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Hallo,
bin von einer Schülerin angesprochen worden ob ich Ihr nicht einige Übungen zusammenstellen kann, die Ihre bei Ihren Depressionen / schlechten Tagen helfen könnten.

Sie benötigt Übungen zu aufhellen des Geistes / zur Beruhigung.

Wer hat Erfahrungen mit diesem Krankheitsbild und kann mir die Do und Don t helfen .

Schon einmal Dankeschön.

Petra

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Hallo Petra,

ich hatte schon mehr als eine Depression in meinem Leben, aber seitdem ich weiß, wie man präventiv wirkt, bin ich beschwerdefrei. Grundsätzlich gilt, dass Ausdauertraining positiv wirkt, also flotteres und längeres Surya Namaskar böte sich an. Licht und eine gute Psychohygiene helfen nachweislich auch ;-)

Konkret auf Asanas bezogen kann ich dir gern meine Erfahrungen mitteilen:

Gut stimmungsaufhellend wirkt bei mir der Kopfstand, insb. wenn er etwas länger gehalten wird. Für den Schulterstand kann ich dies nicht genauso behaupten, ich führe das darauf zurück, das beim Shirsasana insb. das Kronen- und Ajna-Chakra stimuliert werden.

Wenn ich bereits in einer depressiven Verstimmung bin, finde ich den Fisch ziemlich furchtbar, aber vorbeugend ist er großartig. Flankierend finde ich persönlich Trikonasana und Drehsitz perfekt.

Man sollte ja meinen, dass Sprinter und Held eine gute Wahl seien. Auf mich selbst bezogen habe ich aber bessere Erfolge mit oben genannten Asanas.

Die Tiefenentspannung kann gern Stille enthalten, aber nicht soviele Minuten, dass der Grübelwahn Zeit findet. Gleiches gilt für Meditation. Der Knaller war, als ich in einer düsteren Phase in der Endentspannung mit Lavendelöl im Nacken massiert wurde, da schwebte auch ich mit nunmehr heiteren Gedanken wieder aus der Stunde :-)

Hoffe, ich konnte Anregungen bringen...

Om shanti
sende dir einen Lichtstrahl

Radharani
Hallo Radharani,

super super super vielen Dank für Deine Hilfe. Tolle Anregung.

Falls ich neue Erkenntnisse gewinne lasse ich Dich gerne daran Teilnehmen.

Es gibt in Qigong noch eine Übung die Lebensschaukel.

Hier könnte ich mir auch eine possitive Wirkung vorstellen.
Übung.
Einatmen langsam auf die Zehenspitzen stellen / Arme schwingen locker mit
Ausatmen / auf die Fersen kommen / Zehenspitzen abheben auch hier schwingen die Arme langsam nach hinten.

Om shanti.
Aditi
Danke für den Tipp.

Om Aditi
Hallo Thorsten,

danke für den Tipp. Brauche gerade selbst dringend Erleichterung.

D.
Liebe Petra
Danke für Deine spannende Frage, welche mich angesprochen hat. Hier einige persönliche Gedanken dazu.
Aus meiner Perspektive kann man die Frage, ohne die Person zu kennen, nicht abschliessend beantworten. Handelt es sich bei dieser Person um jemand, welcher glaubt "Arbeiten bis zum Umfallen" zu "müssen" um geliebt zu werden (Stichwort Brunout) oder ist es jemand welcher, und da sag’s ich's mal ganz platt, in den Engelwelten herumsaust und beim Erhalt der weltlichen Steuernachzahlrechnung in eine Depression fällt? Fehlt es dem Menschen an Erdung oder an der Wahnehmung seines Innern. Warum ist die Seele dieses Menschen traurig? Den Menschen dort abzuholen, wo dieser gerade steht, bedeutet den Menschen kennen zu dürfen (wenn er dies zulässt).

Hier doch noch einige Tipps: Braucht der Mensch wieder eine Erdung, so empfehle ich Gleichgewichtsstellungen im Stand. Braucht der Mensch Aufrichtung in der Art "ich bin gut, so wie ich bin" so empfehle ich die Aufrichtung der Wirbelsäule (etwa die Kobrastellung oder eine Sitzstellung mit ausgerichteter Wirbelsäule). Beruhigung kann über die bewusste, ruhige und vor allem gleichmässige Atmung erreicht werden. Hier kann bewusst der Atemstrom verfolgt werden und sich auf folgendes konzentrieren:
Einatmung: Ich nehme Prana, Lebens- und Nervenkraft auf
Anhalten der Atmung: Prana durchströmt meinen Körper, reinigt ud kräftigt meine Zellen und baut neue Zellen auf
Ausatmung: Ich reinige mich und lasse alles Alte + Verbrauchte wieder los, schaffe Raum für neue Lebenskraft.

Ebenso kann zur Aufhellung des Geistes, so wie Du dies nennst, Konzentration auf eine Kerzenflamme geübt werden. Dabei setze ich mich mit gerader Wirbelsäule hin, schaue in die Kerzenflamme (die Umgebung beachte ich dabei nicht) und schliesse mit der Zeit sanft die Augen und stelle mir den Lichtpunkt zwischen den Augenbrauen, zwischen der Nasenwurzel vor. Diese Bild des Lichtpunktes halten und die Gedanken, welche auftauchen, zwanglos vorbeiziehen lassen. Die gesamte Achtsamkeit auf dem Lichtpunkt belassen.
Ich hoffe, Du kannst mit dieser "Ferndiagnose" etwas anfangen. Dir und Deiner Schülerin wünsche ich viel Glück, Christian
Lieber Christian,

gute Einwand erst einmal zu schauen was die Lebensituation ist und entsprechend zu agieren.

Ich denke ich werde eine kleine Reihe zusammenstellen und dann einfach einmal auf Feedback der Schülerin warten um entsprechende zu verändern.

Vielen Dank
Petra
Liebe Petra,

als Lachyoga-Lehrerin habe ich nicht selten mit Menschen zu tun, die unter Depressionen leiden. Lachyoga ist eine der besten Methoden, um mit Niedergedrücktheit besser zurecht zu kommen. Diese Übungen hellen das Gemüt rasch auf und wirken nachhaltig. Oft berichten mir TeilnehmerInnen schon nach relativ kurzer Zeit, dass sich ihr Lebensgefühl durch das Lachen verändert hätte. Rufe mich bitte gerne an, wenn Du mehr erfahren möchtest.

Licht und Lachen

Gabriela, Om Shanti
hallo Petra,

in einer solchen Situation habe ich mit intensivem Pranayama sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wenn der Aspirant bereits fortgeschrittener ist, helfen die energieerweckenden Übungen, wie Bastrika sehr schnell und effektiv, die Stimmung zu erhellen. Das sollte allerdings unter kundiger Leitung erfolgen, weil es sein kann, dass durch die Reinigung erst einmal einiges hoch kommt, bevor langfristig der stimmungserhellende Effekt eintritt.

Gruß
Kundalinidevi
ja, stimme dir zu. ich übe mit meinen leuten auh immer die kraftvollen atemübungen.
sie fühle sich sehr frei und gelöst eneriegelade danach.
doch es kamen auh schn einmal ein paar mädels zu mir die meinten echt "angi, können wir bitte weniger atmen..."
fand ich lustig (innerlich), mir wurde dann richtig bewußt das diese menschen nur die asanas machen möchten.
nach dem motto: außen hui innen pfui ;-))
eine meinte bastrika macht sie agressiv.
aber der mehrheit tut es echt richtig gut.

angiii
Om Namah Shivaya Petra,
Was ist denn aus der ganzen Sache geworden? Hat es geholfen? Ansonsten würde ich auch Pranayama (10 Minuten Kapalabati oder Bastrika und 20 Minuten Wechselatmung) empfehlen, aber unbedingt kombiniert mit einer Endentspannung, damit das erweckte Prana nicht fehlgeleitet wird. Vor der Endentspannung noch den Sonnengruß, danach ein nettes Mantra und eine kleine Meditation und der Tag kann beginnen. Die Stunde morgens lohnt sich. Ansonsten hilft halt im akuten Fall ein hartes Kapalabati - das schöne Gefühl wieder Luft holen zu dürfen und tief einatmen zu können, lässt jegliche miese Stimmung schnell vergessen.
Om Shanti
Olaf
Om lieber Olaf,
stimme dir zu möchte aber trotzdem anmerken, das es sich bei einer Depression nicht um eine miese Stimmung handelt, die man mal so "wegatmet" und einem depressiven Menschen sollte man auch nicht vermitteln das er mit Atemübungen sofort eine Verbesserung spürt, ist das nämlilch nicht der Fall, fühlt er sich noch schlechter ...Gruß Janaki
Om liebe Janaki,
ich stimme Dir natürlich zu - meine Formulierung war etwas zu salopp. Im wesentlichen kam es mir darauf an, dass m.E. eine Endentspannung auch zum "nur Pranayama" - und insbesondere bei derartigen Problemfällen - dazugehören sollte.
Om Shanti
Olaf

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