yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

In einer Yogastunde sollte ein Yogalehrer Asana zeigen, reden, erklären, korrigieren, richtig atmen und vieles mehr........aber wie kann er sich dabei auch schonen?

Hallo ihr lieben,

diese Frage beschäftigt mich letzter Zeit sehr, besonders wenn man mehr als eine Yogastunde täglich unterrichtet. Da ich meistens Anfänger habe, muß ich auch sehr viel mitmachen und am Ende des Tages spüre ich nicht mehr wohltuende Effekte des Yoga sondern ist mir manchmal schwindelig.

Wie kann man sich schonen?

Es geht nicht um Asanas nur zu zeigen, sondern dabei zu reden und dabei sollte man auch richtig atmen und ..... asana und reden geht eigentlich sehr schwer zussammen.....

oder z.B. wir zeigen eine Asana nur auf die linke Seite und es gibt nicht so viel Zeit (für sich selbst) auch auf die rechte seite zu machen, schon muß man zwischen die Schüler. .........

Eine und halb Stunde ist eigentlich nicht so viel um alle wichtige Yogastellungen zu zeigen, erklären und korrigieren......manchmal wenn ich mir Zeit nehme und alles langsam und schonend machen möchte sind wir erst beim Fisch und die Stunde ist fast vorbei.......

Ich habe auch manchmal erlebt dass einige gar nicht zufrieden waren wenn ich nicht mitmache...... vielleicht ist mein Eindruck falsch, aber ich glaube sie empfinden mich als ob ich kein Lust habe mit ihnen "zu arbeiten" :)...... die Gesichter sind irgendwie überrascht.... oder mache ich mir einfach zu viele Gedanken drüber?
Vielleicht liegt es an der falschen Vorstellung dass die Yogalehrer immer super fit sein müssen, also man kommt immer wieder an das körperliche und akrobatische...... und vielleicht ist die Frage zurecht.... was für ein Yogalehrer ist das..... der redet drüber aber kann´s nicht selber zeigen.......:)

Z.B. in Indien habe ich Yogalehrer meistens erlebt die die ganze Zeit mitgemacht haben und in der Yoga Vidya ist mehr so dass der Yogalehrer mehr reden und korrigieren sollte und nicht zu viel mitmacht......

Am besten sollte man eine(n) Assistenten einstellen........ aber leider erlaubt das meine finanzielle Situation nicht und ich muß eine andere Lösung finden.

Wie geht ihr damit um?

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 528x ANGESCHAUT

Antworten auf diese Diskussion

also ich mache meistens gerne mit..... da ich sowieso keinen Unterricht mit "x-trem-asana" mache gibt's auch nicht viel zu korrigieren, im Prinzip achte ich hauptsächlich auf die Wirbelsäule, Schultern, Knie und Atmung der Teilnehmer, und das geht auch während ich selbst mitübe........ist natürlich bei etwas geübteren "Schülern" einfacher als bei Total-Neulingen.........aber ich habe auch festgestellt dass 2 Yoga-Stunden nacheinander ein bischen zehren, sowohl körperlich als auch mental........
Om Namah Shivaya

Meiner Meinung nach sollte ein Lehrer so gut wie gar nicht mitmachen.
Wenn er sehr präzise anleitet und die Ansagen sauber formuliert reicht es aus. Da bleibt genug Raum zum korrigieren. Und man muss ja auch nicht alles und jeden korrigieren.
Ich selbst mag es gar nicht, wenn ein Lehrer mitmacht, da er / sie während dieser Zeit nicht auf die Teilnehmer achten kann..

Etwas Stille und das Lenken der Konzentration der Teilnehmer macht auch einen großen Teil der yogischen Wirkung aus.

Bei dieser Vorgehensweise und einem achtsamen Umgang mit deinem eigenen Körper beim Korrigieren, stellt sich auch beim Unterrichtenden nach der Yoga-Stunden die Yoga Wirkung ein.

Wo und wie hast Du denn unterrichten gelernt?

Herzliche Grüße & Om Shanti
Satyarupa
Hallo irina,

herzlich bist Du eingeladen, ich kann Dir nähere Infos in einer Mail schicken. Eine Rückmeldung übers Unterrichten ist immer? hilfreich :)........

Aber mit diesem Thema wollte ich mehr sehen wie man unerwünschte Effekte vermeiden kann z.B. besonders wenn man meherere Yogastunden am Tag hat.... euere Ratschläge und Erfahrungen.....

z. B. finde ich den Sonnengruß unerlässlich für eine gute Erwärmung und Vorbereitung für andere Asanas, aber wenn man an 3 Stunden immer mitmachen "muß" ist für mich persönlich einfach zu viel.....ok......Ich schaffe es irgendwie mit einer Kombination von Mitmachen - Reden - Erklären - Korrigieren, aber bin sicher dass es einige andere Methoden gibt die man jetzt leider nur im Ideen - Austausch mit anderen Yogalehrer (z.B. hier) bekommen kann...... Ich kenne noch keine ausfürhliche Bücher drüber oder Kurse die sich damit beschäftigen....

Wenn es schon um Yoga geht und wenn man eine Asana zeigt kann man nicht ohne Effekte einfach vorbeigehen oder kann? Wenn ja, wie macht man das......
Von jemanden habe ich gehört dass man eigentlich nur reden sollte weil sonst die Energien des Yogalehrers ganz durcheinander gehen können, vielleicht ist mein Schwindelgefühl nach mehreren Yogastunden ein Beispiel dafür.....

Ich glaube dieses Gebiet ist auch noch nicht viel erforscht und es gibt noch nicht ausführliche Infos drüber.

Om Shanti und einen schönen Tag noch :)
salut,
gebe tina und maxim recht.
ich gebe selber 3-6 stunden bzw. kurse am tag ( ein kurs geht ca. 60 - 120 minuten)
selber mache ich zu 70 % mit und 30 % leite ich nur an.
ich bin nicht ganz 100 % der meinung von max, ich korrigiere meine teilnemher auch wenn sie unvorteilhaft in einer asana drin sind und meine worte und bewegung nicht umsetzen.
dabei will ich sie nicht dieganze zeit befummeln oder macht ausüben, nein, ich möchte das sie die bestmögliche position für sich finden ohne große gesundheitliche fehlbelastungen! basta!
aber selber trainiere ich wöchentlich auch ca. 20 stunden für mich um konditionell und muskulär in shape zu bleiben und nicht durch meine kurse auszubrennen.
schicke mir ruhig mal deinen kursplan, würde gerne mal in einen kurs von dir kommen.
angi
Ha, alles klar!
dann kann ich mir auch vorstellen was du meinst!
ich habe die erfahrung gemacht, das halt manche teilnehmer (die ich auch etwas besser kenne, ab und zu mal nen tee oder kaffee trinken gehe) es schätzen wenn ich sie SANFT korrigiere. d.h. nur die hände anlege und andeute wie die bewegung sein soll. meist wissen sie dann schon was ich meine!
rein schieben etc.,... mache ich nur wenn man mich drum bittet!!! habe auch 2,3 Teilnehmer die das möchten - ok!
also, tihana, nun haste ja viele meinungen.
das ein lehrer nicht mehr mitmacht, mh, ok, warum nicht.
ich persönlich mach gerne mit, nicht 100 %, aber ich mache mit.
lockert auch manchmal die stimmung auf.
habe aber nix dagegen wenn ich nur angeleitet werde, solange es eindeutige anweisungen sind!
aber ich persönlich kann halt beides händeln.
es gibt menschen die können eine bewegung eher durch gucken umsetzten, andere durch hören und halt manche die mit beidem klar kommen.
ist denk ich eine persönliche neigung.
Vielen Dank für die Antworten...... bin schon gespannt in welches (anderes) Thema wird sich diese Diskuss entwickeln :)

Und noch etwas über korrigieren......das Wort ist komisch und hat schon eine unangenehme Schwingung.....niemand möchte korrigiert sein aber mehr in die Stellung gebracht ist angenehm...... schätze ich selber bei einigen Yogalehrer.... z. B. zu Wibke in City Yoga bin ich gegangen nur weil sie das korrigieren fantastisch gemacht hat......

Und ich meinte mit korrigieren auch andeuten, hände auflegen oder zeigen worauf man achten sollte......
Und befummeln - kommt darauf an..... :), echt habe ich mich tot gelacht:)

*~* Om Shanti *~*
Lg
wibke sagt mir was, hab aber grad kein face dazu, naja, siher schonmal gesehen. ja klar, steht ein gutaussehender lehrer vor dir...da überlegt man es sichmit dem befummeln (Spaß!!!!)
ich mag es nicht so wenn man die ganze zeit an mir rumzottelt und haargenau ausrichten will, feintuning zu übertrieben betreibt. aber mr. Iyengar steht ja voll drauf. jedem sein´s.
schön das du dich auf jeden fall tot gelacht hast.
angi
ich muss nochmal kurz Maxim zitieren
"Für mich ist es beim Unterricht wichtig dass etwas mit der Psyche der Teilnehmer geschieht - und das erreiche ich am besten indem ich meine eigene Psyche verändere und sie dann "mitziehe" - finde kein besseres Wort dafür."

