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Liebe Yogis,

schon länger habe ich das Thema "Yoga an Schulen" im Kopf. Vor 4 Jahren traf ich einen Professor in Indien, der mit seiner Initiative in Zusammenarbeit mit US-Hochschulen das Projekt "Creating sustainable world peace through Yoga and meditation" ins Leben gerufen hat.
Angesichts der aktuellen Ereignisse und der Verfassung viel zu vieler Kinder und Teenager denke ich, es ist an der Zeit, auch bei uns eine solche Inititiative zu starten.
Ich bitte Euch nun um Eure Hilfe: wer weiß um die aktuelle Sachlage (ich hörte von Schulen, an denen Yoga bereits Pflichtfach ist), oder kennt z.B. Kinderyogalehrer, die bereit wären, an die Schuen zu gehen?

Ich freue mich auf Eure Nachrichten! ... bitte nur wirklich themenbezogene Kommentare, die der Sache helfen könnten.

Namaste und Dank,

Kerstin


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Hallo Ihr Lieben, ich schreibe meine Diplomarbeit gerade zum Thema" Kinderyoga als mögliche Prävention von stressbedingten Erkrankungen" Ein Teil davon soll Yoga in der Grundschule sein. Ich bin auch noch nicht so richtig in dem Thema drin und hoffe, ich könnte auch erfahren, in welcher "Yoga aktuell" etwas darüber stand.
Ich weiß allerdings, dass es Yoga in der offenen Ganztagsbetreuung an Schulen gibt, weil ich selbst dort gearbeitet habe. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass Yoga dort einfach als eine Art " Bewegungsangebot" gesehen wird, in das die Kinder gesteckt werden, die "ruhig gestell"t werden sollten. Noch nicht einmal Geld für Yogamatten gab esund die Asanas sollten auf Campingmatten auf einem rutschigen Boden ausgeführt werden. Also waren meine Erfahrungen eher negativ.
Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, da meine Arbeit ja in diese Richtung geht. Liebe Grüße. Natascha
Ich habe früher an Schulen Judo unterrichtet, allerdings häufig auch im Rahmen von Projektwochen. Die Idee und sicher auch die Notwendigkeit, manche Kids in eine innere Balance zu bringen, hätte zweifelslos positive Auswirkungen auf den Schulbetrieb und auch auf die Schulnoten. Da bin ich mir ganz sicher.

Zu Fragen der Konzeption, wie man solch ein Projekt flächendeckend in Deutschland angehen könnte, müsste man vielleicht mal bei den Sportverbänden nachfragen. Ich weiß, dass beispielsweise der Deutsche Judobund Materialien dazu erarbeitet und viele Sportlehrer geschult hat. Dort könnte man ja ´mal nachfragen und „benchmarken“.

Die Hauptschwierigkeit dürfte m.E. nach darin liegen, dass es einheitliche „Lehrpläne“ zu erarbeiten gibt, also Standards, die allgemeingültig sind und qualifizierte LehrerInnen vorhanden sind. Und: Es darf nichts kosten, denn die Schulen haben kein Geld.
Liebe Angie, liebe Natascha, lieber Georg,
liebe Yogis,

vielen Dank für Eure Antworten.
Ich werde mich weiter in die Recherche knien und habe das Bildungsministerium bereits kontaktiert.
Ich denke, zusätzlich zu den von Euch richtig erwähnten Aspekten in Bezug auf die Gesundheit und Ernährung sind vor allem Geschehnisse wie Amokläufe an Schulen sehr gute Argumente für Yoga als Pflichtfach, wenn man neben den körperlichen Effekten auch die mentalen und emotionalen fokussiert.
Dies möchte ich bei der Intitiative zumindest gleichwertig zum körperlichen Aspekt stellen.
Wie wir wissen, braucht es für Yoga nicht viel Geld; da ich in Fundraising aktiv bin, wäre es möglich, Gelder zusammen zu bekommen.
Und vielleicht finden sich ja auch Yogalehrer, die bereit wären, z.B. 1x pro Woche kostenlos eine Stunde anzubieten oder Workshops. Ich wäre dazu bereit.
Anyways- ich freue mich über Eure weitere Unterstützung hier und werde regelmäßig "einchecekn", um die zusammengetragenen Informationen zu sammeln.
Laßt uns den KIds etwas von unserer Yogi-Ruhe und Gesundheit abgeben... denn sie machen unsere Welt der Zukunft ; )))

