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Tag der Artenvielfalt – Fleisch als größte Bedrohung für Biodiversität

In diesem Jahr, welches von den Vereinigten Nationen zum Jahr der Biodiversität erklärt wurde, stellt der 22. Mai einen ganz besonderen Tag dar: den internationalen Tag der Artenvielfalt.

Eine Gelegenheit, innezuhalten und sich dem massiven täglichen Aussterben von unzähligen Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten bewusst zu werden. Es ist gleichzeitig die beste Gelegenheit, dem Aufmerksamkeit zu widmen, was laut der Organisation für Ernährung und Lebensmittel (FAO) der Vereinigten Nationen die wichtigste – aber auch wenig bekannte – Ursache dafür ist: Unser Fleischkonsum.

Immer mehr Biologen sind davon überzeugt, dass die Menschheit eine beispiellose Welle des Artensterbens verursacht hat. Während das Aussterben einiger weniger Arten zum natürlichen Verlauf unseres Planeten gehört, hat der Mensch dieses nahezu vertausendfacht. Alleine am heutigen Tag werden schätzungsweise 30 Arten unwiederbringlich verschwinden.

Das weltweite Bevölkerungswachstum stellt dabei zweifelsohne eine große Belastung für unsere Umwelt dar. Die menschliche Überpopulation, in Verbindung mit unserem übermäßigen Fleischkonsum, hat zu einem massiven Anstieg des Nutztierbestandes geführt. So gibt es mittlerweile pro Mensch drei Nutztiere auf unserem Planeten.

„Die globale Nutztierhaltung gilt als größter Verursacher von Regenwaldabholzung, Bodenerosion, Umweltverschmutzung, Wasserverschwendung und unzähligen weiteren Faktoren, die zum massiven Artensterben beitragen. Es verwundert also nicht, dass die Vereinten Nationen die weltweite Viehhaltung zum Hauptgrund für den Verlust der biologischen Artenvielfalt erklärt hat“, so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU).

Sowohl im Hinblick auf ihren ökologischen Fußabdruck als auch auf ihre wirtschaftliche Effizienz stehen tierische Proteinquellen wie Fleisch und Milchprodukte bis zu 17-mal schlechter als pflanzliche Alternativen wie Tofu, Seitan und Hülsenfrüchte da.

So werden beispielsweise für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 16kg Getreide und Soja sowie über 15.000l Wasser benötigt. Diese Wassermenge würde ausreichen, um ein Jahr lang täglich zu duschen. Derzeit sind über 30 Prozent der eisfreien Erdoberfläche Viehweiden und ein Drittel der weltweiten Ackerflächen dienen dem Anbau von Viehfutter. Unzählige artenreiche Landschaften mussten somit schon der Viehwirtschaft und Monokultur weichen, während sich das tägliche Artensterben unvermindert fortsetzt.

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Vielen Dank für die interessanten Infos. Im Prinzip wusste ich es schon, aber da sind

interessante Zahlenverhältnisse, die ich noch nicht kannte. Ich persönlich esse kein Fleisch. Das ist

in Österreich aber sehr schwer einzuhalten. In ländlichen Gebieten stehen Fleischgerichte ganz oben und

es gibt nicht wenige Restaurants wo man als Nicht - Fleischesser zu kurz kommt. Noch einmal vielen, vielen

Dank für diese Infos. Ich glaube das gehört in den Zeitungen und Massenmedien, wo der Artikel größere Mengen von Menschen erreichen kann. 

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