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Einen unterhaltsamen und aufschlussreichen Einblick in das Leben des als Perry Baker im Amerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts geborenen Yoga Pioniers Pierre Arnold Bernard, gibt uns in seinem Werk „Das große OOM“ der Journalist Robert Love.



Im Alter von 13 Jahren traf Bernard in Lincoln, Nebraska einen eher unbekannten Yoga-Meister mit dem Namen Sylvais Hamati. Rund 18 Jahre verbrachte der junge Bernard daraufhin mit dem Studium der Yogatechniken. Er übte sich in Asanas, Paranyamas und Meditationen bis zur Vollendung und präsentierte das Ergebnis seiner umfassenden Studien dann auf sehr spektakuläre Weise dem amerikanischen Publikum.

Weil immer dort, wo er erschien, eine karnevalsartige Atmosphäre vorherrschte, geriet seine wahre Gelehrsamkeit in den Hintergrund und seine tantrischen Fähigkeiten wurden nicht richtig eingeschätzt. Trotzdem erhielt er auch auf internationaler Ebene große Aufmerksamkeit mit seinen Auftritten.

Bemerkenswert war seine Präsentation der Selbsthypnose, bei der er sich vor seinem Publikum in Trance versetzte und sich dann von Ärzten aus San Fransisco mit chirurgischen Nadeln durchbohren ließ. So bewies er, dass sich der Schmerz des Menschen durch diese Art der Selbsthypnose tatsächlich ausschalten lässt.

Viele Ärzte, die sich diesem Themengebiet zugewandt hatten, wollten nun die Schmerzkontrolle durch hypnotische Techniken weiter erforschen. Im Anschluss nutzten viele junge Prominente und Intellektuelle die Möglichkeit, sich Bernard anzuschließen, waren sie doch fasziniert von seiner Auslegung des Zusammenhangs zwischen den Gedanken und der Metaphysik.

Aber die Aufmerksamkeit, die Bernard auf sich zog, hatte nicht nur positive Folgen. Seine Anhängerschar wuchs zwar mit jedem Auftritt, aber öffentliche Stellen bezweifelten Bernards moralischen Anspruch und nannten in auch in der Presse lautstark einen Lügner und Betrüger. Bernard aber war nicht zu bremsen.

Er eröffnete ein Zentrum für Ashram Yoga in der Nähe des Hudson River, das er Clarkstown Club nannte und baute dort einen Bibliothek mit mehr als 7.000 wissenschaftlichen Buchtiteln auf aber auch einer großen Sammlung Elefantenfiguren.

Der Zulauf von jungen Frauen und Männern, die seiner Lehre folgen wollten, brachte ihm Angehörige aus allen höhergestellten Schichten der USA ein. Hier fanden sich die Größen aus Unterhaltung, Kunst, Highsociety, der Finanzwirtschaft und der Industrie ein und huldigten ihm.

Auch wenn noch heute viele sagen, dass Bernard eigentlich ein Svengali, also jemand war, der andere zu seinen Gunsten beeinflusst, ist er doch als derjenige anzusehen, der den Grundstein für die Lehren des Yoga in Amerika legte.

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