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Hallo,

ich bin inhaltlich wirklich fasziniert von Sivanandas Lieblingsspruch - er faßt für mich in wenigen Worten die ganze Essenz dessen, was Yoga ausmacht zusammen.

Allerdings tue ich mich mit der anscheinend allgemein anerkannten Übersetzung des "realize" als "verwirkliche" etwas schwer: was genau sollte da denn verwirklicht werden?

Ganz intuitiv hätte ich mich nämlich für die meiner Meinung nach gebräuchlichere Übersetzung als "erkenne" oder "verstehe" entschieden, sodass dieser Ausspruch dahingehend zu verstehen wäre, dass die ersten fünf Anweisungen (diene, liebe, gebe, reinige, meditiere) die Anleitung dazu sind, das letzte im Sinne von umfassender Erkenntnis, eines höheren Verstehens oder (meinetwegen)  auch von Erleuchtung zu erreichen.

Was ist Eure Meinung dazu?

Om Shanti,

Suzana Mithöfer,

www.smithoefer-yoga-melle.de

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Hallo Suzana,

Ich würde das "realize" eher im Sinne von Paramahansa Yogananda und im Zusammenhang mit Self-Realization, auf dem Weg zur Erleuchtung verstehen. Hatha Yoga war traditionell "nur" ein Mittel, um Körper + Geist für die Meditation vorzubereiten. Durch Meditation soll dann die Self-Realization und irgendwann die Erleuchtung erreicht werden. Wie man diesen Begriff so übersetzt, daß man ihn nicht verfälscht: hmmmm....

Ich denke, es geht dabei darum, das eigene Selbst und das Potenzial des Selbst und das Göttliche im Selbst zu erkennen.

Was Sivananda wirklich gemeint hat, weiß ich natürlich nicht, aber bisher ist mir der Begriff "realize" im Zusammenhang mit Yoga immer nur in dem Sinne, wie eben beschrieben begegnet.

Viele Grüße

Andrea

Eine Freundin die von Zeit zu Zeit sich auch in einem Hypnose Netz einloggt hat mir auch von diesem Prinzip erzählt. Meiner Meinung nach sollte jeder das Beste von jeden Spruch nehmen, aber nur das dass auch zu ihm und zu seinem Lebensstil passt ..

Hallo Suzana,

Realisieren - eben nicht nur verstehen, sondern tatsächlich umsetzen, im tagtäglichen Miteinander. Das bedeutet dann sehr bewusst zu bleiben, nicht mehr in alte Muster zu verfallen, sondern im Moment präsent zu bleiben, achtsam zu bleiben, Mitgefühl zu üben und nicht aus dem Ego heraus zu handeln. Und das ohne darüber nachzudenken - einfach, weil es zur Natur geworden ist...


Liebe Grüße und Namaste

Yvonne Stolz-Longaker

www.apura-yoga.com

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