yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Von Yoga-Lehrer/innen auf der ganzen Welt umstritten ist die Tatsache ob die Sanskrit-Namen der Übungen die Schüler/innen beigebracht werden genannt werden sollen oder nicht. Warum viele Gründe dafür sprechen, sie in Deinen Kursen mit einzubeziehen.

Der beste Unterricht ist jener, der berücksichtigt, dass jeder Schüler und jede Schülerin eine andere Art zu Lernen hat und verschiedene Herangehensweisen bietet. Erfahrungsorientiertes Lernen bietet für alle etwas: akustisch, visuell und kinästhetisch, also durch körperliche Bewegung und aktive Teilnahme zu lernen. Deshalb kann es durchaus angebracht sein, die Sanskrit-Namen der Übungen mit in Deine Lehre einzubeziehen. Akustische Lerner möchten das Wort hören, visuelle Lerner möchten das geschriebene Wort sehen oder die Schreibweise visualisieren und kinästhetische Lerner möchten die Übung ausführen und die Namen nennen oder sogar aufschreiben.

Um sicherzugehen, dass auch alle Schüler/innen erreicht werden, solltest Du verschiedene Ausdrucksformen in Deinen Kursen finden. Verwende zum Beispiel eine Tafel um die Namen aufzuschreiben und nenne sie mehrmals während der Übungen.

Wenn Du bisher noch keinerlei Sanskrit-Namen in den Übungen verwendet hast, solltest Du Schritt für Schritt vorgehen und Deine Schüler/innen langsam daran gewöhnen um sie nicht zu überfordern. Und sei geduldig. Es dauert lange eine fremde Sprache zu lernen, vor allem wenn die Schüler/innen nur einmal pro Woche zum Yoga-Kurs kommen.

Noch ein Grund spricht für das Lernen der Sanskrit-Namen: es kann den Schüler/innen zeigen, dass Yoga mehr ist als bloße körperliche Aktivität. Es weckt Interesse und nährt Neugierde an seiner spirituellen Seite.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 671x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

Es gibt verschiedenen Namen für Asanas und in der Literatur finden wir mehrere Varianten und Namen. Ich benutze z.B. Hinunterschauenden Hund gar nicht, weil die Katzen machen auch sowas, also ist für mich und meine Schüler eher eine Bergstellung....
Wenn es um Sanskrit Namen geht - es sind nur Bezeichnungen und keine Mantren deswegen finde ich nicht daß man damit die spirituelle Seite erwecken könnte. Aber auf der anderen Seite Sanskrit ist auch Sprache des Herzens und vieles wird intuitiv aufgenommen, ja, dann vielleicht ist Benutzen der Sanskrit Namen sinnvoll.... ich mag es!.

Die Bergposition (Tadasana) ist doch eine andere Position als der abschauende Hund (Adho Mukha Svanasana). Wie sagst du dann zur Berghaltung (Tadasana)?

Ich halt mich lieber an die traditionellen Namen (Sanskrit und Deutsch) und erfinde keine neuen anderen. Da kennt man sich ja am Ende gar nicht mehr aus.

Also ich mag das. Die meisten meiner bisherigen Lehrer haben beides benutzt........ich hatte also immer sowohl den Sanskrit - Begriff, als auch die deutsche Übersetzung dazu.
Zusätzlich kenne ich von den meisten Asanas auch noch die englischen Ausdrücke, was hilfreich ist, wenn man im Ausland unterrichtet wird.
Ich hab mir aber nie Gedanken darüber gemacht, ob ich das für nötig halte.
Es stört mich nicht, wenn´s fehlt, aber nervt auch nicht, wenn es angewendet wird.
In den meisten meiner Bücher habe ich jeweils beide Begriffe........und auch in den englischsprachigen Texten taucht oft beides auf.
Ich denke, dass ist schon so selbstverständlich, dass eben viele Lehrer diese Begriffe auch anwenden.
Ich finde das super........hat was authentisches.
Und es kommt auch auf den Yogastil an.
Die verbalen Kommandos, das Zählen ist da auch traditionell.

