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Yoga To The People vs. Bikram - Can Yoga be Owned?

Habe eben diese ziemlich abgefahrene Story entdeckt:

http://www.yogatruth.org/

Yoga To The People haben wohl mehrere Studios in USA und bieten Hot Yoga an, allerdings haben sie nicht das Bikram Franchise gemacht und nennen sich daher auch anders. Jetzt sind sie im Rechtsstreit mit Bikram, weil er sagt, er hätte ein Patent auf die Asanas. Die von YTTP sagen wiederum, dass sich Asanas und Sportmethoden nicht schützen lassen. Angeblich ist sogar die indische Regierung involviert und will auch solche Patente verhindern.

Ziemlich krass. Ich bin eigentlich totaler Bikram-Fan, aber durch diese Aktionen macht er sich bei mir mehr und mehr unbeliebt. Es passt einfach nicht zusammen, mit dem was er sonst so predigt.

Hier gibt es auch eine Petition, bei der man für Freies Yoga unterzeichnen kann. 7000 habens schon unterschrieben: http://www.change.org/petitions/can-yoga-be-owned

Was denkt ihr?

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was haben wir damit zu tun wenn die ami´s untereinander im rechtsstreit liegen?

wenn da jemand was labert er hätte ein patent................okay lass ihn labern.

und freies yoga mußt du nicht unterzeichnen, das gibt es schon jahrtausende.

einfach schön weiter yoga üben. da brauchen wir keine amis für.

oder schreib mal dem obama ;-) er soll die mal 108 x 108 sonnengrüße machen lassen.

Also ich bin jetzt keine Juristin, aber die ursprüngliche Klage scheint doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen:

http://www.yogatruth.org/wp-content/uploads/2011/12/YTTPLawsuit1.html

Ich finde es traurig, dass die Profitgier selbst in Yogakreisen solch eine Machtstellung erlangen kann. In meinen Augen geht das vollkommen an dem Grundegedanken vorbei! 

Liebe Grüsse, 

Bee 

Also ein wenig nachvollziehen kann ich Bikrams Reaktion schon, kann man doch in dem von YogaMistress geposteten Link nachlesen, dass der Gründer von Yoga To The People bei Bikram Yoga ausgebildet wurde und bei Bikram Yoga ausgebildete Yogalehrer beschäftigt. Abgesehen davon geht es bei dem Patent nicht um die Asanas sondern um die Asanasequenz, das ist ein Unterschied.

Danke Christiana, dasselbe wollte ich eben auch schreiben.

Es lassen sich aber mehr Unterzeichner finden, wenn man so tut, als ob Bikram sich die Asanas selber patentieren lassen will. Darum geht es aber nicht.

Es geht um die Sequenz, die er über Jahre hinweg mit viel Gehirnschmalz entwickelt hat. Die Sequenz ist nämlich so durchdacht, daß der ganze Körper in 90 Min. einmal von oben nach unten und von innen nach außen durchgearbeitet wird.

Die Geldgier liegt hier leider bei den Studios, wie denen von Yoga to the people, die gerne die intellectual property von anderen nehmen und damit richtig viel Geld machen, weil sie durch ihre Dumping Preise ordentlich lizensierte Bikram Yoga Studios vom Markt drängen (u.a. in New York passiert). Ich finde es traurig, daß es überhaupt erst zu der ganzen Franchise-Geschichte und dem Patent kommen mußte, weil zu viele Studiobesitzer sich nicht loyal verhielten.

Die Sequenz funktioniert nämlich so gut, daß Bikram Yoga vor allem bei Menschen mit Problemen in der Wirbelsäule, in allen anderen Gelenken, und mit vielen diversen Krankheiten sehr beliebt ist.

Das sind meine 2 Cents hierzu.

Viele Grüße

Andrea

ist halt die Frage: mache ich Yoga oder Marketing? Oder anders: lebe ich die Philosophie oder will ich mir Wettbewerbsvorteile sichern, um Profit zu machen?

Meiner Meinung ist es grotesk, von Yoga zu sprechen, und zugleich in aller Härte betriebswirtschaftlich zu agieren. Dann soll Bikram seinen Laden "Hot-Gym" oder so nennen. Und wenn es heute die Asana-Sequenz ist, die aufgrund ihrer Einmaligkeit schützenswert sein soll, ist es morgen vielleicht der besondere Ablauf, eine Yogastellung einzunehmen und es gibt geschützte Fisch-, Kobra und Shirsasana-Aufbau-Varianten. Musst halt nur schnell genug sein - also als erster anmelden - und dann ein paar gute Anwälte engagieren, die machen das schon...

Wer sich ein bisschen im Marken- und Urheberrecht auskennt, weiss, dass es dort sehr weltfremd und artifiziell zugeht. 

Und: von wem hat Bikram eigentlich sein Grundlagenwissen über Yoga und Asanas, wer hat hier das Urheberrecht?

Yoga ist Einheit, nicht Abgrenzung!

Soviel von mir ;-)

Sonnige Grüße

Oliver

Hi Oliver,

auch wenn wir es nicht so gerne haben: Yoga ist auch ein Geschäft, mit dem wir versuchen unseren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, oder kosten - ketzerisch gefragt - die Retreats, die Du in dieses Forum stellst nichts ? Was mich an dieser Petition ärgert ist, daß sie die Dinge verdreht, um an ihr Ziel zu kommen. und das Ziel ist nicht "Yoga for the people", sondern $$$$$.....

Liebe Grüße

Andrea

Hi Andrea,

"ketzerisch" ist aber kein schönes Wort für ein Yogaforum. Ich geh mal davon aus, dass du eher provokativ gemeint hast... 

Klar ist Yoga gerade heute auch ein Geschäft. Aber es kommt doch sehr darauf an, mit welchen Zielen und Überzeugungen ich dieses angehe. Glaubst du nicht auch, es ist ein großer Unterschied, ob ich mit viel Hingabe ein kleines Studio führe, eine charmante Yoga-Boutique betreibe oder eben auch liebevoll und nachhaltig arrangierte Yogaurlaube realisiere.

Wobei an dieser Stelle gerne jeder Betroffene selbst dazu aufgerufen ist, einmal darüber nachzudenken, nach welchen Maßstäben er sein Yogageschäft betreibt. Wenn mein Hauptziel im Leben der "schnöde Mammon" wäre, hätte ich dem "Big Business" nicht den Rücken zugekehrt (war mit einer PR-Agentur selbständig und habe gutes Geld damit verdient) , um nun unseren Gästen an der Algarve eine inspirierende Yogazeit zu ermöglichen. Damit wirst du gewiss nicht reich. Aber glücklich!

Und das ist der Punkt: ich kann Geschäfte unter yogischen Aspekten tätigen. Tatsächlich arbeite ich daran und wünsche mir sehr, dass in der Wirtschaftswelt mehr yogisches Gedankengut Einzug hält. Denn dort wäre es sehr von Nöten.

Ein Autor von spirituellen Romanen sprach nie über Kosten oder Geld sondern fragte nach den Euros, die er für seine Bücher einnehmen musste, um zu leben, indem er um "Energieausgleich" bat. Wenn jeder mehr gibt, als er nimmt, haben wir alle genug auf dieser Erde. Von diesem Gedanken sollte yogisches Wirtschaften meiner Meinung nach getrieben sein.

Was die Petition angeht: meiner Info nach bietet "Yoga to the People" in den USA ihre Kurse auf Spendenbasis an. Klar geht es auch da um $, denn nur von Licht und Liebe kann ich in NY keine Mieten für ein Studio bezahlen. Die haben im Gegensatz zu Bikram aber keine zwei Dutzend yogafinanzierte Rolls Royce's in der Garage.

Und noch was: nur weil Bikram im Sinne des Yoga zweifelhaft wirtschaftet, heisst das nicht, dass das Yogakonzept dahinter schlecht ist und keiner mehr seine 26 Asanas bei 40 Grad praktizieren sollte ;-)

Liebe Grüße nach München

Oliver

Hi Oliver,

ja, der unschuldige, vom Kapitalismus noch unverdorbene Yogi, der Yogastunden umsonst anbietet, ist Bikram leider nicht mehr (siehe auch mein Kommentar weiter unten). Daß solche Lawsuits auch komische Blüten treiben können: keine Frage. Trotzdem verstehe ich, daß er schützen will, was er aufgebaut hat. Die Rolls Royce stehe ja auch nur deswegen in seiner Garage, weil seine Yoga-Sequenz in der Wärme in der westlichen Welt eingeschlagen hat, wie eine Bombe - und weil er ein Auto-Nerd ist...

