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Das Glasperlenspiel..

Josef Knecht steigt im Orden von Kastalien zum Glasperlenspielmeister auf. Er verwirklicht sich, indem er seine persönlichen Belange zurücknimmt und zunächst dem Orden dient und später – auf einer höheren Entwicklungsstufe – dem Land bzw. einer Familie oder deren Sohn.

Ein zentraler Gedanke ist die Gegensätzlichkeit des geistigen und des natürlichen Lebens.

"Wir sollen nicht aus der Vita activa in die Vita contemplativa fliehen, noch umgekehrt, sondern zwischen beiden wechselnd unterwegs sein, in beiden zu Hause sein" - sagt Josef Knecht, Hauptprotagonist.

Hermann Hesse betont auch in diesem Buch (wie in "Siddhartha"), dass er nicht an eine bestimmte Lehre glaube. Jeder Mensch müsse Stufe für Stufe seinen eigenen Weg gehen – wie Josef Knecht, dem er die folgenden Worte in den Mund legt:
"Die Wahrheit wird gelebt, nicht doziert."

von Hermann Hesse in "Das Glasperlenspiel"
(1946 erhielt Hermann Hesse den Nobelpreis für Literatur)

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Kommentar

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Kommentiert von Satyarupa am 2. September 2008 um 10:00am
Liebe Simone,
es macht mich nachdenklich, wieso du mir so etwas unterstellst?
Weil ich manchmal meiner inneren Stimme folge ohne auf andere zu hören, oder weil ich nicht so gern mit anderen Diskutiere? Hm.., vielleicht kannt du mir einen klitzekleinen Wink geben, denn irgendetwas scheint an mir vorbeigegangen zu sein?! Vielleicht auch als Mail, dann müssen wir das nicht über die Kommentarwand ausdiskutieren..
Liebe Grüße,
Satyarupa
Kommentiert von Satyarupa am 1. September 2008 um 3:31pm
Liebe Simone,
ich glaube wir stehen auf dem gleichen Punkt.
Es ist nur eine Frage der Herangehensweise im Augenblick der Meinungs- (Vorstellungs-) Ver-Äußerung.
Von der Metaperspektive aus betrachtet, sehe ich auch jegliche Argumentation und Diskussion als hirngespinstige Vorstellung - als unreal, als virtuelle Gedanken -, also auch Täuschung die vor etwas gestellt wird, das wirklich ist.
Jedoch gibt es Augenblicke, in denen mein gesamtes Sein nach einem konkreten Selbstausdruck dürstet, wie z.B. mal Meditation, mal Knutschen.. ;) Und in solchen Augenblicken halte ich mich gerne an mich und gehe dem nach, ohne darüber nachzudenken ob es jetzt "richtig" wäre oder nicht.
Wie Josef Knecht schon sagte:
"Die Wahrheit wird gelebt, nicht doziert." Und so halte ich den lebendigen Wechsel zwischen Sinnlichkeit und Besinnung als Sinnvoll. :-) ..das Reden darübe weniger..
Wünsche dir einen sonnigen Tag und ein ebensolches Gemüt!
OM
Satyarupa
Kommentiert von Satyarupa am 1. September 2008 um 12:28pm
Ja, ich glaube so ähnlich verhält sich das.
Das kontemplative Leben ermöglicht mir größtmögliche Freude im aktiven Leben. Nur aktives Leben bekommt im Laufe der Zeit einen faden Beigeschmack und es zieht mich in die Kontemplation. Je länger ich dann strebe, umso mehr bin ich wieder bereit für die Welt "da draußen".
Vielleicht noch ein anderes Beispiel: Wenn ich Knutschen toll finde, dann knutsche ich. Je länger ich knutsche, desto langweiliger finde ich es. Dann will ich meditieren. Je länger ich meditiere, umso intensiver und reichhaltiger wird die nächste Knutscherei.. ;o) ..und beides macht Sinn.
Ich erachte es nicht für sinnvoll, sich sich für ENTWEDER Knutschen ODER Meditation entscheiden zu müssen. Sondern SOWOHL ALS AUCH beides zu leben, die Gegensätze zu vereinen.
*OM*

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