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Tag 48... und eine mürrige Stimme im Hinterkopf die sich fragt, warum tu ich das eigentlich?!? Warum soll ich jetzt raus gehen und Yoga machen.. bin müde.. hab Hunger.. und soo toll sieht es draußen nicht aus....

neee ich hab echt keine Lust heute..

Ich schlurfe ins Wohnzimmer mit einem krächzenden "KAAAFFFEEEE" Gewinsel.. in der Hoffnung mein Freund erkennt meine Not und sprintet in die Küche um mir Sekunden später einen lecker duftenden Kaffee unter die Nase zu halten..

aber Nein.. statt dessen kam: "gehst du jetzt Yoga machen?"

*grummel* jaaa.. genau das wollte ich gerade tun.. und stelle mich vor die Terrassen-Tür... strecken, gähnen, quietschen..  ne wach nennt man das nicht was ich gerade bin... bewusstlos trifft es eher..

 

Wann stellt es sich denn bitte ein bei den 100 Tagen, dass ich das GERN mache.. dass ich morgens freudig aufstehe und einfach total gerne Yoga machen möchte.. ab und an ist das ja auch schon so gewesen in den letzten 47 Tagen.. aber meistens kostete es mich schon überwindung. Jetzt hab ich fast die Hälfte... und immer noch ist es mühsam statt leicht..

War ja auch ne echt tolle Idee von mir, MORGENS sowas anzufangen... ICH ... der Morgenmuffel, der ohne Kaffee normal nicht mal grad stehen kann...

Doch der motivierte Anteil in mir schaffte es auch heute, während der Morgenmuffel motzte, sich einfach schonmal an den Teich zu stellen und die Matte auszurollen. Na wenn ich jetzt schon hier stehe.. kann ich auch loslegen.

 

Nach zwei zaghaften Dehnversuchen erinnerte ich mich an die tolle Wirkung der Sonnengrüßen in Ravensburg am Dienstag. Und so legte ich los einen sonnengruß an den nächsten zu reihen.. die Gedanken schweiften mal wieder überall hin nur nicht zu MIR. Erst als ich ganz bewusst mit Affirmationen begann entstand Ruhe, Leichtigkeit und ein tolles Gefühl.

Ich begrüße die Sonne (Rückbeuge nach oben strecken), empfange die Kräfte von Mutter Erde (Vorbeuge), öffne mich für das, was vor mir liegt (rechtes Bein zurück, Brustkorb heben), bin gestärkt für den Tag (Brett), öffne hingebungsvoll (Knie, Brust + stirn zum Boden) mein Herz (Kobra), überwinde alle Hindernisse und Steine (nach unten schauender Hund), widme mich den Hoffnungen und Ideen die vor mir liegen (re Fuß nach vorne, Brustkorb heben), bin dankbar für die Kraft von Mutter Erde (Vorbeuge) und empfange dankbar den Tag (nach oben strecken, Namasté)

Die Sätze kamen ganz klar während jeder einzelnen Asana und wiederholten sich immer wieder.... ich führte den Sonnengruß mit geschlossenen Augen aus - außer die Kobra...es ist einfach wunderschön, wenn ich mit der Nase so über dem Teich liege und das gefühl haben selbst als schlange durch den Teig zu schlängeln :)

Und es entstand ein fließender Bewegungsablauf mit absoluter Achtsamkeit... keine ahnung wie viele Sonnengruße ich machte.. als ich das Gefühl hatte, es sei genug, machte ich noch eine runde, in die ich noch zwei Variantionen einbaute und etwas länger hielt.

Blieb im Anschluss einige Atemzüge in Tadasana und setzte mich in die Kuhgesichtshaltung :) ich mag sie recht gern inzwischen.. :) ja wirklich. wobei die rechte Seite weit besser geht als die linke. aber das wird.

Tja und so beendete ich nach gut 25 minuten mein Yogaprogramm und fühlte mich wach, fit und stolz mal wieder die mürrige morgenmuffel-silke überlistet zu haben =)

Einen schönen Sonntag wünsch ich euch.

Namasté Silke

 

 

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