yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Jeder, auch jemand der nicht Yoga praktiziert, kennt sie oder hat schon einmal von ihnen gehört – die Mantras. Welche Wirkung aber haben diese Mantras? Es gibt im täglichen Leben viele Situationen, in denen unsere Aggressionen aufflammen können und wir um Gelassenheit sinnen sollten. Im Supermarkt in der Kassenschlange, die nicht vorankommt, zum Beispiel. Hier könnte man leicht mit einem Mantra dem Unmut entgegenwirken. Wem es hier gelingt, sich in den eigenen Mantra-Tempel hineinzudenken und heilige Namen im Geist zu wiederholen, der kann sich selbst helfen. In der Definition eines Lexikons erklärt man das Mantra als „Wort magischer Kraft“, wohingegen Yogis es eher mit „Worten spiritueller Kraft“ umschreiben würden. Es entstammt dem Sanskrit und die dort genutzten Worte wurden über Generationen von Yoga-Schülern weitergesagt und in der Abfolge von Jahrtausenden immer wieder rezitiert. So findet der Yogi, der auch heute Mantras spricht, sich in einem Kraftfeld wieder, gestützt durch die Vorgänger der Vergangenheit. Vyaas Houston, ein Amerikaner, bringt diese altindische Sprache in der Gegenwart den Menschen nahe und erklärt, dass sich die Laute des sanskritischen Alphabetes besonders für Mantrarezitationen eignen. Die harmonische Sprachmelodie lässt den Energiestrom beständig fließen und verspricht verbindende Resonanz mit unserem Universum. In der etymologischen Bedeutung wird das Mantra auch als „Werkzeug des Denkens“ oder „das, was das Denken übersteigt“ beschrieben. Sein Wortstamm entspringt dem Wort manas, das nahe verwandt ist mit dem lateinischen Begriff Mens und dem deutschen Wort mental. In der Realität werden also Silbenfolgen oder Gottesnamen durch die Wiederholung mit einer spirituellen Kraft erfüllt. Dabei nimmt der Yogi für gewöhnlich eine Körperhaltung ein, welche die Konzentration unterstützt. Zwar mag der westliche Skeptiker jetzt denken, dass es sich hier um ein sinnloses Unterfangen handelt, aber auch das Christentum kennt solche Wiederholungen im Gebet, die bis heute im Kloster auf dem heiligen Berg Athos gesprochen werden oder sich auch im Rosenkranzgebet finden. Das Mantra dient dem Yogi als Leitfaden in eine grundlegende spirituelle Haltung und Handlung und hilft dabei, die äußerlichen Gegebenheiten nicht als Ablenkung zu empfinden. Die Geisteshaltung wird beeinflusst und macht eine wirkliche Meditation möglich, wenn wir das Mantra ernsthaft als transformative Möglichkeit praktizieren und die Worte nicht nur mechanisch wiederholen. Jedes rezitierte Mantra benötigt also einen Inhalt, den wir in uns eindringen lassen, damit es zur Entfaltung kommt. Nach einem Artikel der Yoga Aktuell von Wilfried Huchzermeyer.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 2x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen