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Wie gut ist es, wenn man während der Yogaübungen Stützen zur Verbesserung der Haltung verwendet? Hier gehen die Meinungen vieler praktizierender Yogis auseinander und es gibt passende und unpassende Gelegenheiten Stützhilfen zu verwenden. Nach der Lektüre dieses Artikels ist die richtige Gelegenheit für einen Selbstversuch.

Niemals nutzten die Yogis früherer Zeiten Schaumblöcke, Bügel oder Matten für ihre Yogaübungen, aber mit der Weiterentwicklung des Yoga entdeckten auch geübte Praktiker, dass sich viele Stützen auch erfolgreich einsetzen lassen und die Wirkung der Übungen vertiefen oder den Zugang dazu erleichtern. Trotzdem gibt es noch immer Yogis, die den Minimalismus predigen und den Einsatz von Stützen aller Art ablehnen. Außerdem muss jeder, der damit arbeitet, umfangreiches Gepäck für die Yogastunde in Kauf nehmen. Wer einen Schaumstoffblock verwenden möchte, sollte darüber selbst entscheiden und kann sich hierbei an den folgenden Richtlinien orientieren: Weiterhin kann der Einsatz von solcherart Hilfsmitteln den Einstieg in die Yogapraxis erleichtern und mit der Zeit reduziert werden.

Achte auf deinen Körper und sei dein eigener Lehrer. Du selbst kannst die Signale besser erkennen als jeder andere. Hier ist Achtsamkeit für dein eigenes Wohlbefinden gefragt. Wenn du herausfinden willst, ob du eine Stütze benötigst um dir die Praxis zu erleichtern, lege zunächst ein gerolltes Handtuch dort unter, wo du Schwierigkeiten bei der Haltung spürst. Dieses Handtuch lässt sich bei Bedarf später durch eine Körperstütze ersetzen.

Versuche es mit einer zusammengerollten Decke in deinem Rücken während der Ruhephase und verändere deren Position, bis es dir angenehm erscheint. Passe deine Sitzposition an die Stütze an – du kannst es auch mit einem Stützbügel versuchen und die Unterschiede vergleichen. Auch zwischendurch solltest du immer wieder kontrollieren, ob dir die Haltung ohne Stütze leichter fällt.

Deine Kreativität ist gefragt beim Einsatz verschiedener Stützhilfen. Auch Wände, Bälle, zusammengerollte Handtücher und Socken oder die stützenden Hände eines Partners können hilfreich sein damit du dich besser auf die Übungen einlassen kannst. Probiere einfach alles aus, was dir als gute Hilfe erscheint und lasse dabei deinem Gefühl für neues und geeignetes Zubehör freien Lauf. Es gibt keine Beschränkung und die Regeln bestimmst du selbst.

Wer zu Beginn Hilfen zur besseren Haltung verwendet, ist nicht automatisch dauerhaft darauf angewiesen. Deshalb solltest du in der Zwischenzeit immer wieder versuchen, deine Haltung ohne Hilfe zu bewältigen. Und bedenke, dass die beste Yogastütze – neben allen erhältlichen Hilfsmitteln – immer dein für alles offener Verstand ist.

Nach einem Artikel von Claudia Cummins, gefunden im amerikanischen Yoga Journal.

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Zunächst mal muss eine Idee geboren werden und dann wird sie in der Praxis ausprobiert.

Bei den Yogahilfsmitteln war das auch so. Und soweit mir bekannt ist, war B.K.S. Iyengar der erste Yogameister der die Idee hatte, Yogahaltungen durch Hilfsmitteln zu unterstützen. Dies hat sich in der Übungspraxis bewährt. Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Hilfsmittel „verfeinert“ und es kamen immer mehr Hilfsmitteln dazu. Letztendlich sind der Phantasie oder Kreativität keine Grenzen gesetzt, um selbst alltägliche Gegenstände in ein Hilfsmittel umzufunktionieren und in die Yogapraxis mit einfließen zu lassen.

 

Noch vor 10 Jahren war der Einsatz von Hilfsmitteln im Yoga ein besonderes Kriterium von Iyengaryoga, – heute jedoch benutzen sehr viele Yogastile und Yogarichtungen Hilfsmittel, weil sie wohl eingesehen haben, das diese Hilfsmittel (wie der Name ja schon sagt) helfen, dem Yogaanfänger die Wirkung einer Haltung zu vermitteln.

 

Eine regelmäßige oder tägliche Übungspraxis verschafft dem Übenden mit der Zeit natürlich mehr Flexibilität, Stabilität und Leichtigkeit, so das im Laufe der Jahre (oder Jahrzehnte) der Übende auf die Hilfsmittel verzichten kann. Das ist erklärtermaßen das Ziel.

 

Bei B.K.S. Iyengar kommen die Hilfsmittel nicht nur bei steifen Anfängern zum Einsatz, die im Laufe der Zeit durch zunehmende Flexibilität einfach weggelassen werden können, – vielmehr haben die Hilfsmittel auch eine therapeutische Funktion, so das selbst verletzte und kranke Menschen Yoga üben können, um dadurch wieder Genesung und Heilung zu erlangen.

 

Als YogalehrerIn hat man halt die verantwortungsvolle Aufgabe, die Schüler an ihre persönliche Grenzen heranzuführen und sie unter Umständen darüber hinausgehen zu lassen, – ob mit oder ohne Hilfsmitteleinsatz.

 

 

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