yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Yogānandin: nṛsiṃha mahāmantra

nṛsiṃha mahāmantra


Heute morgen habe ich das Nṛsiṃha Mahāmantra gehört, eindrucksvoll vorgetragen von Durgā:

http://cms.yoga-vidya.de/service.html (Neuigkeiten)

In meinem Kirtan-Heft (12. Auflage) gibt es die Nummer 108 allerdings nicht, und so habe ich den Text im Internet gesucht und gefunden, allerdings – wie fast immer – in laienhafter Umschrift und ungenauer Übersetzung:

http://www.stephen-knapp.com/prayers_to_lord_narasimhadeva.htm

Nrisimha Maha Mantra

ugram viram maha-vishnum
jvalantam sarvato mukham
nrisimham bhishanam bhadram
mrityur mrityum namamy aham

"I bow down to Lord Narasimha who is ferocious and heroic like Lord Vishnu. He is burning from every side. He is terrific, auspicious and the death of death personified."


Hier der von mir rekonstruierte Wortlaut:


नृसिंह महामन्त्र nṛsiṃha mahāmantra (Ligaturen fehlen, s.u.)

उग्रं वीरं महाविष्णुम् ugraṃ vīraṃ mahāviṣṇum

ज्वलन्तंसर्वतोमुखम् jvalantaṃ sarvatomukham

नृसिंहं भीषणं भद्रम् nṛsiṃhaṃ bhīṣaṇaṃ bhadram

मृत्युः मृत्युम् नमाम्यहम् mṛtyur mṛtyuṃ namāmyaham



Aussprache (nur das Wesentliche)

nicht ugrám virám: ugr ist lang (Doppelkonsonant), das ī von vīraṃ ist genau doppelt so lang wie ein kurzes i (vgl.
sahá viryám statt saha vīryam [Mantra: oṃ saha nāvavatu / saha nau bhunaktu ]: saha wird 'natürlich' dreimal gleich ausgesprochen [zwei kurze Silben], vīryam hat ein langes ī)

nṛsiṃhaṃ: ṛ ist ein Vokal und wird nicht wie ri gesprochen (gilt auch für mṛtyur mṛtyuṃ) ;

siṃha: deutliches ha wie in 'stimmhaft' bei überdeutlicher Aussprache

bhadram: 'bha' ist ein Buchstabe (aspiriert: das 'ha' ist hier kaum zu hören in 'stimmhaft' bei nachlässiger Aussprache) und muss von 'ba' unterschieden werden



(Übersetzung, sprachliche Analyse und Erläuterungen folgen)



Jörn योगानन्दिन् Yogānandin (Ligatur nd)

Anmerkung:

Die beiden Strophen, die Durgā im Anschluß singt,werdet Ihr demnächst hier lesen können. Weitere Nṛsiṃha- / Narasiṃha-Mantras werden folgen.

Nachtrag:

In der 13. Auflage des Kirtan-Heftes erscheint unter Nr. 108 die oben wiedergebene laienhafte Transskription ohne Übersetzung. Dafür, dass ihr eine so schlechteTextversion vorgelegen hat, singt Durgā das Mantra sehr ausdrucksvoll.



Hinweis:

Auf dieser Seite (wie überhaupt im Internet) erscheint Sanskrit (devanāgarī) n Arial Unicode MS, das u.a. keine Ligaturen kennt. Lösung: Mangal, Sanskrit 2003 Sahadeva oder Nakula auf Deinem Computer installieren und die Texte in eine eigene Datei kopieren. Kostenlose downloads:

Sanskrit 2003 [www.omkarananda-ashram.org]

Sahadeva und Nakula [bombay.indology.info]

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 17x ANGESCHAUT

Kommentar

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben!

Mitglied werden yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen