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Namaste,

wollte einfach mal eure meinung hören, was einen lehrer für euch ausmacht. mittlerweile gibt´s ja an jeder ecke jemanden der yoga angeblich unterrichtet. ich möchte einfach mal in frage stellen das die meisten eine ahnung von yoga haben, vielleicht habe ja selbst ich eine falsche wahrnehmung von yoga...wer weiß! aber was ist euch an einem lehrer so wichtig. außer das gesamtpaket? die übungen, wie sie zusammengestellt sind? das inspirierende? die "Jahrelange" praxis? die qualifikationen? das spirituelle ohne abzuheben oder gerade weil er abgehoben ist?????????
das wäre es doch einfach mal wert raus zufinden und im undurchdringbaren nebel vielleicht einen lichtstrahl zu finden....

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Antworten auf diese Diskussion

Moin Angi,

ich denke, es kommt darauf an, was Du selber suchst. Es gibt ja keinen staatlichen Abschluss "Yogalehrer" mit einer bestimmten Grundqualifikation. Wenn überhaupt, sagt eventuell die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband / Tradition etwas über die Anforderungen aus, denen man genügen muss, bis man als Yogalehrer Iyengar - Yoga unterrichten kann oder Yogalehrer nach BDY ist. Aber solche "Qualifikationen" sind nur Leitlinen, wenn ich einen neuen Lehrer suche - jedenfalls wenn ich schon eine Vorstellung über Traditionen oder Yogastile habe und weiß, was mich im Yoga besonders anspricht.

Den Lehrer macht aus, dass - und wie - er mich anspricht. Was hat er mir zu sagen? Bleibt er in dem, was im Unterricht passiert im Außen, oder gehen wir ins Innen? Kann der Lehrer mir eine Praxis vermitteln, mit der ich in meiner Situation etwas anfangen kann?

Yoga ist mehr als ein paar Asana zu trainieren. Wenn ich das möchte, kann ich irgendwas zwischen Lifestyle Yogastudio besuchen oder einen VHS-Kurs machen. Unverbindlich, einmal in der Woche 90 Minuten "trainieren". Ich will das nicht kleinreden. So beginnt fast jeder auch tiefere Yogaweg. Bei der unverbindlichen Meditatonsgymnastik mit ein wenig "Lebenshilfe" als Sahnehäubchen sollte es aber nach Möglichkeit nicht bleiben.

Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Welcher Yogalehrer kann da noch weiter. Was ist, wenn die Fragen tiefer werden, wenn die 12 Übungen nach Yogi Swami Wasweisich oder die 6 Tamilen aus der Wochenendqualifikation zum "Yogainstruktor" nicht mehr ausreichen, den Hunger nach persönlicher oder spiritueller Weiterentwicklung zu stillen?

Da hilft es nicht, wenn mein Yogalehrer einer bestimmten Tradition einem speziellen Verband angehört. Da zählt nur, wie die Beziehung zwischen mir und meinem Yogalehrer ist. Mein wirklicher Lehrer wird nicht nur einer formalen Qualifikation genügen, sondern mich in meinem Yogaweg so begleiten können, dass er mich weiter bringen kann.

Jemanden zu finden, der mir den Sonnengruß beibringt, ist kein großes Problem. Jemand, der mir helfen kann den Gefühlen nachzuspüren die entstehen, wenn ich den Sonnengruß so oder so praktiziere ... schon! Jemand der mir helfen kann eine Praxis zu finden Entspannung zu erfahren, wenn um mich herum berufliches und privates Chaos herrscht, ist auch nicht einfach.

Aber genau das sind die Lehrer, die man auf dem Yogaweg benötigt. Die gibt es nicht an jeder Ecke sondern es sind die, die das eigene Herz treffen.

Es geht immer um die Beziehung zwischen mir und meinem Lehrer. Die muss stimmen.