In meinen Augen ist Yoga to the people ein kompletter Fake: wenn es denen nur darum gehen würde, Yoga to the people zu bringen, warum beißen sie sich so an der Bikram Sequenz und der Art des Unterrichts fest ? Dann unterrichte doch einfach Ashtanga, Jivamukti, Vinyasa, Iengar Yoga in der Wärme und gut is...

Liebe Grüße

Andrea

Also soweit ich gehört habe, hat Bikram die Sequenz und das ganze Wissen von Bishnu Ghosh, seinem Guru übernommen, also nicht einmal selbst entwickelt.

Das Argument, dass YTTP ein Bikramstudio verdrängt habe, weiss nicht ob das so fair ist. Ich denke die Yogis/nis gehen zu dem Studio, wo sie den besten Unterricht oder Service bekommen (oder eben den besten Preis). Was gibt einem offiziellen Bikram Studio denn das Recht mehr zu verlangen, oder dann nicht ein ordentliches, gepflegtes Studio zu führen? Künstliche Monopole sind ja schlecht für die Konsumenten (also für uns) - und wenn das von Bikram autorisierte Yoga besser ist, dann gehen die Leute ja eh dahin, oder?

So wie es sich darstellt geht es bei Bikram vor allem darum, dass er seine Macht, seine Kontrolle, sein Geld erhalten kann. Das war früher glaub mal anders, er war glaub ich mal mehr Yogi mit Herz und Leidenschaft. Schade, wenn das durch Anwälte und Profitgier den Bach runtergeht.

Der erste Satz ist nicht ganz richtig: Bikram hat bei seinem Guru Bishnu Ghosh von der Pike auf Yogatherapie gelernt. Als die Schlangen der wartenden Patienten immer länger wurden hat Bikram sich die Sequenz ausgedacht und von seinem Guru überprüfen und absegnen lassen. Ebenso hat er eine Systematik entwickelt, wie eben viele Menschen auf einmal unterrichtet werden können, ohne daß hands on-Korrekturen notwendig sind und hat das Ganze standardisiert. Du bekommst in jedem Bikram Yoga Studio weltweit dieselben 90 Min. - na ja fast, einen eigenen Flavour hat ja jeder Lehrer ;-)

Daß er das schützen will, kann ich vollkommen verstehen.

In NY regiert das Geld: wer billiger ist und dasselbe bietet, gewinnt - so einfach ist das.

Bikram hat tatsächlich in seiner Anfangszeit in USA nicht einmal Geld für seinen Unterricht verlangt - ganz indian style, so wie er es von klein auf kannte. Bis er von Freunden in den westlichen Kapitalismus eingeführt wurde: was nichts kostet, ist nichts.

Auch gibt es diese Franchise-Geschichte noch gar nicht so lange. Früher durfte jeder von ihm ausgebildete Lehrer einfach ein Bikram Yoga Studio eröffnen. Das ging so lange gut, bis einige dachten, sie könnten noch mehr Geld verdienen, wenn Sie vom Standard abweichen, und ihr eigenes Ding machen.

Tja, verärgere nicht einen indischen Yogi...

Also ich habe fast ein Bikram-Studio, weil meine Fußbodenheizung spinnt und ich im Moment flotte 27 Grad im Studio haben :-))

 

Mal im ernst: Bin totaler Nicht-Bikram-Kenner und hab da mal ´ne ganz profane Frage: Ich hab jetzt schon ein paar Mal gelesen, dass die Reihenfolge seiner 26 Asanas besondern toll für den Körper sein soll, weil von oben nach unten.......usw usw.

1. Welche Asanas sind das?Wo kann ich mir den die Reihenfolge mal ansehen? Gibt es dazu Bücher oder ähnliches?

2. Mir ist die Wirkung durch Hitze etc. durchaus bekannt und bewusst, aber ist die Reihe ohne 38 Grad nicht ebenso wertvoll?

3. Wenn ich diese Reihe unterrichten würde, ohne die Hitze  - > würde ich damit Lizenzrechte verletzen?

 

Ich kann´s leider nicht ausprobieren, weil´s hier bei mir kein Bikram-Studio gibt:-(

 

Gruß

Annika

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