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Einige, sogar viele Psychotherapeuten behaupten dass Meditation bei diesen Störungen nicht geeignet ist weil der Mensch taucht in die innere Welt und es kann sich noch verschlimmern... Vielleicht liegt es an der Art der Meditation...... aber eine Meditation mit Mantra vielleicht ist doch geeignet oder Licht Meditation oder irgendeine Art den Geist auf das eine zu richten....... Liebe, Licht, Kosmos....... was meint ihr dazu, wie kann man in diesem Fall Psychotherapie und Yoga verbinden?

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Angelika,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Leider ist er gerade nicht hier und ich kann ihn nicht fragen, aber er hatte irgendeine Behandlung, ich glaube es Lithium, die bei ihm überhaupt nicht angeschlagen hatte und die in den meisten Fällen wirkt.
Du meinst also, dass viele Kohlenhydrate hilfreich sein könnten. Das klingt nach einem leckeren Tip. Die Asanas auf die jeweilige Phase abstimmen ist auch eine gute Idee. Im Prinzip dann wie im Ayuryoga jeweils verschiedene Stunden anbieten. BIn sehr gespannt ob es helfen wird.
Vielen Dank noch mal!!!!
Liebe Grüße aus Ibiza Bhavani
Hallo Bhavani,
ja, Lithium hilft bei ca. 60% der Patienten, so zumindest die Statistik. Dann wird manchmal auch Carbamazepin, ein Antiepileptikum, oder eine Medikamentenkombination gegeben. Aber wenn es eh nicht hilft. Du bist ja Ayurveda-Therapeutin! Hatte noch gar nicht auf Deine Seite geschaut (wunderschöne Homepage habt ihr da!). Ich brauche Dir ja dann nichts zu erzählen über ayurvedische Ernährung etc. Habe gelesen, dass Depression eine schwere Vata-Störung ist und eine Vermehrung von Tamas und Rajas. Bei Manie weiß ich es nicht, nur, dass es u.a. gut ist, dem Betroffenen zu mehr Schlaf (6-7 Stunden mind.) zu verhelfen. Könnte mir vorstellen, dass das mit einem Pitta-Überschuss zu tun hat. Also, viel Erfolg!
Angelika
Ich würde auf jeden Fall noch die homöopathische Behandlung vorschlagen!
Lg
Tihana
Hallo,

zu Lithium finden sich einige differenzierte Darstellungen hier:

http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk10a-00.html

Die Beschreibung der Nebenwirkungen finde ich bedenklich. Diese habe ich im Kontakt mit Lithium-Patienten zum Teil selber wahrgenommen.

Ein Therapie-VersuCh mit Yoga ist allemal gerechtfertigt.

Gruesse:

HOLGER LÜTTICH
Yoga? ABER UNBEDINGT!

In einer englischen Studie konnte 2008 gezeigt werden, wie Yoga die Gehirnchemie, welche für die persönliche Stimmungs- und Gemütslage auschlaggebend ist, positiv beeinflusst.
Im Rahmen der Studie wurde eine Teilnehmergruppe angehalten, eine Stunde lang Yoga zu üben. Eine andere Gruppe las stattdessen Bücher. Am Ende der Stunde verglich man bei beiden Gruppen die Werte der GABA (Gamma Amino Buttersäure) im Gehirn. Die Yoga Gruppe wies einen um 27% erhöhten GABA Spiegel auf, während dieser Spiegel bei der anderen Gruppe unverändert blieb.
GABA ist eine Aminosäure, die in der Regulation der Gehirnfunktionen (einschließlich der Steuerung der Gemütszustände) eine bedeutende Rolle spielt. Ein Mangel an GABA kann zu einer Überstimulierung von Gehirnfunktionen und einem Verlust der Impulskontrolle führen. Unterversorgung mit GABA ist eine der ausschlagebenden Faktoren hinter der BIPOLAREN ERKRANKUNG ("Manische Depression"). Es gibt Menschen, die zuwenig GABA selber herstellen. Das hängt mit einem genetischen Defekt des 15q11-q13 Chromosomes zusammen.
Abgesehen davon ist genügend Vitamin B6 essentiell, um genügend GABA herstellen zu können. Kaffee kann den Vit B6 Spiegel signifikant absenken!

Also: bei einer bipolaren Erkrankung helfen viel Vitamine, wenig Kaffee und häufiges Yoga Üben. Eventuell sind eine Gesprächstherapie und medikamentöse Behandlung ebenfalls ratsam. Medikamentös muss nicht unbedingt (aber kann natürlich) "schul"medizisch heissen. Auch ayurvedisch ließe sich mit Medikamenten arbeiten.

Warum hört man von deutschen Ärzten so etwas nicht?

Wie jüngst ermittelt wurde, werden die wirklich relevanten medizinischen Studien seit 15-20 Jahren durchweg in Englisch abgeliefert (abgesehen davon, dass sie auch überwiegend im englisch-sprachigen Raum durchgeführt werden) und deutsche Ärzte lesen englischsprache Studien so gut wie gar nicht. Somit sind einheimische Mediziner (der überwiegende Teil von ihnen) nicht auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand bzw. hinken 15-20 Jahre hinterher.

Gruesse:

HOLGER LÜTTICH


.
Nachweise:

1. Chris C. Streeter, J. Eric Jensen, Ruth M. Perlmutter, Howard J. Cabral, Hua Tian, Devin B. Terhune, Domenic A. Ciraulo, Perry F. Renshaw. The Journal of Alternative and Complementary Medicine. 2007, 13(4): 419-426. doi:10.1089/acm.2007.6338.
2. http://www.enotalone.com/article/4118.html
3. Otani K, Ujike H, Tanaka Y, Morita Y, Katsu T, Nomura A, Uchida N, Hamamura T, Fujiwara Y, Kuroda S. Neurosci Lett. 2005 Jun 10-17;381(1-2):108-13. Epub 2005 Feb 25.
4. http://www.benbest.com/science/anatmind/anatmd10.html#gaba
Hallo liebe Bhavani,

habe erst jetzt von Deiner Frage gelesen und beschäftige mich derzeit sehr viel mit diesen Themen. Wie Angelika bereits recht ausfürhlich schrieb, ist sicher sein Gehirnstoffwechsel da nicht unwichtig. Die Medikamenteneinstellung ist natürlich Sache des Psychiaters/Arztes und sollte gut eingestellt sein. Das kann manchmal lange und mühselig sein. Meiner kleinen Erfahrung nach sind erdende Asanas und auch fordernde Flows sehr gut die gesamte Psyche zu stabilisieren. Egal ob die Phase grad depressiv oder manisch ist.
Es geht ja langfristig darum beides zu harmonisieren. Ayurvedische Behandlungen zum Doshaausgleichen sind herauszufinden. Mit Pranayama wären in depressiven Phasen sicher aktivierendes wie Khapalabati gut, bei manischen Phasen eher beruhigend/regulierend wie Anuloma Viloma. Ähnlich bei Asanas: Depressive Phase- aktivierend, anregend (raus kommend aus der Starre der Traurigkeit/Schwere); manische Phase- beruhigende, langsame Asanas (raus kommen aus dem Höhenflug). Ist sicher nicht ohne hier dem Mann zu lehren, da auf sich zu lauschen und entsprechende Praxis angedeihen zu lassen. Da hast Du bestimmt schon lehrreiche Erfahrungen mittlerweile gesammelt. Oder?

Habs wohl und lieben Gruß
Nicole
Shalom miteinander,

ich glaube, das man mit Meditation bei bestimmen Menschen mit psychischen Erkrankungen etwas ereichen kann.Ich übe die Achtsamkeitspraxis mit einem Mantra und habe schon kleinere psychische Störungen beseitigt, jedoch nicht alle .Meditation ist keine Wunderwaffe und wer Schizophrenie hat, dem kann ich raten es auch mit so wenig Medikamenten zu versuchen wie es geht , aber so viel um stabil zu bleiben. Ich bin ein unruhiger Geist und mit der Meditation versuche ich das Pferd,den Geist zu zähmen.
Auch sollte man sich einen guten, seriösen Psychotherapeuten suchen, der auch mal über seinen schatten springen kann, in spirituellen Dingen, denn die treten trotz Schizophrenie auch bei solchen Menschen auf, man sollte nur unterscheiden zwischen Wahnsinn und Spiritualität, was allerdings sehr schwer ist.
und mein letzer Rat ist an allen psychisch Erkrankten:
Macht das , was euch gut tut , relaxt und macht euch einen schönen Tag-kein Stress und Nutzt den Tag, dann werdet ihr zufriedener als die anderen Menschen!
LG illjett
Dieser Rat gilt für alle glaube ich;) Wenn wir alle so tun würden und uns als eine globale Gemeinschaft ansehen, dann wären in der Welt auch wenigere individuelle psychische Störungen.....
Ja sicher, der gilt für alle Menschen, und wenn man noch ein bisschen Dankbarkeit für seine Zufriedenheit ausstrahlt und es an andere Menschen weiter gibt(vor allen die, die es nicht sind) zb. durch ein nettes Lächeln oder einer Zuwendung dann haben wir auf der Erde auch weniger Probleme, doch dazu braucht es erst mal die Einsicht, das wir so nicht weiter machen können. Doch das ist noch ein langer Weg.
Lg illejtt

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