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Namaste ihr Lieben,

was denkt ihr darüber? Habt ihr euch schon mal ernsthaft darüber Gedanken gemacht, Sannyasin zu werden? Wie würdet ihr euch das vorstellen? Was spricht dagegen aus eurer Sicht?

Mich würde es insofern interessieren, da ich mich *ggg* noch nicht entschieden habe, und momentan ernsthaft darüber nachdenke... Aus irgendeinem Grund mag ich die Vorstellung von engen Freundschaften sehr (natürlich nicht nur die Vorstellung...) - aber nicht die von ähm sexuellen Interaktionen - schon klar, das heißt noch lange nichts, vll ist es einfach nur "Angst vor dem Unbekannten" *lach*
Nur ganz grundsätzlich, es bestünde doch die Möglichkeit, zu "entsagen". Wie könnte das aussehen...Würde mich freuen, mit euch in bisschen darüber plaudern zu können :-)

Alles liebe,
Om Shanti,
Sangini

PS: wir sollten ma ein bisschen Leben in diese Gruppe bringen, meint ihr nicht? ^^

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Antworten auf diese Diskussion

interessante Frage..........dazu gibt's hier einen sehr interessanten link :

http://www.narayanananda.0nyx.com/brahmacharya.htm

lesen lohnt sich !
Wow, danke!
Man erkennt den Ton von Swami Sivananda *lach*
Was meinst denn du selbst dazu?
Om Shanti
also im Moment kommt das für mich nicht in Frage, da warte ich noch ein paar Jahrzehnte
;)
im Alter, so ab 70, passt das bestimmt ganz gut, da kann ich mir gut vorstellen, den ganzen Tag spirituelle Praktiken auszuüben und meine GANZE Energie dafür zu nutzen.......bis dahin lebe ich mein Haushälter-Dharma und versuche mich bei anderen Dingen zu mässigen..........
;)
*lach* naja, den ganzen Tag nur spirituell ist die eine Sache...aber Enthaltsamkeit bedeutet ja nicht zwingend, dass man keinen Beruf mehr ausübt ;-)
Fändest du (jetzt nicht für dich) diese Option ok oder total aus dem Rahmen fallend?
*ggg* Naja was solls...
Schönen Tag noch :-)
wenn ich nicht verheiratet wäre, wäre es vielleicht eine Option, zumindest eine Weile.........aber alles hat seine Zeit
;)
"Brahmacharya means to delight in supreme consciousness. Generally we think it means celibacy.Driven by the urges of hunger,sleep,sex and self preservation , consciousness slides to its lowest level, and it is no longer able to experience its divine nature.But still the longing is there. It manifests in the form of sense cravings,which human beings drain a great deal of energy to fulfil, and there comes a time when both body and mind become weak and eventually empty.

Brahmacharya means to conquer the cravings of the mind and senses,to preserve energy,to become strong in body and mind.Only then by using the mind and body as tools it is possible to rediscover the highest level of consciousness, which is the finest aspect of ourself."

-------------------------- Sage from the Himalayas,
cave at Dhari Devi shrine,
Shri nagar,Garhwal Himalayas.
Namaste

wenn man die Idee der Entsagung anziehend und wichtig findet, kann man ganz gut im normalen Leben ein bisschen üben. Indem man überlegt, was man am liebsten hat, isst, trinkt, tut oder was auch immer, und dann etwas davon auswählt, auf das man für einige Zeit verzichtet, am besten natürlich an der Stelle, wo es einem extrem schwerfällt. Viele Leute nennen das dann Masochismusmus, ist es aber eben nicht, weil die innere Einstellung Freude, Stolz auf diese Leistung der Selbstüberwindung und ein Glücksgefühl sind.
Om Shanti Om
Ab einer bestimmten geistigen Stufe fällt das Verlangen nach sexuellem Austausch mit einem Partner eh weg, da es einem zu "tierisch" vorkommt. Es kommt aber auch immer drauf an, ob man schon höheren Geschmack gefunden hat. Solche Dinge verlieren sich dann ganz von selbst.

Es ist sehr wichtig, die Sinne zu beherrschen, um spirituellen Fortschritt zu machen. Dafür sind diese Regulierungen da - Sex nur in der Ehe und mit dem Zweck, Kinder zu zeugen - und NICHT, um seine Sinne zu genießen. Allerdings denke ich auch, dass es keinen Sinn macht, sich Dinge zu verbieten, die man aber tun möchte. Also wie gesagt - man kommt ganz von selbst dahin, wenn man soweit ist.
Ich bin gerade über einen schönen Text von Acharya Rajneesh, den man später auch Osho nannte gestossen, und finde er passt gut zum Thema:

