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kuṇḍalinyanubhūtiḥ jñānayoginaḥ - Kuṇḍalinī-Erfahrung eines Jñānayogī's (2)

कुण्डलिन्यनुभूतिः ज्ञानयोगिनः kuṇḍalinyanubhūtiḥ jñānayoginaḥ (Ligaturen fehlen, s.u.)

Kuṇḍalinī-Erfahrung eines Jñānayogī's (2)

नमस्ते namaste


Hallo, da bin ich wieder.


Vorerst nur kurz, da ein Kuṇḍalinī-Yogī seinen Morgen nicht vor dem Bildschirm seines PC's beginnen sollte. Ich mache - der 'Life-Übertragung' zuliebe (ich schreibe über Kuṇḍalinī-Erfahrung als einer, der sie bereits mehrfach gemacht hat und sie seit gestern morgen wieder macht) - eine Ausnahme.


Nach einem tiefen Schlaf (suṣuptyāḥ) und einem wunderschönen Traum (bhadrasvapna), den ich wie einen mehrfach gesehenen Film in jeder Einzelheit nacherzählen könnte, bin ich pünktlich um 5.10 aufgewacht mit neuen Ideen für die verschiedenen Yoga-Blogs, an denen ich im Augenblick arbeite.

Weiterer Verlauf des frühen Morgens

Kleiner Satsang:

9 x das Traiyambaka-Mantra / MṛtyuṃjayaMmantra (ṛgveda 7.51)


[ॐ] तर्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम | [oṃ] tryambakaṃ yajāmahe sughandhiṃ puṣṭivardhanam |

उर्वारुकमिवबन्धनान मर्त्योर्मुक्षीय माम्र्तात || urvārukamivabandhanān mṛtyormukṣīya māmṛtāt ||

Wir verehren den Dreiäugigen, den lieblich Duftenden, den Wohlstands-Mehrer. / Wie die Gurke von ihrer Fessel, sei ich vom Tode befreit, aber nicht von der Unsterblichkeit.

3 x das Gāyatrī-Mantra (ṛgveda 3.62) mit vorangestelltem Vyāhṛtitraya (rituelle Anrufung der drei Welten (lokatraya n.).

ॐ भूर्भुवर् स्वर् oṃ bhūr_bhuvar svar |

oṃ bei der Erde (bhūr-loka), der Zwischenwelt (=bhuvar-loka), dem Himmel (= bhuvar-loka)


तत सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि | धियो यो नः प्रचोदयात ||

tát savitúr váreṇyaṃ bhárgo devásya dhīmahi | dhíyo yó naḥ pracodáyāt ||


So lasst uns des All-an-regers Savitā, des göttlich-leuchtenden erlesenen Glanz (meditierend) er-denken, der uns die Gedanken an-regen möge (= der uns das rechte Denken eingeben möge).


3 x saha nāvavatu (Kṛṣṇa Yajurveda Taittirīya Upaniṣad 2.1.1)


ॐ सह नाववतु oṃ saha nāvavatu [oṃ gemeinsam möge er uns beide beschützen]

सह नौ भुनक्तु saha nau bhunaktu [gemeinsam möge er uns beide leiten]

सह वीर्यं करवावहै saha vīryam karavāvahai [gemeinsam mögen wir beide Machtvolles tun]

तेजस्वि नावधीतमस्तु tejasvi nāvadhītamastu [glänzend möge uns das Gelernte sein]

मा विद्विषावहै mā vidviṣāvahai [nicht mögen wir miteinander streiten]

ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ [oṃ Frieden Frieden Frieden]


Soweit (für heute) der kleine Satsang


gefolgt von


12 x sūrya namaskāra [Sonnengruß] mit bījamantras (gesungen) und Konzentration auf die Chakra's


1 oṃ hrāṃ (ॐ ह्रां) oṃ mitrāya namaḥ (ॐ मित्राय नमः) अनाहत -anāhata

2 oṃ hrīṃ (ॐ ह्रीं) oṃ ravaye namaḥ (ॐ रवये नमः) विशुद्ध viśuddha

3 oṃ hrūṃ (ॐ ह्रूं) oṃ sūryāya namaḥ (ॐ सूर्याय नमः) स्वाधिष्ठान svādhiṣṭhāna

4 oṃ hraiṃ (ॐ ह्रैं) oṃ bhānave namaḥ (ॐ भानवे नमः) आज्ञा ājñā

5 oṃ hrauṃ (ॐ ह्रौं) oṃ khagāya namaḥ (ॐ खगाय नमः) विशुद्ध viśuddha

6 oṃ hraḥ (ॐ ह्रः) oṃ puṣṇe namaḥ (ॐ पूष्णे नमः) मणिपूर maṇipūra

7 oṃ hrāṃ (ॐ ह्रां) oṃhiraṇya garbhāya namaḥ (ॐ हिरण्यगर्भाय नमः) स्वाधिष्ठान svādhiṣṭhāna

8 oṃ hrīṃ (ॐ ह्रीं) oṃ marīcaye namaḥ (ॐ मरीचये नमः) विशुद्ध viśuddha

9 oṃ hrūṃ (ॐ ह्रूं) oṃ ādityāya namaḥ (ॐ आदित्याय नमः) आज्ञा ājñā

10 oṃ hraiṃ (ॐ ह्रैं) oṃsavitre namaḥ (ॐ सवित्रे नमः) स्वाधिष्ठान स्वाधिष्ठान svādhiṣṭhāna

11 oṃ hrauṃ (ॐ ह्रौं) om arkāya namaḥ (ॐ अर्काय नमः) विशुद्ध viśuddha

12 oṃ hraḥ (ॐ ह्रः) oṃ bhāskarāya namaḥ (ॐ भास्कराय नमः) अनाहत anāhata

Erst jetzt schalte ich den PC ein, überprüfe ob Avira auf dem neuesten Stand ist, schaue kurz in google.mail, und lege los.

Zwischenbilanz:

Was bestens funktioniert:

एकाग्रता ekāgratā [-tā] f. phil.= Einpünktigkeit, vollkommene mentale Konzentration

(nichts kann mich ablenken: mein Schäferhund Lolop hat gerade eine Zahnbürste zerkaut,die ich für einen Knochen hielt; als ich 1974 meine Doktorarbeit schrieb hat mein 18 Monate alter Sohn mein Lieblingsbuch mit einem Füllfederhalter bemalt und einige Seiten herausgerissen, schließlich das Buch auf den Boden geknallt, um endlich meine Aufmerksamkeit zu gewinnen).

Gedächtnis:

alle passenden Zitate fallen mir im richtigen Moment ein und ich muss meinen Geist zügeln, damit mir nicht zu viel einfällt.

Gedanken und ihre sprachliche Gestaltung:

ich schreibe (zehn Finger blind) genau halb so schnell wie ich auf der Bühne oder am Redenerpult spreche, d.h. mit (über)deutlicher Diktion (als Schauspieler: lateinische Komödien oder als Professor: beim akademischen Vortrag).

Übersicht:

verliere ich in keinem Augenblick (gilt auch für den Alltag)

Laune:

die beste, und das Tag und Nacht. Sehr oft: ānanda (Wonne, Glückseligkeit), schließlich möchte ich ja meinem Künstlernamen so oft wie möglich Ehre machen:

योगानन्दिन् Yogānandin [yoga + ānanda-in] = 'Yoga-Wonniger', an Yoga (sich) Erfreuender / 'Yoga-Wonner' mit Yoga[/Sanskrit-Lehre] Erfreuender


genug für heute (Sendepause)


१ ॐ नमः शिवाय oṃ namaḥ śivāya

Jörn Yogānandin Gruber (SaSṛ )




Hinweis:

Auf dieser Seite (wie überhaupt im Internet, es sei denn man kennt die Tricks der Profis, was nicht mein Fall ist) erscheint Sanskrit (devanāgarī) in Arial Unicode MS, das u. a. keine Ligaturen kennt. Lösung: Mangal oder Sanskrit 2003 auf Deinem Computer installieren und die Texte in eine eigene Datei kopieren. Kostenlose downloads:

Sanskrit 2003 [www.omkarananda-ashram.org]

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