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Wie geht ihr mit euren persönlichen Grenzen um?

liebe yoginis & yogis,

 

der umgang mit den eigenen grenzen ist wohl die größte herausforderung auf meinem yogaweg. es fällt mir ungeheuer schwer, nicht leistungsorientiert und (zu) ehrgeizig zu sein und immer mal wieder tue ich mir weh, weil ich körperliche grenzen überschreite - manchmal ohne es zu merken... oder bin fürchterlich frustriert, weil ich noch nicht da bin, wo ich gerne wäre. auf der matte, aber auch anderswo.

mich würden eure erfahrungen interessieren. wie geht ihr mit euren grenzen um? wie entwickelt man genug sensibilität, um sie nicht zu überschreiten? und wie geht ihr mit der frustration darüber um? im grunde ist mir klar, dass ich meine grenzen annehmen muss - aber es fällt mir wirklich schwer...

 

ich würde mich über input oder andere erfahrungen freuen!

herzlich

mae

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Nicht ohne Grund ist das erste Yoga Sutra Yama Ahimsa. Keinem, auch sich selber nicht wehtun.

In so vielen Fragen des Lebens geben die Yogasutren eine Antwort. Lohnt sich zu lesen, vorallem auch für Anfänger.

Akzeptiere einfach, dass es Menschen gibt, die sich verletzen und entwickle ein gewisses Mitgefühl und stehe nicht mit erhobenen Zeigefinger da und gib polemische Ratschläge ("lohnt sich zu lesen").

Wenn sich hier jmd. outet, dass er sich verletzt, dann hat er/sie Respekt verdient, dass er/sie es zugibt. Denn wie auf der Matte so im Leben. Es ist unpassend, dich wichtig zu machen, solange du nicht verstehen, nachvollziehen kannst, warum sich jmd. verletzt. Ich glaube, du verstehst gar nicht, von welchen Verletzungen hier gesprochen wird. Yoga ist ein Prozess, wir lernen alle unseren Körper und uns selbst dadurch immer besser kennen.

Om. Shanti. Shanti. Shanti.

 

Was ist an den Yogasutren nicht lesenswert und wahr? Sie beantworten ja die Frage von mae.

Klar gibt es jede Menge Menschen die sich verletzen. Es passieren ja auch jeden Tag hunderte von Unfällen.

Darum geht es aber nicht. es geht ums bewusste sich weh tun. Die Grenzen des Körpers überschreiten, den Schmerz zu fühlen und weiterzumachen. Das macht für mich keinen Sinn.

In Deiner Antwort erkenne ich eine Provokation. Vielleicht möchtest Du dass ich Dich mit meiner Antwort auch verletze? Werde ich aber nicht tun. Ahimsa.

Kann es sein, dass Du Dich nicht so richtig spürst? Yoga verbindet Körper Geist und Seele...

 

????

no comment

Ja mir geht es auch oft so das ich zu ergeizig bin, aber ich finde genau das ist das schöne weil der Körper einfach "stop" sagt wenn es zuviel wird. Ich unterfordere und überfordere ihn nicht das ist das tolle bei Yoga, ich mach es noch gar nicht so lange ca. ein halbes Jahr aber für mich ist es die beste Art etwas für mich, meinen Körper und meine Gesundheit zu tun!

Wünsche euch lieben Yogis noch einen schönen Tag!

 

LG

Shanti

vielen lieben dank für eure hinweise und erfahrungen! :)

ich mache ja schon ein weilchen yoga und auch das yoga sutra kenne ich. ich denke aber, dass ich hier mit reinem "wissen" nicht gut weiterkomme... denn wissen tue ich ja schon ein weilchen, dass es ganz und gar nicht yogisch ist, die eigenen grenzen zu überschreiten. sich auch nur woanders haben zu wollen wo sie gerade sind.

ich werde versuchen, noch mehr meinem bauchgefühl zu folgen. mich auf das konzentrieren, was freude macht und mich selbst bremsen, wenn ich merke, wie mir der ehrgeiz mal wieder über die schulter lugt. und versuchen anzunehmen, dass es so ist, wie es gerade ist. dass ich bin wie und wo ich gerade bin. das ist nicht einfach - aber daran komme ich wohl nicht vorbei...

 

wie sagte schon  samuel beckett so schön:

ever tried. ever failed.

no matter. try again.

fail again. fail better.

 

herzlich

mae

Hallo Mae,

ich habe als Yogalehrerin schon oft erlebt, dass trotz intensiver Hinweise auf gebeugte Beine bei Anfängern in der Vorbeuge, diese gestreckt werden, oder beim herabschauenden Hund die Fersen auf den Boden gedrückt werden, ebenfalls mit voll durchgestreckten Beinen. Als Lehrer versuchst du die richtigen Hinweise zu geben, eventuell mit Hands-On eine Idee von der richtigen Ausrichtung zu geben und trotzdem wird es nicht umgesetzt. Wie YogaYana versuche ich den Schülern Achtsamkeit mit dem eigenen Körper zu vermitteln und musste doch erfahren ,dass man niemandem den eigenen Erkenntnisstand vermitteln kann. Dieser muss erfahren werden. Dazu werden je nach eigener Achtsamkeit auch Verletzungen gehören. Wir sind alle nicht fertig, sondern auf dem Weg. Ohne rechts und links mal vom Weg ab zukommen kann man nicht den Mittelweg finden. 

Bei jeder Yogapraxis sollte die Achtsamkeit an erster Stelle stehen. Wo befinde ich mich heute? ... und von da an kann ich meinen Weg mit Ahimsa gehen.

Namaste, Regina

Danke für deine Antwort, Sven. Ich meinte mit meiner Frage nicht nur die körperlichen, sondern auch und vor allem die Schwierigkeiten mit den inneren Grenzen, mit Themen wie Ehrgeiz, Leistungsdenken, irgendwie-sein-wollen oder anders-sein-wollen als man ist.

 

Beim Lesen deiner Antwort ist mir wieder ein Satz eingefallen, den ich lange neben meinem Badezimmerspiegel hängen hatte:  Es gibt nichts zu erreichen - aber sehr vieles loszulassen.

Ich denke, ich sollte ihn wieder aufhängen.

 

Herzlich

Mae

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