yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Gestern habe ich bei einer Feier ein Baby beobachtet, wie es seine Haxerl in alle Richtungen gestreckt hat. Sehr süß und ich habe viele Asanas erkannt und bin dabei ein bisschen neidisch geworden. Wie mühelos und unbeschwert sich die Kleine bewegt hat.

 

Auf jeden Fall habe ich mich dann mit der Großmutter unterhalten und gemeint, dass diese Flexibilität wirklich beneidenswert ist und dass die Kleine ohne weiteres in den Spagat käme.

Da meinte sie: "Wie ... trotz Yoga kannst du keinen Spagat???" Das Entsetzen war ihr ins Gesicht geschrieben und über meinem Kopf schwebte ein großes Fragezeichen?

 

Ich habe mich ehrlich noch nie damit beschäftigt bzw. darauf hin gearbeitet bzw. denke ich, dass ich da meilenweit davon entfernt bin. Auch wenn ich ihn wunderschön und sehr anmutig finde.

 

Also ist der Spagat ein "need to have" oder ein "nice to have" oder "no need to have"?

Wie hält ihr es mit dem Spagat/Hanuman? Wer konnte seinen Spagat erst durch Yoga einnehmen oder konnte ihn schon von früher (Tänzerinnen gelten nicht ;))

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 514x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

ups :)
:)
ok, mittlerweile gibt es 3 Hanuman-Gruppen. Langsam sollten wir uns für eine entscheiden…

Also ich habe jetzt mal den Anfang gemacht und das erste Bild eingestellt auf http://www.yogapad.de/group/hanumanasanagruppe

 

Es gibt Entwicklungspotenzial :)

Ahhh :)

Ein schönes Thema habt ihr euch ausgesucht. Mich beschäftig der Front-Spagat, hanumanasana, sehr. Ebenso der Sidesplit, also das seitliche Spagat. Ich habe viel darüber nach gedacht, gelesen, geübt und mit anderen ausgetauscht und möchte meine Gedanken jetzt aufschreiben. Über austausch darüber freue ich mich sehr. Ich gehe jetzt Im folgenden nur von mir aus.

 

Mein Ausgang

Im Laufe meines bisherigen Lebens war ich immer sehr weit vom Spagat entfernt und hätte diverse ausreden parat gehabt. Mittlerweile sehe ich das völlig anders. Ich denke mir alles zu seiner Zeit. Mit der Zeit werde ich einen Spagat entwickeln. Mit der Zeit werde ich den vollen Lotus entwickeln. Und anderes.

 

Was bringt mir hanumanasana?

Gute Frage eigentlich. Für mich ist er ein "Nice to have". Da ich für meine Meditation ein Mediationsbänkchen habe kann ich eh immer wann ich will Meditation ausführen. Das ist für mich wichtig, da ich laufen irgendwelche Entzündungen und Einschränkungen durch Sport in den Beinen habe. Insofern ist Lotus und andere Motorik ab diesem Grad nicht so elementar. Und dazu zähle ich hanumanasana. Mir wurde erzählt, und es klingt für mich plausibel, das die Fähigkeit zu beiden Spagaten den Lotus sehr weich und geschmeidig werden lässt. Da ich jedoch durch mein Bänkchen alle Zeit der Welt habe, kann ich hanumanasana ohne Stress aufbauen. Auf Kissen, ich hab da ein halbmondförmiges, sitze ich auch sehr gerne, besonders beim Pranayama (Ferse) aber hier habe ich deutliche Einschränkungen nach intensiven Sport. Oder gar Wettkampf.

Neben dem Lotus bringt mir die Mobiltiät die ich erlange auch erhebliche Vorteile im Sport. Ich kann eine schärfere aerodyanmische Radposition länger fahren, einen weiteren Schritt beim Laufen errreichen und die Beine sind beim Schwimmen lockerer. Und insbesonders beim Training mit der Langhantel. Oder bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht.

 

Was begrenzt mich?

Grenzenlose Mobilität gibt es für mich nicht. Ich weiß zum Beispiel nicht wie einmal ausgeleierte Bänder und Sehnen wieder stabil werden. Also vermeide ich diesbezüglich viel. Bin eher konservativ. Eine ausführliche "Stretch"-Session macht mich am nächsten Tag im Sport schwach und an dem Tag ist die Messe gelesen.

Der Frontsplit auf dem Boden stellt für mich das höchste der Gefühle dar. Negative Splits werde ich nie machen. Dabei sind die Füße höher als das Becken. "Man hängt durch".

Wichtig für mich ist erst einmal einen geschmeidigen Sonnengruß können - was jetzt geht. Jetzt wird aufgebaut.

 

 

Wie oft Erhöhe ich meine Mobilität pro Woche? 

Ich habe einen straffen Trainingsplan. 5 bis 8 mal die Woche intensives Training mit komplexen Bewegungen. In jedem dieser Trainings stelle ich im aufwärmen meine Mobiltität fest. Zig Übungen, mein Trainer schreibt viel in den Plan. Allerdings ist das kein Stretching das zum Spagat führt! Das ist dynamisches Dehnen. Aufwärmen, erhalten und minimale Steigerungen. Dafür konstant. Und das ist wichtig. Ist auch eine Art Frühwarnsystem für Verletzungen.

Yoga ist für mich ausgleich. Harmonie. Sanftes einfühlen in die Asana. Atem beobachten. Mache ich häufig. Und ist für mich nicht so geeignet als Dehnung- und Schmerz. Zumal häufig nach dem Sport und dann ist es zu heftig. Muskelkater und Einschränkungen am nächsten Tag.

 

Aber wir oft richtig "dehnen"? So bis Schmerzgrenze? Da bin ich pragmatisch und hab mal geschaut und gesprochen was denn minimum ist um voran zu kommen? Um eine Fähigkeit in der Bewegung zu , da reicht tatsächlich aus eine Bewegung alle 4-7 Wochen ausführen. Beruhigend. Und um eine Fähigkeit aufzubauen: 1 bis 3 mal die Woche. Häufiger ist dann schon wieder Kontraproduktiv.

 

Ich gehe also fast jeden Tag in Bewegungen hinein, die sanft sind. Dynamisch. Und versuche einen Tag in der Woche zu finden für eine "richtige Session" wo der Schmerz mein Freund ist und ich am nächsten Tag auch Ruhe habe.

 

Meine Übungsweise

Ich habe viel Input zum Spagat mir außerhalb vom Yoga geholt. Im russischen Militär, bei den Spetzna Eliteverbänden, ist der Spagat ein "Must Have". Und auch unbewegliche werden binnen 6 bis 12 Monaten dahin gebracht. Dabei ist das Vorgehen sehr pragmatisch und basiert auf einer gewissen Schmerztoleranz. Diese Freude am Dehnungsgefühl habe ich mir zuerst abgeschaut und angeeignet, ehrlich gesagt glaub ich nicht das das ohne geht, und dann die meisten der Methoden. Ebenso Erzählungen von Kumpels die eine Weile bei Shaolin geübt haben. Die Trainer dort misshandeln ihre Schüler und sind nicht zimperlich. haha. Die Beiden haben dann Methoden genutzt um das Stretching voran zu treiben - bevor der Trainer sich wieder auf die Beine stellt.

 

Die Mehoden sind passende Zwischenschritte zu der Bewegung hin, Visualsierungen, und insbesonder Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) in Kombination mit Atmen.

 

Zunächst einmal gibt es einige Postionen, Asana, die ich häufig übe um: Hüftbeuger, Oberschenkelvorderseite, Rückseite, Waden anzupassen, Stichworte sind:

Sonnengruß + Variationen

Lizard Crawler

Taube

Krokodilsübungen (gerne auch einbeinig mit Band)

Tactical Frog

Schmetterling

Vorwärtsbeugen

Drehsitz

 

Und um den Spagat zu üben: Hanumanasana, Seitlicher Spagat, Roadkilldeadsplit

 

Wie ich in den Hanumanasana hineingehe

Es gibt noch viel zu tun. Aber es wird.

Natürlich bin ich aufgewärmt und habe mit sanften Vorübungen

 

Ich übe auf Teppich. Links und rechts Sofa und Tisch zum abstützen. Obekörper aufrecht.

Hinteres Knie aufgestützt (ganz wichtig, meine Steifen Hüftbeuger und Hammis sind stärker als mein Kreuzband)

Und die vordere Ferse und Knie kommt eine Zeitschrift. Dann ist das alles rutschiger. Ich kann nun fein dosieren. Ich halte mich mit den Händen an Möbeln. Kann Druck nachgeben oder aufbauen.

 

Der Impuls im Gedanken: Ich strebe nach Länge. Hinteres Bein nach hinten. Vorderes nach vorne. Als ob ich gegen zwei Wände drücke. Erstmal einfinden ...

Jetzt kommt PNF: Atem anhalten. Und FEST Bauchmuskeln, Hintern und Oberschenkel progressiv ANSPANNEN und 5 bis 10 Sekunden FEST halten. Dann schlagartig loslassen, einatmen und patsch alles rutscht nach unten.

Drei bis fünf Durchgänge pro Bein.

 

Ich bereite so eine Session gründlich vor. Hab nen guten Tag. Wärme mich auf. Gehe durch alle aufgezählten Übingen durch und Final kommt das Verfahren für Hanumasana. 

 

Zum seitlichen Spagat schreibe ich auch noch mal was auf. Den find ich viel schwerer und bin nicht so weit.

 

hanumanasana ist eine der hingebungsvollsten asana für mich.

vor allem wegen meiner großen sympathie für hanuman.

http://www.youtube.com/watch?v=cMETXdbeMHU

vor ca. 8 monaten habe ich angefangen die haltung zu üben und bin zur zeit noch ein paar zentimeter über dem boden.

aber ich stresse mich damit auch nicht. der weg ist das ziel.

ich finde es eher merkwürdig, dass du die asana in "musthaves" einteilst.

es ist doch egal welche asana du perfekt ausführen kannst oder nicht?

ist es nicht die innere einstellung die die äußere form bestimmt?

vielleicht solltest du die asana nicht üben, damit sie gut aussieht sondern eher damit sie sich gut anfühlt?

falls du mal die gelegenheit hast empfehle ich dir dharma yoga.

www.dharmayogacenter.com

die lehre von dharma mittra führt dich schnell in anspruchsvoll haltungen, wie handstand, skorpion, spagat und viele andere tolle haltungen. das kann ich dir aus eigener erfahrung bestätigen.

viel spass trotzdem weiterhin beim üben!

:)

 

RSS

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen