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Yogalehrer = Psychotherapeut, Arzt, Freundin, Kummerkasten, Mülleimer............???????

Hallo zusammen,

ich bin gerade echt etwas im Eimer.

Habe im August mein Yogastudio eröffnet und liebe meinen Job. Mir war schon klar, was auf mich zukommt, aber einen Punkt habe ich echt überschätzt: Ich habe gerade echt keine Kraft mehr , mir all das Gejammere anzuhören.

Ich liebe meine Schüler, aber irgendwie läuft was falsch.

Mein Studio ist immer 30 Minuten VOR und NACH der Stunde geöffnet. Diese Zeit wird leider genutzt, um all seine Probleme bei mir abzuladen.

Es ist wichtig und notwendig, mir von gesundheitlichen Problemen zu berichten, um im Unterricht darauf eingehen zu können. Aber muss es immer ein pausenloser Monolog sein von mind. 20 Minuten???? Die Tür geht auf, die Leute machen ein Gesicht wie "7 Tage Regenwetter" und schon muss ich mir alles über den Stress in der Arbeit, den Ärger mit den Freunden/Männern oder den aktuellen Wehwehchen anhören.

Ich habe gerade echt das Gefühl, dass die Leute mich als Kummerkasten benutzen und all das bei mir abladen, wo andere wohl nicht zuhören. Ich werde regelrecht belagert, sobald ich aufsperre.

 

Geht euch das auch so? Wo ziehe ich da die Grenze? Ich bin zwar Yogalehrer mit entsprechender gesundheitlicher Veranwortung, aber eben auch "nur" Dienstleister. Ich kann keinen Arzt, Psychotherapeuten oder eine Freundin ersetzen.

Gerade bin ich echt am Ende meiner Kräfte, weil ich jeden Tag mit so vielen Problemen belastet werde, das ich gar nicht mehr weis, wie ich darauf reagieren soll.

Wie macht ihr das?

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Hallöle,

ja ja, die Schwaben... ned g'schimpft isch g'lobt :-)

Ich darf das sagen, ich bin auch Schwäbin und habe lange gebraucht, mir diese Unart abzugewöhnen. Offensichtlich strahlst Du etwas aus, daß Deine Schüler so ein Vertrauen fassen läßt, daß sie bei Dir alles abladen. Heißt auch, daß sie Dich quasi als Gast-Schwäbin adoptiert haben, da die Meckerei einfach Teil der sozialen Interaktion ist.

Das ist anstrengend, vor allem wenn man selber nicht so gepolt ist. Da hilft nur Micky's Rat: Mitgefühl signalisieren und dann aber auch gleich abgrenzen. Vielleicht auch ein kleiner Hinweis darauf, daß Dein Studio die kleine, geschützte Oase ist, wo negative Gefühle draußen gelassen werden dürfen, um sich mal eine Weile ganz auf das Positive in sich zu besinnen.

Wünsche Dir eine schöne, erholsame Woche, Du schaffst das :-)

Liebe Grüße

Andrea

Und? Erzähl mal wie sich das weiter entwickelt hat ... bisschen neugierig bin ich ja doch ...

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