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ein, wie ich meine, sehr interessanter Abriss über die Yoga Rezeption in Deutschland:
http://yoga-akademie.de/YoInDeutsch.html

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maxim:Ein Großteil der hiesigen Yoga-Klientel zeigt sich zunächst nur an der Verbesserung ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit interessiert. Salopp ausgedrückt: Muskeln und Ego sollen dank Yoga
wachsen.

angad:Yoga wirkt sich positiv sowohl auf den Körper als auch auf die Seele aus. Denn durch die Asanas stärken wir unsere Fitness, können Aufgaben gelassener angehen und bleiben selbst in Stress-Situationen ruhig und besonnen.
Maxim:
Wenn der "erste Lehrer" ohne einen Guru den Yoga erlernen konnte, selbst ohne Bücher, nur durch die spielerisch-neugierige Arbeit mit dem eigenen Körper und Geist, warum dann nicht wir?“


Irgendwann hat mal irgendjemand ein Rad erfunden. Es hat sich in der Welt herumgesprochen. Jetzt muss nicht jeder einzelne Mensch hergehen und das Rad neu erfinden.
...."dann lautet die Antwort : ja."


Welche Antwort? Und in welchem Bezug steht das "ja"?
„Ich persönlich, Ich will.

Und das Rad ist in diesem Fall nicht die Metapher, die ich verwenden würde. Ich sehe Räder jeden Tag, tausendfach. Einen Yogameister, der mir den Yoga erklärt hätte, habe ich jahrelang gesucht und nicht gefunden.



O.k., das Beispiel mit dem Rad ist vielleicht nicht übertragbar auf die Yogameistersituation.

Wahrscheinlich haben wir aber unterschiedliche Vorstellungen von Yoga b.z.w. Yogameister.

Für mich bedeutet Yoga praktizieren in erster Linie Asanas und Pranayama üben. Auf dieser rein physischen Ebene halte ich meinen Körper gesund und flexibel.
Mehr kann Yoga meines Erachtens nicht „leisten“. Und auf dieser Ebene gibt es sicherlich viele gute Lehrer, die die Asanapraxis gut beherrschen und auch einem Schüler vermitteln können.

Wenn du jedoch Yoga im klassischen Sinn (nach Patanjali) als eine achtgliedrigen Pfad ansiehst, den man gehen muss um Erleuchtung zu erlangen, dann wird es sicherlich schwierig sein (wenn nicht sogar unmöglich) einen passenden Lehrer (Meister) zu finden.
Denn wer sollte dich Erleuchtung lehren?
„Doch ich glaube, Yoga kann mehr als das leisten. Und auch auf dieser Ebene gibt es viele gute Lehrer.
Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen fliegen Fliegen Fliegen nach.
Formvollendet fliegen können Fliege wie Adler.
Sprach der Albatros, breitete seine Schwingen aus und schwebte über die Weite des Meeres hinweg.“




Mir ist bewusst, das ich hier ein Dogma, einen Mythos anzweifle.
Wir sind es gewohnt, aufgrund von Erziehung und sonstiger Einflüsse, nichts anzuzweifeln.
Es gibt einem das Gefühl von Sicherheit, etwas zu wissen, zu glauben und zu besitzen.
Sobald du anfängst zu zweifeln, in Frage zu stellen, verlierst du den Boden unter den Füssen.
Daher ist es leichter und bequemer sich an irgend eine Idee, eine Vorstellung, eine Methode zu klammern.

Wenn du also sagst: „Doch ich glaube….“, dann wirst du jede Kritik von dir weisen und versuchen mit netten Sprüchen (z.B. der mit den Fliegen) deine eigene Meinung zu untermauern.

Was kommt dabei heraus? Derjenige der die meisten oder besseren Argumente hat, ist im Recht?
„Ich wiederhole mich daher ein wenig präziser:
Ich kenne keinen einzigen Asana / Pranayma - Meister. Und ich habe in keinem einzigen modernen Yoga-Buch eine Beschreibung und Erklärung der Asana und Pranayama Praxis gelesen, die mich befriedigen würde.“




Ich kenne deine Ansprüche an einen Lehrer (Meister) nicht. Wenn sie jedoch so hoch sind, das du keinen Lehrer findest, der deine Ansprüche befriedigen kann, dann bist du entweder selber auf einem Level, auf dem du von keinem Lehrer mehr lernen kannst, oder deine Ansprüche sind halt einfach zu hoch.


Wenn es um Asana und Pranayama geht (nicht um Meditation u.s.w.), dann gibt es hier genügend gute Asanabücher und auch genügend gute Lehrer von denen man lernen kann.
Ich persönlich sehe in der Iyengar-Methode, die du ja schon in einem anderen thread kritisiert hast, eine exakte Methode zum Erlernen der Asana- und Pranayamaarbeit.
Wenn du mal das ganze Procedere um die vereinsinternen Dinge weglässt und dich nur um das Wesentliche, nämlich die Asanas kümmerst, dann bist du mit der Iyengarmethode gut bedient.
In jeder deutschen Stadt gibt es irgendwo in deiner Nähe sicherlich Iyengaryogalehrer.
Da ich in München wohne habe ich hier zwei sehr gute Lehrer, bei denen ich üben kann:
Michael Forbes (www.iyoga.de) und Bob Blaeser (www.iyengar-yoga-institut-muenchen.de) .
"Herauskommen kommt dabei, was wir daraus machen, oder?"



Wir können nichts „daraus machen“.
Die Frage ist: „Wie schauen wir auf die Dinge, innerlich und äußerlich?
Hallo Ella,

in der amüsanten Darstellung der „Psyschologie des Geldes“ wird in der Tat deutlich, wie unser Bewusstsein funktioniert.

Kurz zusammengefasst kann man sagen, das wir nur an uns selbst interessiert sind (Eigeninteresse) und das wir (uns) ständig „vergleichen“.
Wie schauen wir also auf uns und die Welt?
Mit Eigeninteresse und einem vergleichendem Bewusstsein.
Wie kann nun ein Bewusstsein, das sich ständig vergleicht und auf Eigeninteresse beruht ,irgendetwas klar sehen?

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