"Ich war zu Besuch in einem Dorf. Dort hörte ich jemand sagen: "Religion beruht auf Entsagung, und Entsagung ist eine mühselige und anstrengende Disziplin."
Diese Worte erinnerten mich an ein Geschehnis aus meiner frühen Kindheit. Ich nahm teil an einem Picknick am Ufer eines Flusses. Es war ein schmaler Fluss zwischen breiten Sandbänken. Am sandigen Ufer lagen viele Kiesel in leuchtenden Farben. Mir war, als wäre ich über einen Schatz gestolpert. Bis zum Abend hatte ich so viele Kieselsteine gesammelt, daß ich sie unmöglich alle mit nach Hause nehmen konnte. Mit Tränen in den Augen mußte ich sie zurücklassen, als wir aufbrachen, und ich wunderte mich, daß meinen Gefährten überhaupt nichts an diesen Kieseln lag.
Damals kamen sie mir wie große Entsagende vor. Wenn ich heute daran zurückdenke, sehe ich, daß von Entsagung keine Rede sein kann, sobald man Steine als Steine erkannt hat.
Übermäßiger Genuss kommt aus Unwissenheit.
Entsagung kommt aus Wissen.
Entsagung ist kein Tun, sie ist nichts, was man tun muss. Sie stellt sich von selbst ein. Entsagung ist die natürliche Folge von Wissen. Übermäßiger Genuss ist ein automatischer Vorgang, und auch das ist kein Tun. Es ist die natürliche Folge von Unwissenheit.
Daß Entsagung ein hartes und mühsames Geschäft sei, ist deshalb ein Unsinniger Gedanke. Als erstes ist Entsagen kein Tun - nur ein Tun kann schwierig und anstrengend sein - sondern ein Ergebnis. Und zweitens: Was man dabei scheinbar aufgibt, ist wertlos, doch was man gewinnt, ist unsäglich kostbar.
Eigentlich gibt es Entsagung als solche gar nicht, weil wir unendlich mehr gewinnen, als wir aufgeben. In Wirklichkeit lassen wir nur unsere Fesseln fallen und gewinnen statt dessen die Freiheit. Wir werfen Muscheln weg und erhalten Diamanten; wir entsagen dem Tod und erlangen Unsterblichkeit. Wir treten lediglich aus der Dunkelheit ans Licht, ans ewige und unendliche Licht. Wo ist da Entsagung? Nichts aufzugeben und alles zu bekommen kann man nicht Entsagung nennen."

Alles Liebe
Giri
...also ich hab schon ein paar mal darüber nachgedacht , ins kloster zu gehen...
..aber für mich stellte sich dann immer die frage, wieweit es sich dabei nur um eine flucht handeln würde.... ich bin mir darüber noch nicht im klaren... daher versuche ich eher meinen spirituellen weg tatsächlich, nach und nach mit meinem alltägliches, und auch gerade in meine "weltliches" leben eins werden zu lassen... das thema enthaltsamkeit spielt hierbei insofern auch eine rolle, als das ich z.b. bewusst allen rauschmittlen entsage und versuche zu vermeiden produkte zu benutzen, für welche lebewesen leiden mussten... ansonsten lebe ich in einer festen beziehung und enthalte mich bewusst der polygamie ;-) .... (wobei ich poppen aus spaß, ohne kinder zu zeugen immer noch super finde!;-)
den alltag und die weltliche interaktion mit meinen mitmenschen sind für mich große herrausforderungen und damit großartige lehrer, mit denen ich versuche in achtsamkeit zu kommunizieren....
nebenbei würden frau und kind auch stinkig, wenn ich in die hauslosigkeit gehen würde ;-)
Namaste, B.A.,

mir geht es ähnlich wie Dir, ich hatte auch schon immer mal darüber nachgedacht, in einem Kloster zu leben, es zumindest mal auszuprobieren, der Wunsch tauchte immer mal wieder auf. Dabei allerdings vermute ich aber auch, dass da ein bisschen oder mehr Fluchtgedanke mitspielt, Flucht aus diesem hochdifferenzierten Alltag, den die Moderne, in der wir leben, so mit sich bringt.

Manchmal wünsche ich mir, ich wäre eine afrikanische Frau in einem abgeschiedenen Dorf, deren Los größtenteils nun wirklich nicht beneidenswert ist, eher das Gegenteil. Aber es ist dieser Traum vom einfachen Leben, man kann ja auch 'die Insel' als Beispiel nehmen. Also gut, ich würde morgens aufwachen, mir die Augen reiben, dann ein leichtes Kleid anziehen oder ein Tuch umschlingen und dann zum Fluss marschieren, um mich zu waschen und Wasser zu holen. Ich würde allerdings das Wasser nicht auf dem Kopf tragen - was natürlich bildschön aussieht, die Haltung dieser Frauen, ihr gemächliches Schreiten, diese Anmut! -, also gut, ich würde es vielleicht ein bisschen üben und dann vielleicht auch genießen, denn so ein Schreiten gibt bestimmt ein erhabenes Gefühl und führt dann fast automatisch zu einem meditativen Gehen... (denke ich mal so...)

Gerade wollte ich sagen, dass ich dann den/die restlichen Kilometer meine Last auf einem Brett hinter mir herziehen würde, aber mit Wasser geht das jnicht so gut, falls man noch etwas für die durstigen Kralmitglieder mit nach Hause bringen will. Also müsste ich wohl eine weitere Übung machen, vielleicht hätte ich mir ja so ein Wasserträgergeschirr auf die Schultern geschnallt, das alte Hamburger Modell gar mitgenommen, ja - oder selbst gebastelt...

(:-))) So, nun erst mal Schluss mit dem Fabulieren, ich muss schnell weg. - - Vielleicht doch mal Kloster auf Zeit ausprobieren oder Ashram auf Zeit in den Seminarhäuser von Yoga-Vidya, etwa an der Nordsee, was meinst Du?? ... und Deine Familie?

Herzliche Grüße, Erika-Ha
Om Shanti Om

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