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Normalerweise erlebe ich dass die Leute während Yoga und besonders danach fröhlich sind. Aber gestern habe ich erlebt dass jemand so traurig war und ich wußte nicht wie ich damit umgehe. Offensichtilich handelt es sich um eine hypersensible Person die sowieso wegen etwas anderes sehr traurig ist. Ich glaube plötzliche Traurigkeit und Tränen während Yoga gehört zum Prozess der Reinigung, aber was kann ein Yogalehrer in diesem Fall tun?

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ola,
kenne ich auch. hatte mich auch mal gewundert, weil eine dame in savasana angefangen hat zu weinen und danach auch. sie ist sehr sehr schnell weggegangen, so dass ich sie auch nicht trösten konnte und nachfragen konnte was denn ist!

im nachhinein fand ich raus, dass sie ein zertrümmertes knie hatte (ich frag zwar immer vor meinen kursen nach der gesundheit, aber manche sagen halt nix!) und durch die vielen balance übungen und beindehnung war es zuviel für sie. anstatt es hinzunehmen und es langsam anzugehen (pausen eventuell mal einzulegen) sprach ihr kleines ego zu ihr und forderte sie auf weiter zu machen - damit kam sie nicht klar!

eine andere dame war soweit gesund, aber ein gefühlskrüppel (sagte sie selbst). durch die yoga praxis löste es in ihr die blokaden und sie weinte (vor freude), weil sie endlich loslassen konnte!

gruß
angi
Hallo Tihana,
das ist glaube ich nichts aussergewöhnliches - man erlebt es auch häufig ausserhalb des Yogas z.B. bei Entspannungssitzungen. Entspannung führt, wenn sie sich tatsächlich einstellt, dazu, dass man innerlich lockerer oder gelöster wird. Konfliktbeladene Themen, die vorher nicht bewusst wahrgenommen wurden, können dadurch an die Oberfläche kommen und sich aktualisieren, was mit den entsprechenden affektiven Reaktionen einhergeht. Es ist die Frage, ob man als Yogalehrer dann etwas tun muss. Ich würde es auf jeden Fall ansprechen, ernst nehmen und den Zusammenhang erklären, warum diese Gefühle jetzt stärker sind. Steckt dahinter ein grösserer Konflikt oder eine psychische Erkrankung würde ich den Schüler an einen ausgebildeten Therapeuten verweisen.
Viele Grüsse, Andreas
Hallo zusammen,

danke für die Antworten. Ich glaube dass in diesem Feld meine fehlende Ausbildung in der Psychologie und Psychotherapie auf die Oberfläche kommt (aber ich werde daran arbeiten). Wie kann ein Yogalehrer erkennen dass es um einen stärkeren Konflikt oder psychische Erkrankung geht......?
ich konnte in diesem Fall nur intuitiv arbeiten.... Die Person hat mich selbst angesprochen (also ich "mußte" dann etwas tun) und ich versuchte ihr erklären dass die Traurigkeit beim Yoga auftreten kann und dass es völlig normal ist. Es hat zu mir selber öfters passiert. Aber gleichzeitig fühlte ich dass die Person viel projizierte und die Umgebung auf eine andere Art wahrgenommen hat, womit ich nicht umgehen konnte.
Und wie kann man jemanden an einen ausgebildeten Theraputen verweisen so dass sich die Person nicht "beleidigt", "krank" oder "anders" fühlt.......
Lg,
Dipalii

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