Genau das hab ich auch festgestellt, dass dies am Besten gelingt wenn man selber mitmacht..........da ich die Yogastunde sowieso nicht grossartig plane, sondern ganz nach Tagesform/Verfassung der Teilnehmer entscheide was das beste für sie sein wird, hilft es mir wenn ich gleichzeitig mitübe, dann bleibt die Stunde schön im Fluss und entwickelt sich genauso wie es sein muss.........

Das "in-eine-asana-reinschieben/biegen" habe ich erst einmal erlebt, bei einem Workshop bei der Yoga-Conference in Köln..........ich fand es gar nicht gut, dass ich bei virabhadrasana 1 dermassen mit dem Oberkörper nach hinten gebogen wurde......unter anderem.......

ich korrigiere zu 80 % mit Worten und je nach Bedarf lege ich mal die Hand auf oder berühre die zu korrigierende Stelle mit dem Finger.....
morgen tina,

kenne ich...mit dem reingedrückt werden.
hatte zwei erlebnisse.......
1. der lehrer hatte mich vorher gefragt und mit meiner Atmung hat er mich langsam in die position gebracht. war gut.

2. die lehrerin kam (auch Krieger, aber 2) drückte hart (fast schon schlug) kurz auf meinem Rücken, zog meine schultern (keine ahnung wieso, stand gut) und ging ohne was zu sagen, danach wollte ich am liebsten aus der stunde raus....leider kannte ich sie gut und die teilnehmer, so dass ich nicht gemacht habe. aber ich hatte kein gutes gefühl in ihrem kurs.

wenn ich nicht drum bitte, reichen mir meist die verbalen ansagen.
Genauso, wie ich halt gerne behandelt werde, gebe ich dann auch meine kurse.
ich finde man merkt die laune/ stimmung der teilnehmer sogar schon vorher...wenn sie auf ihrer matte sitzen oder liegen. oft auch beim anfangs om. aber die aussage von maxim trifft auch gut zu. :-)
angi
Ich glaube jeder von uns ist manchmal ein Versuchskanninchen ....
was maxim gesagt hat dass einige yogalehrer dadurch körperliche nähe oder macht ausüben möchten ist vielleicht wahr, aber es gibt noch eine sache:

"gut machen zu wollen" (aber zu viel gut :)

mir ist einmal passiert dass mich jemand in shavasana korrigieren wollte.......ich habe mich echt wohl gefühlt, aber dann kam diese person zu mir, nahm meine füsse (was ich eigentlich nicht wollte, aber auch wußte nicht was ich in diesem moment sagen sollte und ob ich überhaupt reagieren sollte) und bewegte sie vielleicht noch 2 cm zur seite, was wirklich nicht nötig war....... aber in diesem moment wolte ich wie vom feuer springen, ich habe mich nur geärgert.... aber ja dann habe ich mich wieder beruhigt, letzendlich geht es um yoga:)..........
es gibt auch schlimmere sachen in der welt :)
lg
tihana
Zur Schonung selbst kann ich dir leider nichts beitragen, aber ich kenne es auch so, dass der Yogalehrer alles mitmacht und deshalb mache ich auch alles wenn ich unterrichte. Die meisten der Schüler sind überhaupt nicht fähig, richtig zuzuhören (man sieht es daran, was sie teilweise machen), schon gar nicht in der ersten Stunde, deshalb schauen sie und lernen dabei. Ich könnte mir vorstellen, dass die Schüler irritiert sind, wenn man selbst nicht mitmacht und sich auch beobachtet vorkommen. Ich denke, die Schüler brauchen viel Raum und Ruhe, auch "unbeobachtet" zu üben.

Deshalb korrigiere ich z.B. nie jemanden in seiner ersten Stunde (halte ich für wichtig!). Wenn die erstmal raus haben, wie die Stunden ablaufen, können sie sich auch mehr auf das Gesprochene konzentrieren und es umsetzen. Ich finde es wichtig, sie nicht zum Lernen zu zwingen.
ola,
teils-teils....
manche die halt viel gucken und "abchecken" wie der kurs so läuft, lasse ich auch einfach machen.
aber die mehrheit ist mir dankbar (merke ich vom feetback!) wenn ich kleinigkeiten korrigiere (auch in der ersten stunde). im gegenteil, da viele unter einem gewaltigen leistungsdruck stehen, wollen sie ales genau und richtig machen, meist auch viel zu viel!
wenn ich sie dann zügel oder halt etwas korrigiere fühlen sie sich wahrgenommen und "in guten händen" (wenn man das so formulieren kann)
aber ist halt wieder personen abhängig.
gruß

RSS

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen