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Wir sollten einmal darüber nachdenken, warum die Sexualität eine so starke Macht über uns hat. Im Leben vieler Menschen vergeht kaum eine Minute, in der sie nicht von sexuellen Phantasien bedrängt werden. Warum ist das so? Mir kommt es so vor, als verhält sich die Sexualität wie eine Droge. Schon eine kleine Prise genügt und man ist davon abhängig. Es zieht es uns immer wieder zur Sexualität, weil wir im Orgasmus einen "göttlichen" Moment erfahren, der uns tiefste Zufriedenheit beschert. Die Ekstase im Orgasmus ist so berauschend, dass wir ihn immer und immer wieder erleben wollen. Wir werden regelrecht süchtig danach.

In Tierversuchen hat man Affen Elektroden ins Gehirn gepflanzt, die mit dem Sexualzentrum verbunden waren. Durch einen Klick auf eine Taste konnten die Affen einen Orgasmus auslösen. Sie klickten ununterbrochen auf die Taste, um immer und immer wieder einen Orgasmus zu erleben. Sie verweigerten dabei jede Nahrung und jedes Getränk und wollten nur noch eins, einen Orgasmus nach dem nächsten. Am Ende waren sie vollkommen erschöpft und starben. Daran kann man also erkennen, wie stark die Abhängigkeit von der Sexualität werden kann, welche Macht die Sexualität über uns gewinnen kann.

Wir sollten daran denken, dass die Natur uns die Sexualität außchliesslich zur Zeugung unseres Nachwuchses geschenkt hat und zu keinem anderen Zweck. Sie hat uns die Sexualität nicht geschenkt, damit wir sie permanent für unsere kurzfristige sinnliche Befriedigung nutzen. Da wir aber genau dieses machen, findet in unserem Leben keine Ekstase mehr statt. Diese Ekstase finden wir nur noch in der Sexualität, wenn auch nur für kurze Momente.

Gleichzeitig verlieren wir aber unsere sexuelle Energie, die uns dauerhafte Seligkeit bescheren könnte, würden wir sie nicht permanent so unüberlegt vergeuden. Suchen wir aber nicht mehr das kurzfristige sexuelle Vergnügen und bewahren unsere sexuelle Energie, indem wir enthaltsam leben, so können wir diese Ekstase wieder in unser Leben integrieren. Wir sollten einmal daran denken, dass ein Erleuchteter die Seligkeit, die wir für einige Sekunden im Orgasmus finden, in jeder Sekunde seines Lebens erfährt. Sollte uns dieses nicht anspornen, es ihnen gleich zu tun? Der Sinn unseres Lebens sollte also nicht darin bestehen, uns immer und immer wieder für Sekunden der sexuellen Lust hinzugeben, sondern die Seligkeit permanent zu verinnerlichen, da sie unserer eigentlichen Natur entspricht und sie in gleicher Fülle genießen, wie die Weisen, Heiligen und Erleuchteten es tun.

Wenn man sich zur Enthaltsamkeit entschließt, dann sollte man natürlich wissen, dass dies kein leichter Schritt ist, sondern ein Schritt, der sehr viel Kraft, Mut und Ausdauer erfordert. Die Sexualität wird immer wieder an uns herantreten, um uns in Versuchung zu führen. Irgendwann aber kommt der Punkt, da fällt sie wie ein reifer Apfel von uns ab. Dann unterliegt man nicht mehr der erotischen Versuchung. Dieses empfindet man in der Regel als sehr angenehm. Jeder, der einmal diese Seligkeit kennen gelernt hat, weiß, wie blass und oberflächlich die Sexualität wirklich ist.

Richtige Ernährung spielt bei der Enthaltsamkeit eine wesentliche Rolle. Im Gehirn gibt es verschiedene Bereiche, und jede Nahrung hat ihre eigene Wirkung auf den jeweiligen Bereich und auf den Gesamtorganismus. Manche Nahrung hat eine aphrodisierende Wirkung. Sie stimuliert direkt die Geschlechtsorgane. Knoblauch, Zwiebel, Fleisch, Fisch und Eier stimulieren die Leidenschaft. Schenke der Nahrung darum die angemessene Aufmerksamkeit. Sei mäßig in der Ernährung. Iss reine Nahrung wie Getreide, Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Gelegentliches Fasten kontrolliert die Leidenschaft, beruhigt die Emotionen, beherrscht die Sinne und unterstützt die Enthaltsamkeit.

Schon ein geringes Maß an Selbstbeherrschung oder ein wenig Praxis von Enthaltsamkeit ist ein ideales Heilmittel. Sie gibt innere Stärke und Seelenfrieden, stärkt Geist und Nerven und hilft, physische und geistige Energie zu bewahren. Sie steigert das Gedächtnis, die Willenskraft und die Stärke des Gehirns. Sie gibt ungeheure Kraft, Stärke und Vitalität, erneuert das System und den körperlichen Zustand, baut Zellen und Gewebe neu auf, stimuliert die Verdauung und gibt die Kraft, Schwierigkeiten im täglichen Lebenskampf zu begegnen. Ein Mensch, der über völlige Beherrschung der Sexualenergie verfügt, erlangt Kräfte, die auf anderem Weg unerreichbar sind. Wenn ein Mensch ein enthaltsames Leben führt, auch wenn er in einer Beziehung lebt und nur gelegentlich aus Gründen der Fortpflanzung Geschlechtsverkehr hat, kann er gesunde, kluge, starke, schöne und selbstaufopfernde Kinder zeugen. Die Praxis der Enthaltsamkeit birgt in sich keine Gefahren wie Krankheiten, unerwünschte Auswirkungen, Komplexe oder Neurosen.

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