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Yogalehrer Ausbildung – Bikram, Hatha Vinyasa, Raja Yoga

Yogalehrer Ausbildung –
Bikram, Hatha Vinyasa, Raja Yoga - alles in einem!



Zuerst gab es nur eine Art Asanas zu praktizieren, dann kam der Mensch auf die Idee diverse Yoga Richtungen zu erschaffen…

…nun scheint es immer mehr der Trend zu werden alle Yoga Stile zu mixen, weshalb sonst bietet eine Berliner Yoga Schule in Charlottenburg ab Mai2009 eine Ausbildung zur Bikram-Hatha-Vinyasa-Raja Yogalehrer/ -in an?

Klar weiß im Grunde jeder Yoga Praktizierender, dass das körperliche Üben
(die Asanas) die gleichen sind, egal ob Hatha, Vini, Ashtanga, Iyengar, Sivananda, Jivamukti, etc.,…!
Aber dennoch hat jeder Stil seinen Schwerpunkt gelegt, sei es körperlich oder geistig.
Wo liegt aber der Schwerpunkt bei einer Bikram-Hatha-Vinyasa-Raja Yogalehrer Ausbildung?
Was die Ausführung der Asanas angeht sind es ja drei Unterschiedliche Ausführungsmethoden. Während beim Hot Yoga (Bikram) die Knie gerne durchgedrückt werden und die Schultern bis über die Ohren gezogen werden, schaut es im Ashtanga und Hatha genau andersrum aus.
Beim Bikram (26 Übungen aneinander gereiht) und Ashtanga (6 Serien, wobei die meisten nicht über die erste hinauskommen) werden die Serien auswendig gelernt, wobei Hatha Vinyasa den freien Bewegungsablauf oder auch das statische Halten bevorzugt, neben einer Reihe von Pranayama Techniken (Atemübungen) und Bandhas (Muskulär ausgeführte Verschlüsse).
Von der Philosophie und Background kann ja bei dem ganzen Sequenzen auswendig lernen kaum noch Zeit für das wesendliche bleiben – Yoga leben und erfahren!
Es scheint eher eine sportliche Methode des Gruppentrainings
gefunden worden zu sein.
Ohne große Wertschätzung für Pranayama, Bandhas, Mudras,
Kriyas oder Mantras (etc.,…)
Denn solche Ausbildungen betragen ja eine Zeitspanne von 100 – 200 Std. Teachertraining.
Will man echt Raja Yoga irgendwie in die 200 Std. irgendwie reinquätshen?
500 Std. sind es bei großen Verbänden oder auch International, doch hier in Deutschland beträgt die Ausbildung meist noch 200 Std.

Also, 100-200 Std. Bikram-Hatha-Vinyasa-Raja Yogalehrer!
Wobei sich die Frage stellt ob überhaupt 500 Std. für solch eine umfangreiche Ausbildung reichen würden!

Ist dies echt noch Qualitativ sinnvoll?
Und für mehr als 4000,00 € noch yogisch?



Sollten dann auch Yogalehrer Ausbildungen sinnvoll sein, wie:
- Hatha Vinyasa Tanztheraphie Ausbildung
- Iyengar Kundalini Vinyasa Teachertraining
oder auch schön wäre doch:
- Power Vini Ashtanga Lehrgang
- Schwangeren Power Pilates Yoga Schulung

Wo fängt es an Zweifel an einer Ausbildung zu geben?
Und sollten die Ausbilder nicht auch Qualifiziert genug sein solch eine Ausbildung zu leiten?
Denn jemand der selber vor kurzem zum Yoga kam, sollte doch nicht gleich schon andere ausbilden? Dieser sollte doch erstmal einige Jahre seine eigene Praxis vertiefen.
Gerade wenn man selbst noch am Anfang seines Yoga Weges steht, sollte man viel, sehr viel eigenständig (oder in Kursen) Yoga praktizieren – damit ist natürlich nicht nur das körperliche Üben gemeint. Im Gegenteil. Das Studieren verschiedener Bücher, das Ausüben diverser Techniken, die Lehrreichen Gespräche mit dem Lehrer, Guruji oder Swamiji, etc., … sind doch viel mehr und wichtiger wie das reine, körperliche Üben!
Gerade das Verstehen des alten Wissens (ob in Büchern niedergeschrieben oder vom Lehrer weitergegeben), sollte doch mal überdacht und verstanden werden.

Oder reicht es echt sich ein Skript zusammen zustellen
(indem man einige Yogabücher durchblättert oder das Internet durchforstet und abschreibt),
ein Programm festzulegen (von einer Anzahl an festen Übungen und Serien - die eh schon vorgegeben sind), einige Yogalehrer (die eine längere Yogapraxis aufweisen können) mit einzuspannen um das eventuell eigene Defizit zu verbergen?

Sind die eigenen Worte und Erfahrungen denn so wenig wert?
Reicht es einfach maschinell alles auswendig zu lernen und wie ein Apparat wieder zu geben ohne es verstanden zu haben?
Das Gelernte zwar zitieren zu können, aber nix davon wirklich zu verstehen?
Wo liegt der Sinn und Zweck dahinter?
Oder ist es einfach eine schlichte Geldmacherei?
Wurde etwa wieder eine Marktlücke gefunden?
Klar, bislang kam ja keiner auf die glorreiche Geschäftsidee Idee viele Stile in eine Ausbildung zu packen und das Packet dann an den Mann zu bringen.
Ähnlich wie bei anderen Branchen, wie Telefonanbieter, etc.,…!
Doch möchte man echt Yoga mit anderen Branchen über einen Haufen schmeißen?
Sollte man dann nicht eigentlich KEINE Stile mehr benennen und eher YOGA Ausbildungen allgemein anbieten?

Fragt euch das alles ruhig mal selbst, denn bei all den Fragen gibt es doch eh nur eine Antwort…!

Schaut hinter den Schleier der Illusion und entscheidet selbst!



Hier der Link:

http://www.yoga-more.de/pdf/yogaandmore_risingmoon2009.pdf

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Antworten auf diese Diskussion

Liebe Angi,
da haste ja wieder was aufgestöbert........tsts, was es alles gibt, bzw. was alles "erfunden" wird um Geld zu machen.......naja, jedem das seine, ich bin zuversichtlich, dass sich dieser ganze Yoga-Wildwuchs irgendwann wieder in Luft auflöst, denn nur was authentisch ist wird bleiben.
Lieben Gruss
Tina
puh Angi, großes thema,

ich bin immer wieder als mit-vorsitzende der Yoga Vereinigung Österreich auch damit konfrontiert wieviele ausbildungsstunden sind minimum usw. - ich bin überzeugt davon, daß eine noch so "lange", gute, umfangreiche und intensive ausbildung ins leere geht , wenn der aufnehmende nicht voll dabei ist - im gegensatz dazu bin ich auch davon überzeugt, daß bei einer kurzen, nicht so in die tiefe reichenden ausbildung der schüler mit eigenstudium und eigenerfahrung sehr viel mehr "erlangen" kann ... wie immer mehrere seiten und vor- und nachteile.

was für mich allerdings immer mehr fraglich ist, ist diese yoga-wege-einteilung und diese vermischung der gebiete !
gestern ruft mich ein studio an und sagt: sie machen auch yogalates?
NEIN! ich mache kein yogalates und kein gympilyoga und kein haltungsturnyopila und sonstiges !!!

Tina, danke, ja! "... denn nur was authentisch ist wird bleiben."

danke fürs einstellen hier,
schöne zeit,
marion
:-)
ich bin deiner meinung, eigenpraxis und immer auf dem weg des lernens zu ein ist schon wichtig.
aber vielmehr geht es mir um diejenigen die die ausbildung machen ... ohne näher darauf einzugehen - wer raja yoga nicht praktiziert, wie kann dieser das thema wirklich vermitteln???
ich habe auch schon mehrere anfragen bekommen mitzuhelfen bei ausbildungen - NEIN! bin doch noch lange nicht so weit! aber viele sehen es halt anders, geld, commerz und das talent menschen zu beeinflußen ist halt auch im yoga ein thema!
verstehe, ja, nur theorie theoretisch weiterzugeben ist dann in der praxis und der theorie ein bissl gar zu wenig *g*.

leider ist die geschäftemacherei und teilweise heuchlerei auch im yoga schon fast normal - und ich finde es mittlerweile verdammt schwierig dahinter zu blicken und aus dem meer an angeboten, fachrichtungen, büchern, accessoires, usw. noch zu unterscheiden ...
ja, du sagst es!
da mittlerweile durchzublicken ist echt eine herrausforderung!
aber bei näherer sicht verfliegt das Shauspiel des Wissens (oder machens)!
Reden können viele gut, vortäuschen auch - manche haben auh die Gabe Leute
zu beeinflußen... aber ich glaube wenn man wirklich in sich reinhorcht und nicht
blind irgendjemanden folgt, sieht man wer wer ist! manchmal schnell, manchmal
dauerts..:!
Ich habe mich auch manchmal gefragt wo, warum, wer....... einigen leuten erlaubt die andere auszubilden. Wer prüft ob jemand für Ausbildung anderer überhaupt qualifiziert ist.....
ich glaub das wir garnicht sooo gut überprüft...
...du reichst dein konzept der ausbildung irgendwo bei einem yogabund ein und es wird abgesegnet oder nicht!
icch glaub du mußt selber 500 - 1000 std. nachweisen können.

angi

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