de, Europas größtes Seminarhaus für Yoga, Ayurveda und Meditation.

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Kommentar

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Kommentiert von empty am 20. April 2012 um 10:09am

... und Jesus sagte, wenn Du auf die linke Wange geschlagen wirst, dann halte auch die rechte hin .... in der Psychotherapie nennt man das paradoxe Intervention , auch das Hinterhertragen des vergessenen Diebesgutes - das habe ich auch schonmal bei den Wüstenväten gelesen. Es scheint so zu sein, dass die ursprüngliche "böse" Absicht im Anblick oder Fühlen von Liebe und Mitgeühl keine Chance hat und ein Teil in uns ins Vibrieren kommt der eben sehr stark mit der Liebe verbunden ist. Jetzt geht es noch darum, es im Alltag zu üben und sich zu trauen, en Mut zu haben nicht zu reagieren - wie immer mit diesen Qualitäten - leicht ist es nicht. Es scheint so zu ein, dass s leichter ist dr Strasse es Unheisamen zu folgen als der des Heilsamen ...

Danke für die Reflektionen :-)

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