Lieben Gruß,
Namaste,

Kerstin
Hallo Kerstin,

ich kann da jetzt leider nicht besonders qualitative Antworten oder Infos liefern.
Grundsätzlich find ich das Thema aber super und wäre ein absoluter Befürworter.
Ich denke auch, dass man damit an vielen Schulen eine offene Tür einrennt.
Problematisch ist hier eher nicht die Umsetzung, oder ob es von den Schülern genutzt wird.
Schwierig ist die Finanzierung von Lehrern.
Sobald hier externe Leute ins Spiel kommen, wird es oft sehr bürokratisch. Bis das beim Ministerium beantragt und genehmigt wird, dauert es ewig. Zumal es dann wahrscheinlich nur als zusätzlichen Freizeitwert wie Judo und Tischtennis angesehen wird. Ohne fundierte Hinweise und Beweise über die daurchaus positive Wirkung für die Kids, bezweifle ich, dass das jemals Pflichtfach wird. An privaten Schulen dann schon eher. Ich war selbst im Internat - > da hätte es sicherlich geklappt.
Ich würde da bereits im Studium zukünftige Sportlehrer besonders ausbilden, damit die später viel davon einsetzen können im Rahmen ihres Unterrichtes.
Gruß
Annika
Mein Tipp:
Einfach machen. Schreibt die Schulen an wenn ihr wollt. Mein Yogalehrerin unterrichtet seit ein paar Jahren ehrenamtlich an einer Problemschule. War für sie öfters sehr erdend mitzuerleben wenn Kinder in unserem Land ohne Frühstück in die Schule müssen. Und auch wie der Umgang untereinander ist. Überfälle, Gewalt ... das Umfeld in dem die Kinder eben aufwachsen.

An meiner Schule rufe ich momentan ein Projekt ins Leben, ich wende mich aber zunächst an meine Kollegen mit Entspannung, Yoga und Austausch darüber. Einen Raum der Stille haben wir schon eingerichtet. Ich lasse auch laufend in meine Unterrichte Aspekte der Körperwahrnehmung einfließen. Ich kann in meinen Klassen miterleben wie sich junge Menschen kaputt sitzen. Das muss ja nicht sein.

Einfach machen. Daraus entsteht gutes. Zum Beispiel ist eine der Schülerinnen meiner Yogalehrerin nun dabei ihr Abitur nachzuholen. Zu Beginn der Yoga AG war sie auf der Hauptschule mit schlechten Noten. Immer die gleichen Klamotten, Problemvater, schlechtes oder kein Essen, Gewalt und so fort.


om shanti.
Genau der richtige Ort für Yoga. In der Klasse neben mir sind auch letzte Woche zwei Problemschüler von der Polizei wegen Amokandrohung aus dem Unterricht rausgeholt worden. Das ist schon ein seltsames Gefühl für den Tag. Die Klasse hat es sicher mehr bewegt.

Oder wenn ich mich vor Augen führe was in den BVJ Klassen bei uns mitunter los ist. Manche betroffene Lehrer hätten da gerne neben einem zweiten Lehrer noch gleich einen oder zwei bewaffnete Polizisten dabei.

Eine Welt ohne Ritalin ... gesunde Bewegung an der Schule ... Hausaufgaben die individuell fördern .

Wer soll das anleiern wenn nicht wir?