Viele Grüße

Bernd
morgen,
dito, danke. sehr schön "gesagt".
Moin Maxim,

och, ich sehe das nicht so ganz dunkel. Wenn man die etwas blumige Ausdrucksweise von Vivekananda auf die Grundtatsachen zurücknimmt, so sind auf Lehrerseite diese Menschen gar nicht so selten. Vielleicht sucht man diese guten Lehrer in der Yogaszene etwas länger. Aber allgemein gibt es sie noch und mir fallen auf Anhieb ein Priester, ein Arzt und eine Yogalehrerin ein. Keine bekannten Namen, weil sie auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten nicht vorne mitspielen, aber wichtige Begleiter in meinem Leben, so wie jede Lehrer / Schülerbeziehung etwas hoch persönliches ist.

Was die Schüler angeht: Natürlich müssen sie mit ehrlichem Bemühen kommen. Aber eine Leher / Schülerbeziehung kommt erst gar nicht zustande, wenn ein Schüler das nicht mitbringt. Insoweit kann es gar keinen schlechtern Schüler geben, höchstens einen Lehrer der feststellt, dass er nicht in dieser Beziehung steckt.

Viele Grüße

Bernd
Namaste,

das ist ein Thema, das mich in letzter Zeit als Lernende und neuerdings auch als Lehrende sehr oft beschäftigt... ich hab mich gedanklich zunächst einmal von der Idee eines "All inklusiv"-Lehrers/Lehrerin verabschiedet. Damit meine ich, alle Eigenschaften eines Lehrers in einer Person zu sehen. Vielmehr beginne ich zu begreifen, dass jede Person, die mir begegnet und jede Situation, die ich bewältigen muss, meine Yoga-Gurus sind :-).

Wie auch schon gesagt wurde, glaube auch ich, dass die Suche nach Lehrern sehr individuell von statten geht; was für den einen perfekt ist, ist für den anderen momentan keine Hilfe. Ich glaube auch, dass - wie in den von Maxim zitierten Stellen von Swami Vivekanada - Wahres steckt. Das Leben schickt schon zum rechten Zeitpunkt die richtigen Lehrer und Lehrerinnen, in welcher Form auch immer.

Manchmal ist es auch eine anatomisch korrekt unterrichtete Asanastunde, die nicht viel "Inneres" beinhaltet, gerade das Richtige. Yoga macht dann schon den "Rest" mit uns...

Ich war unlängst bei einem Yoga-Workshop, von dem ich mir viel versprochen hatte, meine Erwartungen allerdings in keinster Weise erfüllt wurden. Innerlich hatte ich den ersten Tag damit verbracht zu lamentieren und noch mehr "Fehler" zu suchen. Am nächsten Tag stellte ich mich vor die Wahl frühzeitig nach Hause zu fahren, oder mich von den Erwartungen zu lösen, und zu schauen, ob ich nicht doch was "mitnehmen" kann.
Tatsächlich habe ich für mich die eine oder andere Erkenntnis, und ein paar schöne Dehnübungen, nach Hause mitgenommen :-). Ein schöne Sache war auch die, dass ich für meine beiden lieben Lehrer umso dankbarer war...

Als Yogalehrende hab ich mir vorgenommen, wann immer ich das Gefühl haben sollte, meinen Schülern nicht mehr das bieten zu können, was sie benötigten, ihnen weiterzuhelfen einen passenden Lehrer zu finden.

Ich wünsch euch allen viele inspririerende Meschen auf eurem Weg!
Suravi
ola maxim,
war doch etwas schreibfaul die tage, aber das wetter war sooo schön.....
nun lese ich hier die meinungen von allen und lächel in mich rein....
das sind doch mal die worte die auch mich bewegen.
natürlich ist jede person, jedes wesen und situation gewissermaßen ein lehrer ob gewollt oder ungewollt - ob grad passend oder nicht. aber "DEN" richtigen lehrer für sich zu finden ist doch immer wieder eine herrausforderung. vielleicht auch durch zufall auf den guruji zu treffen.
auch ein unpassender lehrer kann einem ideen mit auf den weg geben.....
.....philosophisch gesehen könnte man ja auch wieder mal sagen das das leben der größte lehrer von allen ist und einen immer fordert....
aber die letzten worte von maxim waren (für mich) schon zutreffend.
dito, vorallem auch der letzte bzw. die letzten sätze, es erscheinen einem immer neue leute und nur wenige alte bleiben.
zu damaligen zeiten hätte ich mit meinen heutigen freunden nix anfangen können - zur jetzigen zeit kann ich mit den alten bekannten nix mehr anfangen, jaja, das leben ist halt wie ein bahnhof...
mal schauen was noch kommt - wait and see....
(habe grad mit ein paar yogis und yoginis verbracht...)

shanti, shanti, shanti

angi

p.s. bis samstag max, freue mich schon auf den workshop! juhuuu :-))
ach ja, stimmt ja. muß nochmal nachgucken wo er stattfindet. kannst du mir eventuell kurz die adresse schicken?

angi
jap, danke. hatte es mir auch gleich nach dem ich gefragt hatte rausgesucht. ist ja gut mit der u-bahn zu erreichen.
mal sehen ob ich es morgen früh zum kurs schaffe.

so viele Lehrer, so viele meinungen, so viele inspirationen,....
...wie schön doch die vielseitigkeit sein kann, aber auch wie anstrengend.

AUM
Chandra Namaskara,
ich glaube.......ein Yogalehrer muß menschlich rüberkommen, aber auch als jemand der sich "ein bißchen" kennt....... In meinem Leben habe ich bei 32 Yogalehrer/innen eine oder mehrere Yogastunden gemacht und ich erinere mich an alle....... alle haben mir etwas gegeben was ich in mein Unterricht und Leben einbeziehen kann, jeder von den hat etwas gutes gesagt was in mir ewig bleiben wird und jeder von den hat kleinere oder größere "Fehler" gemacht (ich muß mich wahnsinnig anstrengen um mich an diese Fehler zu errinern)........also völlig unwichtig...... und es machte mir nicht aus ob ich mich mit der Person verstanden habe oder nicht.......was mich immer im Yoga begeistert ist die Energie die sich in einer Yogastunde bei einigen Yogalehrer entwickelt, tiefere Bedeutung des Yoga die sich entfaltet und immer freue ich mich wenn Lachen dabei ist......

Om Shanti *~*
Moin tihana,

bei mir waren es keine 32 bei denen ich Yogakurse genommen haben. Aber wenn ich das lese habe ich immer mehr den Eindruck, dass wir unterscheiden müssen zwischen Yoga-Anleiter und Yoga-Lehrer.

Jemand, der eine Stunde anleitet ist in meinen Augen noch kein Lehrer. Nur wenn sich
wie auch immer eine Beziehung zwischen Schüler und Lehrer aufbaut und gegenseitig Verantwortung für den Weg (des Schülers) übernommen wird, entsteht in meinen Augen eine Lehrsituation.

Es geht nicht um Fehler im Unterricht. Jeder Unterricht, der mir nicht schadet kann mir dazu dienen positive Erfahrungen zu machen. Nicht mal um besondere Qualifikation auch wenn ich voraussetzte, dass ein Lehrer sein Fach versteht und seine äußere Qualifikation nicht im Wochenendkurs errecht hat. Es geht im Yogaunterricht - wie in jeder spirituellen Unterweisung - immer um die Beziehung. Und da bin ich ganz sicher, dass man keine 32 Lehrer haben kann.

Viele Grüße

Bernd
morgen!
bitte die nummer 32 nicht falsch verstehen... als ich gestern auf das thema antwortete, wollte ich mich an alle leute die mir yoga unterricht gegeben haben errinern, und damit respekt zeigen....weil alle haben mir etwas gegeben und in diesm sinne sind sie auch alle meine yogalehrer.......

In dieser Diskussion geht es um persönliche meinungen also...... ich denke so - bin so.

ob anleiter oder lehrer, ob langjährige erfahrung oder wochenendkurs...... ist für mich noch immer nicht bedeutend :) ich bin fürs yoga und nicht für yogalehrer interessiert

nach meiner meinung sehr selten kann ein yoga lehrer jemanden lehren was yoga ist.... ich habe so einen nicht kennengelernt....... vielleicht weil ich persönlich sowas nicht suche.....und wenn es kommt dann werde ich mich freuen......

die yogalehrer können begleiter auf dem spirituellen weg werden, aber wie viele schüler sind dafür überhaupt interessiert....

und die "fehler" - wollte damit betonen dass die yogalehrer auch menschen sind und nicht was besonderes

und um eine verantwortung zu übernehmen.....hm hm..... natürlich.... eine verantwortung bis zu einer grenze....... aber um "verantwortung" zu übernehmen muß man selbst selbst verwirklicht sein um sich überhaupt sowas zu trauen..... und wer von den yogalehrer ist?

*~* Shanti Shanti Om *~*
Moin tihana,

zwei Punkte möchte ich herausgreifen.

Es ist richtig, dass viele Menschen zum Yogakurs gehen, ohne damit ein tieferes spirituelles Interesse zu verbinden. Man sucht Entspannung oder Hilfe bei Rückenproblemen oder was auch immer.

Nur führt Yogapraxis immer auch in die Entspannung und geht so in die Tiefe, ins Innen. Sonst ist es kein Yoga sondern bestenfalls ein wenig Gymnastik. Und wenn man ins Innen geht, dann trifft man sich selbst. Das schreckt viele ab, die bleiben dann im Gymnastischen oder machen was anderes, aber kein Yoga mehr. Grundsätzlich führt Yogapraxis ins Innere ... und dann bleibt so etwas wie spirituelle Entwicklung gar nicht aus. Das ist unvermeidlich, auch wenn es zuerst nicht bewusst geschieht oder beabsichtigt war.

Und was die Verantwortung des Lehrers angeht: Jeder Lehrer ist selber nur jemand der auf dem Weg ist.

Jeder Mensch verändert sich und ist in ständiger Entwicklung, ganz nach den in ihm angelegten Möglichkeiten. Wenn die Zeit für einen neuen Entwicklungsschritt gekommen ist, dann kann dieser auch gemacht werden. Ein Lehrer weiß das und begleitet in diesem Bewusstsein seine Schüler. Das geht von ganz einfachem Begleiten bei Körperübungen und deren Weiterentwicklung bis - wenn die Lehrer / Schülerbeziehung so angelegt ist - auch auf dem tieferen spirituellen Weg.

Dazu muss kein Lehrer erleuchtet oder selbstverwirklicht sein. Aber er sollte Erfahrung haben und selber ein gutes Stück Weg aktiv gegangen sein. Dann kann er auch die Verantwortung mit übernehmen.

Viele Grüße

Bernd
Hari Om,

ich weiss nicht warum konnte ich diese interessante Diskussion für eine Weile nicht finden........:) aber jetzt geht´s wieder los....

Ist richtig alles was Du sagst..... nur eine kliene Anmerkung, ich glaube du vermischst zwei "Sachen": Yogalehrer und Guru...... Auf dem tieferen? spirituellen Weg, ganz persönlichen weg, kann nur ein Guru begleiten und hier ist eine Beziehung wichtig.

Ein Yogalehrer mit seinem alltäglichen Leben und Problemen kann sich in diese Rolle (des Gurus) nur teilweise geben und die Verantwortung zu übernehmen, ja, er muß Erfahrung haben, aber eine Verantwortung nimmt in sich auch irgendwelche Erwartungen des Schülers zu erfüllen....... vielleicht kannst Du das, ich kann´s nicht und möchte auch nicht.......

Oder redest du über die Verantwortung ....... um den Schüler zu zeigen dass er seine Verantwortung für sich selbst mit eigenen Kräften übernehmen und erlernen sollte....... da kann ich zustimmen......

Und wie sieht eigentlich diese Begleitung des Schülers aus? Ist das ein Gespräch nach der Yogastunde, beim Tee woanders und wieviel Zeit kann man sich ein "normaler" Yogalehrer für den Schüler nehmen........

Natürlich kann passieren dass man einen Yogalehrer tirfft der für uns selbst die Voraussetzungen für einen Guru erfüllt und wir können einen Yogalehrer als Guru betrachten.

Jeder spiritueller Weg ist einzigartig und damit wie wir die Lehrer, Gurus uwm. auswählen. Aber wie schon gesagt, einen Yogalehrer der gleichzeitig ein Guru ist habe ich noch nicht kennengelernt. Das höchste was ich gespürt habe war dass sie eventuel bedeutend für mein Unterricht und Leben waren oder sind, eventuell gute Psychologe, aber nicht in diesem Maße wie ein Guru.

Und Guru, das ist schon eine andere Geschichte.......


*~* Om Shanti *~*

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