yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Hallo,

ich würde gerne mal eure Meinung zu einen Thema wissen, welches mich gerade sehr beschäftigt. Ich übe mich seit über einen Jahr im Yoga, und bin mit Begeisterung dabei. Es hat mir sehr geholfen das letzte Jahr und hat mich auch verändert. Ich bin gelassener geworden aber auch viel kraftvoller und selbsbewußter. Ich war immer schon ein ruhiger und eher zurückhaltender Mensch. Hab mich letztes Jahr von meinen Partner getrennt und lebe jetzt allein.  Von einigen meiner Freunde und Bekannten höre ich aber in letzter Zeit öfter Sätze wie "du wirst ja immer ruhiger, oder noch ruhiger, wer weiß ob Yoga das Richtige für dich ist". Also eher so als Kritik, was mich dann doch manchmal ein wenig verletzt hat. Ich hingegen finde manche Freunde jetzt zu laut und uninteressiert. Trozdem habe ich Angst loszulassen, und mich zu sehr in meiner "Ruhe" zurückzuziehen. Habe Bedenken mich zu sehr nur mit mir selbst zu beschäftigen, mit meditieren und Asanas. Aber vielleicht brauchts ja auch mal so ein Rückzug, ich fühl mich nur noch so unsicher dabei. Was meint ihr?

Lieben Gruß Corinna

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 1044x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

hari om liebe corinna,

deine veränderung ist absolut normal auf dem yogaweg. mir geht  genau so, das ich mit vielen menschen aus meinem

umfeld nicht mehr so richtig klar komme, ich bevorzuge genau wie du das leise leben, ich denke mit dieser entwicklung erscheinen, wenn die zeit reif ist, einfach andere personen in deinem leben, die zu diesem lebensabschnitt passen. laß einfach das alte liebevoll los und schau still auf das neue, was kommen mag. die unsicherheit wird nach und nach verschwinden.

om shanti und liebe grüsse

durga

Hallo Corinna,

"Only small persons try to belittle you": weiß nicht mehr, von wem das Zitat ist, aber die Sache ist die: Du fühlst Dich gut mit dem, was Du tust, also laß' Dich nicht durch sogenannte Freunde davon abbringen.

Wenn Du Deinem Herzen folgst, wirst Du auch Menschen anziehen, die auf der gleichen Welle schwimmen.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber manchmal ist es ganz gut, sein Umfeld von Zeit zu Zeit auszusortieren. Dann bleiben evtl. nur ganz wenige Menschen übrig, aber die sind Deine Aufmerksamkeit und Deine Zuneigung dann auch wert.

Vielleicht spielt bei den Aussagen aus Deinem Umfeld auch Neid mit, weil Du eine Ausgeglichenheit gefunden hast, die diese Personen nicht finden - vielleicht auch gar nicht suchen, weil sie ach so wichtig und wahnsinnig beschäftigt und unverzichtbar sind.

Du merkst vielleicht schon: ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe mich durch Yoga verändert, ich habe mein Leben dadurch verändert und ich habe mich dabei von vielen befreit, von denen ich dachte, daß sie meine Freunde sind, die mir aber außer, Neid, Mißgunst und Schlechtrederei nichts weiter entgegengebracht haben.

Dafür sind neue Menschen in mein Leben getreten, die mir gut tun.

Also: Kopf hoch, sei froh über das, was Du für Dch erreicht hast, laß' Dich nicht beirren und tu was Du fühlst.

Alles Gute und liebe Grüße,

Andrea

P.S.: mein Guru sagt immer: Only the hard way is the right way. Und er hat recht !!!

Voll Punktzahl Andrea:-)

Sehe ich ganz genauso.

Diese Entwicklung im Yoga ist normal - > je nachdem wie intensiv man es auch betreibt. Meine Yogaschüler fragen immer mal gerne, wie man den so gelassen wird  - > Sorry, aber wenn man nur alle 2 Wochen den Hinern vom Sofa kriegt und in eine Kursstunde kommt, wird das nix:-)

Wer mehr macht , sich mehr damit beschäftigt, verändert sich zwangsläufig.

Ich wurde zum Beispiel viel sensibler und mitfühlender! War ich früher oft ein rechter Kotzbrocken, kalt und karierresüchtig (war jobbedingt), bin ich heute ein völlig anderer Mensch! Und so hat sich auch mein Freundeskreis und meine Mitmenschen geändert!