Auf Politiker warten? :)
Vielleicht richten es ja die Grünen nach der nächsten Wahl. lol.
Hey Ihr Lieben, um noch einmal auf das Thema Ehrenamt zu kommen. Es ist natürlich eine tolle Sache, ehrenamtlich zu Arbeiten un d ich habe auch einen Yogakurs für gestresste Studenten"für lau" gegeben.

Wenn man Yoga aber wirklich als seriöses Konzept an Schulen bringen und damit ernsthaft etwas erreichen möchte, sollte es in den Schulalltag integriert und auch von qualifizierten Lehrern unterrichtet werden.
Klar gibt es mal hier mal da eine AG, aber dort werden dann wie gesagt oft die Kinder reingeschickt, die man aus dem Geschehen auf dem Schulhof haben möchte( wurde so auch gesagt) In der Offenen Ganztagsschule werden diese AG`s von Übungsleitern angeboten, die auch total unterbezahlt sind.
Die andere Sache ist die: Wenn wir immer mehr ehrenamtliche Angebote an Schulen bieten, dann wird auch nicht mehr Geld in diesen Bereich gesteckt, da es ja irgendwie immer läuft.Und gerade dort wäre Geld wirklich wirklich nötig. ( ich kann hier wieder nur von der OGTS sprechen, in der alles "irgendwie" geregelt werden muss)

Es soll nicht der Eindruck geschehen, ich wäre gegen das Ehrenamt. Ich finde es toll und man sollte jede Gelegenheit nutzen, um anderen zu Helfen, aber nicht um jeden Preis.

Liebe Grüße

Natascha
Ich lese mich gerade in etwas ein, Infos folgen;) ( in den Niederlanden gibt es wohl bereits integrierte Yogaeinheiten in den Schulalltag....
Hallo Natascha,

wenn Du zu dem Thema weitere Informationen findest dann freue ich mich sehr über eine Veröffentlichung. Z.B. über die Niederlande.

Du hast vollkommen Recht das nur ehrenamtliche Angebote auf Dauer nicht unbedingt, oder nur sehr zäh, eine Änderung hervorrufen. Aufgrund meiner Arbeit als Lehrkraft an einer Schule habe ich nur keine Erwartungshaltung diesbezüglich. Es läuft schon so im Unterricht alles über schwarze Kassen. Also die Lehrer die im Unterricht Materialien verbrauchen (wir haben kaum oder keine Bücher) bezahlten die Kopien selber, wenn irgendwas kaputt geht dann wird dies zum Teil auch privat ersetzt. Unser Fachbereich steht mau da und hat mal eine Liste zusammengestellt. nur die nötigsten Investitionen und wir sind bei einigen Tausend Euros. Bekommen aber so schnell nichts. Seit Jahren ist kein Geld über.

Ich fange langsam an meiner Schule Yoga einzuführen. Und bin gerne bereit darüber hinaus bei Unterschriften oder was auch immer Erfolg verspricht mitzumachen um dies mehr in das Bewusstsein zu bringen.

Vielleicht ist ja Yoga Vidya bereit für eine Aktion "Yogamatten für die Schulen" als Spender tätig zu werden oder was auch immer. Am schönsten sind natürlich richtige Fördergelder. Ich denke schon das da etwas zu bewegen geht.

om shanti
Was ist in Euren Augen das Mindestpaket um an einer Schule Yoga starten zu können?

Ein Satz Yogamatten für eine 30 Schüler?

Was meint ihr?
Namaste Ihr lieben,

auf dieser Internetseite gibts eine kleine Studie über Kinderyoga in der Schule im Rahmen der OGS.
http://www.info-kinderyoga.de/9.html

Liebe Grüße

Natascha
Was ich aber noch erwähnen muss: Ich habe bei der Schule angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass das Angebot direkt nach dem Prpjekt aus Kostengründen wieder eingestellt wurde.

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