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Zeit

in der beschreibung der hindus wird die zeit durch das maß der tage und nächte des brahma gemessen.
brahma schläft und erwacht. immer wenn er schläft, zerfällt die welt in ihrer ursprüngliche formlosigkeit. jedesmal wenn er erwacht, erschafft er sie neu. dieser vorgang wiederholt sich, bis er sein hundertstes jahr vollendet hat.
dann hören er und alles sein auf zu existieren.

in einem wunderschönen bild wird beschrieben, wie seine erfolgreichen schöpfungen entstehen. vishnu liegt auf einer geringelten schlange, die auf einem kosmischen ozean schwebt. während er fest schläft, öffnet aus seinem nabel eine lotusblüte, aus der brahma steigt, um 100 jahre zu leben. im schlaf beobachtet vishnu alles. jedesmal wenn brahmas leben endet, schließt sich die lotusblüte, und vishnu hört auf zu träumen.

ein jahr in brahmas leben hat 360 tage und nächte. jeder tag, kalpa genannt, dauert 4 millionen und 32.0000 erdenjahre. die nacht ist so lang wie der tag, vergeht aber in absoluter stille.
in der schöpfung der kalpas gibt es auch vier kürzere zyklen oder weltalter, die yugas genannt werden.
das erste, satya yuga, ist der perfekteste; es wird durch einen heiligen stier dagestellt, der auf vier beinen steht.
der moralische und spirituelle verfall setzt im zweiten zyklus, dem treta yuga, ein und der stier steht auf drei beinen.
im dritten weltalter, dem dwapara yuga, wird alles noch schlimmer und der stier steht auf zwei beinen.
im vierten und letzten weltalter-kali yuga-hält sich der stier nur noch auf einem bein.

die yugas sind verschieden lang, das erste ist das längste.

satya yuga: 1,7 mill. erdjahre
treta yuga: 1,3 mill. erdjahre
dwapara yuga: 0,9 mill. erdjahre
kali yuga: 0,4 mill. erdjahre

das jetzige kali yuga, in dem wir uns befinden, begann vor etwa 3000 v. chr. demnach gab es in dieser schöpfung schon die drei yugas vor uns und sie wird noch mehrere hunderttausende von jahren andauern.

der verlauf der yugas

im verlauf der yugas findet ein langsamer, unaufhaltsamer verfall der kosmischen ordnung oder der spirituellen energie statt. in den zyklen der yugas verschwindet allmählich das gute und die menschen werden lüstern und böse. wenn die welt dann gänzlich verfallen ist, wird sie von shiva zerstört.
in jedem yuga treten alle möglichen störungen auf und verursachen ein ungleichgewicht. dann erscheint vishnu in verschiedenen inkarnationen, um das gleichgewicht wiederherzustellen und das universum zusammenzuhalten.

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Kommentar

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Kommentiert von Caitanya devi dasi am 11. Dez 2008 um 11:11pm
In jedem Yuga erscheint ein Avatar. In unserem Zeitalter war das Sri Caitanya, der goldene Avatar (Gauranga), er gilt als der versteckte Avatar. Er war der Inbegriff eines Bhakta und hat gezeigt, wie Krsna verehrt wird und welches der vorgeschrieben Vorgang für dieses Zeitalter ist, um befreit zu werden. Caitanya gilt als der perfekte Diener und die barmherzigste Inkarnation Krsnas.

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