Natürlich ist es nicht immer leicht und ich muss auch so manches mal aufpassen, dass ich nicht "überheblich" werde. Mir kommen Menschen schnell langweilig, uninteressant und dumm vor...........und ich finde wenige, mit denen ich eine gute Gesprächsbasis habe, die mich weiterbringt. Das klingt jetzt hart, aber ich kann nichts mehr mit Personen anfangen, bei denen sich im Leben alles nur um´s Aussehen oder anderweitiger Oberflächlicher Mist dreht! Ich habe oft das Gefühl, dass meine Umwelt intolerant ist, unwissend, gemein, neidisch, ungeduldig................und dann frage ich mich eben: ist das jetzt nur mein "falscher" Eindruck, oder soll ich mich davon lieber fernhalten?

Der Freundeskreis meines Mannes (und das sind die Leute die ich nun mal am häufigsten sehe inkl. Ehefrauen), sind ALLE Fleischesser, ohne Haustiere und nicht tierlieb und halten Yoga immer noch für eine esoterische Gymnatikform............sorry, aber ich habe ein Yogastudio, zwei Hunde, bin im Tierschutz aktiv, Veganer..........da bleibt null Fläche für eine gemeinsame Basis. Mein Rezept: Augen zu und durch und sich zum Ausgleich mit Menschen umgeben, die die selben Interessen haben!

Liebe Corinna,

"zu ruhig durch Yoga" ist gar nicht möglich - nach Patanjali ist 'yoga citta vritti nirodha'.

Das bedeutet in etwa - Yoga ist das zur Ruhe kommen der Gedankenwellen im Geiste.

Lass dich da nicht von anderen nicht beirrren. Solange sich für dich alles gut anfühlt, bist du auf dem besten Weg ;-)

Namasté

Oliver

 

Schön, dass du dieses Thema gepostet hast! Auch mir geht es, vorallem in Freindschaften, genauso! 

Danke ihr lieben für eure Antworten. Es tut gut ähnliche Gedanken zu lesen, das hat mir sehr geholfen. Ich freue mich auf meinen weiteren Yogaweg und die Dinge die da kommen...

liebe Grüße Corinna

Ich kenn das, bin durchs Yoga auch total ruhig geworden und musste mir auch solche Kommentare anhören, hab dann einfach meine Yogastunden durch Aerobic Home-Übungen erweitert( gibt ja zuhauf tipps&Tricks im Netz )  das hat mir ziemlich geholfen, einen Ausgleich zwischen Ruhe und Schnelligkeit zu bekommen. Aber ins Studio würd ichd afür nicht gehen, am Ende hetzt man nur noch seinen Kursen hinterher ;)

Hallo Corinna,

Yoga weckt lebendige Prozesse in uns Menschen, die ganz unterschiedliche Form und Gestalt annehmen können. Die meisten Menschen, die mit Yoga beginnen verändern etwas nachhaltig in ihrem Leben...und das ist auch gut so! Sie stellen die Ernährung um, suchen sich einen Job der Spaß macht, suchen sich auf einmal Menschen die gut tun...etc.

Sei einfach offen für all' das was kommen möchte! Manchmal braucht man Zeit des Rückzugs um einfach Dinge für einen noch mal zu klären und meist ist es hinderlich wenn Menschen dich umgeben, die dich ständig im "alten Muster" halten wollen. Ich denke du hast gelernt intuitiv in dich hineinzuspüren und zu schauen JETZT im M o m e n t wichtig ist für dein wohlbefinden.

Es ist alles sehr dynamisch im Leben und es wechselt sich ja auch alles ständig ab :) Deshalb keine Angst..es kommen manchmal Zeiten in denen man sehr intensiv übt...und den Schwerpunkt eher auf Rückzug gesetzt hat...und auch Zeiten in denen man wieder sehr nach außen geht...ähnlich wie die Natur das so macht. 

Fühl dich gedrückt. Om Shanti

Hallo Corinna,

ich habe gerade deine Diskussion von 2012 gelesen und da ich erst seit 5 Monaten Yoga praktiziere, hat mich dieses Thema sehr interessiert. Es war schön all diese positiven Antworten zu lesen und ich wollte dich einfach mal fragen, wie es dir jetzt geht und ob du noch weitere Veränderungen festgestellt hast.

Ich merke jetzt auch langsam wie sich mein Körper verändert und ich auch ein neues Körpergefühl entwickle.  Nur der Geist wird nicht so schnell ruhiger ... ich bin gespannt, wie der Weg weitergeht und würde mich über Antwort von dir oder auch gerne von anderen freuen.

Liebe Grüße, Gabi

RSS

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen