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Wie geht ihr mit euren persönlichen Grenzen um?

liebe yoginis & yogis,

 

der umgang mit den eigenen grenzen ist wohl die größte herausforderung auf meinem yogaweg. es fällt mir ungeheuer schwer, nicht leistungsorientiert und (zu) ehrgeizig zu sein und immer mal wieder tue ich mir weh, weil ich körperliche grenzen überschreite - manchmal ohne es zu merken... oder bin fürchterlich frustriert, weil ich noch nicht da bin, wo ich gerne wäre. auf der matte, aber auch anderswo.

mich würden eure erfahrungen interessieren. wie geht ihr mit euren grenzen um? wie entwickelt man genug sensibilität, um sie nicht zu überschreiten? und wie geht ihr mit der frustration darüber um? im grunde ist mir klar, dass ich meine grenzen annehmen muss - aber es fällt mir wirklich schwer...

 

ich würde mich über input oder andere erfahrungen freuen!

herzlich

mae

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guten morgen Mae.......hier mal eine sichtweise aus dem alltag eines ganz normalen kerls der erst seid letzter woche yoga praktiziert*

ich will dir nix vom nirvana oder versuche dein innerestes ins gleichgewicht zu bringen dingsbums erzählen ....sondern setzte dir ziele versuche eine leichtigkeit an den tag zu legen sei entspannt sei du selbst sorge bisschen mehr für dich.....ich habe grenzen ständig überschritten und es tat mir gut eine gewissen spass bei all dem an den tag zu legen was ich mache....ich bin kein therapeut oder kein hochgebildeter mann der phychologie aaaaaber versuche es mal mit GLICKLICH sein*

mein tipp an dich ...strebe nach GLÜCK und GEDULT der rest kommt von alleine

 

gruss aliriza

Great, Aliriza.

Genau das ist es. Du bist sehr weit.

Hey! Da sind wir wohl Problematik-Kumpels, hab mich auch vor nem halben Jahr beim Yoga verletzt und zwar so derbe, dass ich Monate aussetzen musste, blöde Überbeweglichkeit.....Aber die Erfahrung hat mich eines gelehrt, in dem Moment, wo du mehr machen willst, weil es Spaß, Herausforderung etc. bringt: HÖR AUF!!! Ich übe lieber mehrmals am Tag kurz um meine Muskeln nicht zu überfordern, ich lege mir, wenn ich alleine übe immer maximal ne halbe Stunde vor.

So trickse ich mich aus...und das mit der Geduld ist alles schön und gut, wenn man die aber nicht hat (zu viel Pitta :) ) dann muss man sich selbst ein wenig verar.....hinters Licht führen....nicht jeder kommt auf die konventionelle Weise mit seinem Körper in Einklang.....und das ist auch gut so, wir sind alle verschieden (Abgesehen davon wäre ich auch gerne geduldiger, aber was nicht ist, ist eben nicht....)

 

Dir viel Spaß beim Yoga :)

Liebe Mae, ein schwieriges Thema. Geduld ist in den Ohren eines jeden Schülers nur Schall und Rauch, aber auch deshalb weil das alleine nicht ausreicht.

Ich musste mir auch mehrmals die Hamstrings verletzen, bis ich selbst gecheckt habe, was ich falsch mache! Leider hat mir dabei kein Lehrer geholfen, das herauszufinden - ein Nachteil hipper Studios.

Meine persönliche Erfahrung ist, wenn du dich verletzt oder dir etwas weh tut - ist es falsch WIE du es machst.

Hängst du in den Bändern drin, ist dein Rücken in der Position krumm, dafür aber deine Beine gestreckt? Ich weiß nicht, wo du dich verletzt und ich kenne deinen Körper nicht.

Daher kann ich dir nur einen Tipp geben: Finde heraus was du falsch machst (auf der Matte und anderswo). Es wird dann ein großer Schritt zurück und ein langer Weg nach vorne sein.Wenn du verstehst, worum es geht wird es einfacher, Geduld zu haben.

Ich weiß das klingt, jetzt grausam und ach so yogisch. Nur anders gehts leider nicht.

Mein Tipp: Mindestens einmal die Woche zu einem qualifizierten Yogalehrer gehen. Der korrigiert dich dann schon wenn du die Asanas falsch machst. Nicht in den Schmerz hinein. Wenn es zieht ist es OK für mich. Und dann ... fragen, fragen fragen ... nach oder vor der "Trainingseinheit" nicht während ... damit die anderen Schüler in ihrer Konzentration nicht gestört werden.

90 Minuten vergehen für mich wie 5 Minuten. Nach 4 Monaten Yogapraxis kann ich von mir behaupten das ich ruhiger und geduldiger mit mir geworden bin. Als alter Fitnees und Lauffreak weiß ich genau was du meinst. Kontinuierlich dabei bleiben, das bringt es. Lass dich fallen, lass es zu und du wirst feststellen das es dir irgendwann nicht mehr so wichtig ist ob du den "Baum" nun 30sec halten kannst oder 30min. Ich bin viel positiver eingestellt, Zufrieden mit und in mir ... OHNE EINEN QUALIFIZIERTEN LEHRER wäre ich nie da wo ich jetzt bin!

Es lohnt sich wirklich ... habe Geduld mit dir, wenn du eines hast dann Zeit oder?

Gruß Micky

 

Man ... hab noch nie soviel in einem Forum geschrieben ... :-)

Ich verschiebe meine Grenzen,

Aber nicht jeden Tag. :)

Manchmal gehe ich auch erst einen Schritt zurück um dann zwei nach vorne zu gehen.

Ich nenne das meine Wohlfühlinsel ausweiten.

Für mich hilft es immer, wenn ich mich vor den Übungen kräftig entspanne. Viele Verletzungen rühren meiner Ansicht nach aus Verkrampfung und Verspannung. Wenn ich bereits vor meiner unliebsten Pose gestresst bin und alle Muskeln sich verkrampfen, v.a. Schulter, Nacken, Rücken, dann sind Verletzungen vorprogrammiert. Deshalb finde ich es wichtig, immer genug Zeit zum Ausatmen zu nehmen, was den Körper entspannt, bevor man sich in die Übung dehnt. 

Hi Yoga Mistress,

Das hast Du gut gesagt. Das ist das Schwierigste überhaupt, auch unter Spannung zu entspannen. Dann fällt Dir auch im Leben ausserhalb der Matte vieles leichter.

Yoga machen und Yoga leben.

 

Zu allen Anderen: Wieso verletzt Ihr euch? Wem wollt Ihr was beweisen wenn Ihr beweglich seid? Beweglichkeit ist vielen in die Wiege gelegt. Versucht Kraft zu erreichen. Haltet die Asanas nicht auf voller Spannung sondern länger. Dann passiert auch einiges mit eurem Energiehaushalt.

Für mich ist Geduld der Schlüssel ... weniger ist manchmal mehr ... wenn sich starker Schmerz oder eine Verkrampfung ankündigt gehe ich vorher raus. Ist auch nur am Anfang einmal passiert. Konnte meine Zeitgrenzen seitdem massiv erhöhen. Da zeigt sich mal wieder das sich "ICH WILL JETZT ABER" nicht funtioniert.
Niemandem wollte ich was beweisen. Ich bin sehr beweglich, an manchen Tagen aber nicht. Und dann passierts. Und ich hatte auch schwache Yogalehrer, die mir gewisse Prinzipien einfach nicht gesagt haben, die ich erst selbst schmerzhaft herausfinden musste. Aber das ist nun mein Schatz, den ich gerne an meine Schüler weitergebe.

Ich kann mir nicht vorstellen dass sich jemand den eingenen Körper in vollem Bewusstsein so verletzt. Beim Yoga bewegt man sich doch langsam, da kann man doch aufhören wenns wehtut. Wieso um Himmels willen, wenn nicht um jemandem was zu beweisen geschieht das denn?

 

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