Während einer "normalen" Stunde würde ich persönlich nicht mit einer Tafel arbeiten und den Begriff aufschreiben.
Im Rahmen eines Workshops schon eher.
Ich glaube das ist für viele Teilnehmer irgendwann ein ähnliches Gefühl wie beim Italiener vom Wirt mit feurigem "bon giorrrrrno" begrüßt zu werden. Ob der Schüler nun allerdings Sanskrit erlernen sollte um Yoga zu erfahren glaube ich nicht. Das Interesse daran kommt irgendwann von alleine oder halt nicht. Mir haben griffige deutsche Übersetzungen und Anleitungen erst einmal mehr geholfen als der Sanskrit Begriff.
Im Unterricht selber ... hmm ... warum eine Tafel nutzen und den Begriff unterrichten? Bei Interesse der Schüler ist es eine tolle Sache. Vor und Nach dem Unterricht gibt es ja auch genügend Platz für Fragen und Antworten.
Also ich als recht schnell abschweifender Schüler hatte eine lähmende Vision von Flip-Chart und Aussprache Übungen bis hin zu "hui ich hole mir mal schnell was zu schreiben" das aus einem Teilnehmer herausbricht und der auch sofort loseilt. Zurückkehrt. Buchstabe für Buchstabe abschreibt. Minutenlanger Exkurs. Weitere Fragen.

Ich wollte mich nicht generell gegen den Einsatz unterschiedlicher Unterrichtsmittel aussprechen. :))
Namasté,
klingt nicht pashimotanasana viel mehr nach pashimotanasana als Vor-wärts-beu-ge?
Ganz liebe Grüße Claudia
Namaste,
ich habe im Juni eine Yogastunde in Miami Beach genommen. Die deutschen und Sanskrit-Bezeichnungen der Asanas sind mir wohl bekannt. Nicht aber die englischen Begriffe. Ihr glaubt nicht, wie froh ich über jede Sanskrit-Ankündigung war, so konnte ich gut dynamisch mitmachen, ohne erst bei den anderen schauen zu müssen, was gemeint war. Mal abgesehen davon unterrichte ich auch immer beides - ich finde, dass ein Sanskrit-Begriff im Mund wie eine leckere Praline schmeckt und kann nicht widersstehen ;-)
Om shanti
Radharani
Ich selbst verwende meist auch die Sanskrit Begriffe, inzwischen auch, wenn ich Anfänger-Stunden gebe. Früher hatte ich in Anfängerstunden hauptsächlich die deutschen Ausdrücke verwendet, bei Fortgeschritteneren und bei Yoga Auszubildenden die Sanskrit Ausdrücke.
Inzwischen mache ich gute Erfahrungen, von Anfang an die Sanskrit Ausdrück zu verwenden, meist zusammen mit den deutschen Namen.
Das ist eigentlich überall üblich, dass man die eigene "Fachsprache" benutzt. Wer in ein italienisches Restaurant geht, bestellt "Spaghetti" (und keine "Langnudeln") sowie "Pizza" (und kein rundes "Käse-Fladen-Gebäck").
Man spricht von Email und Computer, von Internet und Smartphone.
Im Golf spricht man von Putten etc..
Nur im Yoga scheinen die Yogalehrer Hemmungen zu haben, ihre eigene Fachsprache zu verwenden. Für einen Yoga Anfänger sagt der Name "Katze" oder "Kobra" genauso wenig wie der entsprechende Sanskrit Ausdruck. Ich meine, dass die Sanskrit Ausdrücke natürlich auch ihre eigene Schwingung haben. Und wenn jemand im Hatha Yoga ganz entspannt mit Sanskrit Ausdrücken vertraut wird, hat er/sie auch eine größere Offenheit für die Mantras.
Ich habe mit der Thematik ein ganz anders Problem: ich kann mir fremdartige Namen einfach nicht so gut merken, egal ob Asana-Bezeichungen oder manche spirituelle Namen.
Mir fehlt da einfach die Verbindung zu etwas, das ich kenne, womit mein Gehirn es verknüpfen kann.
Ansonsten ist es für mich wie "Gibberisch" und vom reinen Hören bekomme ich es nicht in den Kopf hinein.
Da ist "Kobra" einfach viel leichter zu erinnern.

In meinen Kursen arbeite ich nur mit den deutschen Bezeichnungen, weil ich nur ein begrenztes Zeitfenster habe und da müssen die Teilnehmer einfach schnell verstehen können, was ich meine.
Nun ja ... nach 3 Wochen ist Namaste bei mir hängen geblieben ... nach 8 Wochen Shavasana .... wie viele Übungen gibt es im Yoga? Da brauche ich wohl ein paar Jahrzehnte ....

RSS

© 2020   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen