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'Sukadev' gibt Räsel auf - ein yogischer Spaß (abhihāsa)

सुखदेवाय नमः

Wir alle kennen und schätzen Sukadev Volker Bretz, den klugen, sonnigen, liebenswerten Gründer und Leiter von Yogavidyā. Wir sehen ihn häufig (in Bad Meinberg, im Westerwald oder auf dem Bildschirm) und hören ihn täglich (beim Satsang, im Seminar oder aus den Lautsprechern unserer Anlage). Doch - Hand auf's Herz - wißt Ihr alle, was sein spiritueller Name (im mehrfachen Wortsinn) bedeutet? Ob er es wohl selber weiß? Und wußte es sein geliebter Guruji, der ihm ja den Namen bei der Mantra-Weihe gegeben hat?

'Sukadev' gibt Rätsel auf. Damit meine ich natürlich den Namen, nicht den Joga-Meister.

Für einen Augenblick

versetze ich mich zurück in die Lage eines Yoga-Neulings (wie ich es noch im April 2007 war: Beginn der Yogalehrer-Ausbildung), der von Sanskrit keine Ahnung hat, dafür aber ein versierter Internaut ist.

So einer befragt natürlich zunächst einmal die beiden einschlägigen online-Sanskritwörterbücher, die ihm die folgende Auskunft geben:

input:

sukadev

output:

Monier Williams Sanskrit-English Dictionary (2008 revision)

No matches found for: 'sukadev'

The Sanskrit Heritage Dictionary - Version 229 [2008-08-25]

No solution to chunk sukadev / sukadev not found in dictionary

Nanu!

Gleich mal nachsehen, was sie zu Sivananda sagen

MW: No matches found for: 'sivananda'

SHD: No solution to chunk sivananda

Na so was!

Und Visnu Devananda, der unserem Sukadev den Namen gegeben hat?

MW: No matches found for: 'visnu' (id. 'devananda')

SHD: No solution to chunk visnu devananda

Da fällt mir ein: im Westerwald (April 2007) sprechen alle ehrfurchtsvoll von ‚Swammi Schiewananda’, dabei lese ich überall‚Sivanda’. Doch diesem Namen werde ich später nachgehen, denn es sagt ja niemand (Schuhkadev)

Da ist guter Rat teuer. Was tun?

Sukadev selber fragen, was sein Name bedeutet, wenn er im Mai (2007) hierher (in den Westerwald) kommt? Der hat sicher Wichtigeres zu tun als die Fragen von Anfängern zu beantworten.

Soweit der ‚Rückstecher’ in die Vergangenheit.

Morgen geht es weiter

शुकदेवाय नमः

Jörn Brahmanandin, pardon: Brahmānandin, pardon: Yoganandin, pardon:Yogānandin (na endlich)

[zu jedem der vier Namen sagt mir das Sanskrit Heritage Dictionary:: may be analysed as: wxyz und gibt eine 'vernünftige' Lösung. Uff!]

Nachtrag:

Hier ein erster Vorschlag von meinem ( - wie ich - friedliebenden) Sanskrit-Mitstreiter Ralf:

Re: spirituelle Namen: śuk... sukh... sūk... Autor: Sūkṣmavādin (IP bekannt) Datum: 26.08.2008 20:31

Hallo Jörn,

wie wär's damit:

sukadev = suka + deva

suka = parrot (Monier-Williams)

deva = Gott, König usw.

Interpretation:

1) König / Gott der Papageien.

2) Jemand dessen Gott ein Papagei ist

3) Papagei als Gott

Ich bleibe dann doch lieber hübsch angeberisch der Sūkṣmavādin Ralf

------

Lieber Sūkṣmavādin Ralf

Dein Beitrag ist - wie immer - inspirierend: dass 'suka' laut Monier Williams eine Variante von śuka ist, hatte ich übersehen:

Monier Williams Sanskrit-English Dictionary (2008 revision)

(H1) सुक súka [p= 1220,3] [L=245607] (for श्/उक śúka), a parrot atharva-veda 22 , 4.


'sukadeva' ist allerdings nicht ein einziges Mal belegt, im Unterschied zu dem berühmten śukadeva (= Sir Papagei), über den ich demnächst berichten werde.

Doch ist der sonnige Sukadev ein 'Sir Papagei" bzw. der Herr der Papageien? Dann wären ja seine Schüler Papageien, die dem Herrn, ihrem Herrn und König nachplappern, was er verkündet!

Oder war Sukadevs Guruji - in gewissem Sinne sein Herr und Gott - ein Papagei, der nur nachgeplappert hat, was sein eigener Guruji erzählt und in seinen unzähligen Büchern geschrieben hat?

Wohl kaum.

Die Sache ist in der Tat sehr viel komplizierter.

Alles Liebe

Jörn Yogānandin

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Preisfrage: Was bedeutet der Name 'Sukadev' 'sanskritisch'? Lösungsvorschläge sind herzlich willkommen.

Zwischenfrage von Carola: - und der Preis?

Anwort: Detaillierte Anylse von drei spirituellen Namen


Nachtrag. 16.58 - Inzwischen sind bereits vier weitere Antworten eingegangen (eine hier, s.u.) und drei im Yogavidyā-Forum.


Eine einwandfreie Lösung war allerdings noch nicht dabei. Bisher nimmt Ralf Platz eins ein, da nur sein Vorschlag sprachwissenschaftlich vertretbar ist.

Anmerkung für diejenigen, die es genauer wissen wollen:

Ich gehe davon aus, dass Śrī Svāmī Viṣṇu Devānanda, sicher kein Paṇḍita (Sanskrit-und Veda-Gelehrter), wohl aber ein Inder mit der Muttersprache Hindī, sehr wohl wusste, warum er seinem Schüler Volker Bretz den (für uns rätselhaften, weil sonst nirgends belegten) spirituellen Namen Sukadev gab, den er sicher mit scharfem ‚s’ (Sibilant) ausgesprochen hat (das stimmhafte ‚s’ mit dem wir ‚Sukadev’ [Súukadef] aussprechen, ist eine Verdeutschung der originalen Aussprache).

Das – wie gesagt - nicht belegte Sanskritwort ‚Sukadeva’ wird übrigens nicht wie [Súukadeva] ausgesprochen, sondern wie [Sukadéeva], da ‚e’ [vgl. Bretz] wie ‚o’ ‚ai’ ‚au’ immer lang ist (das 'u' [Mutter] und 'a' sind dagegen kurz [Gevatter]).

(Fortsetzung folgt)

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Kommentar

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Kommentiert von Satyarupa am 27. August 2008 um 10:41am
Om Namah Shivaya
Ich hatte es bisher als "Suka" = "Wesen / Wesenheit" und "Dev / Deva" = "(Göttliches) Licht" interpretiert. Im Sinne von "lichterfülltes Wesen, welches sein Licht ausstrahlt, um andere zu erleuchten".
Kenne mich aber bei Weitem im Sanskrit nicht so gut aus wie manch Anderer hier und anderswo..
Om Shanti
Satyarupa

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