yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Meine Lieben,

Ich habe hier einen super süßen Text im Yoga Aktuell gelesen.
die werte Silke B. hat diesen mit so viel humor und herzlichkeit
verfasst, das ich ihn hier mal einstellen wollte.

Alles weiter natürlich darüber direkt auf Yoga Aktuell.

Hier ist er:

Schickt die Männer zum Yoga
Text: Silke Bojahr
…nur bloß nicht die eigenen! Wenn frau ihren Liebsten mit zum Yoga nimmt, kann man(n) nämlich den weiteren Erfolg der Beziehung nicht garantieren.
Er kam, sah (viel zu viel) und schwitzte: Versuchsobjekt Num­mer 1, mein damaliger Lebensgefährte Kai. „Komm doch bitte, bitte mit zum Yoga. Du wirst sehen, es ist anders, als du denkst. Und es machen immer mehr Männer, ganz normale, nicht nur die mit den Wollsocken und langen Bärten”. Drei Monate auf den Liebsten eingeredet, und da wir uns noch in akuter Verliebtheitsphase befanden, tat er es irgendwann. Er kam mit. „Aber nur dir zuliebe. Es ist mir unglaublich peinlich, mich da zum Affen zu machen. Auch vor dir. Hinterher verlierst du noch den Respekt“, sagte Kai. Danke, was für ein Liebesbeweis!

Und ich verlor den Respekt. Danach. Kai hat geguckt während des Unterrichts. Immer nur geguckt. Zuviel geguckt. Auf seinen Bauch, weil er so eitel ist, und auf alles, was jung und schlank war, weil er ein Ästhet, ein Künstler ist. Meint er. Ich merkte: Weil er auf Äußerlichkeiten fixiert ist. Und weil er nicht nur beruflich, sondern auch im Alltag ein Schauspieler ist. Das hätte man mit und durch Yoga vielleicht ändern können. Er wollte aber nicht nach innen schauen, er wollte nach außen gucken. Wo, das war ihm eigentlich egal. Kurze Zeit später war er mein Exfreund.

Versuch Nummer 2 mit Georg, einem Geschäftsführer der klassischen Art. Ein Verehrer. Da tut man bekanntlich alles für die Frau, die man anhimmelt. Mir zuliebe legte er Krawatte, Anzug und Einstecktuch ab, seinen Körper in nagelneuer Jogginghose auf die Matte – und seinen Mercedes-Schlüssel direkt auf den Altar. Schon da wusste ich: Georg, lass die Strümpfe an und versuch es lieber doch nicht. Aber er versuchte es. Für mich. In diesem Anfänger-Workshop über drei Stunden. 17mal ist er raus gelaufen, was auch immer er dort tat, zweieinhalb von drei Stunden lehnte er gemütlich an der Wand, aß genüsslich seine Kekse, und betrachtete die wohl seiner Meinung nach “armen Irren”, die offenbar immerhin nett anzuschauen waren. Die “armen Irren”, 15 Männer und Frauen, waren zum Glück so sehr bei sich, dass sie sein Verhalten ignorieren konnten. Ob alt oder jung, Mann oder Frau, dick oder dünn, Georg hatte alles im Blick – nur sich selber nicht. Deshalb ist er während der Schlussentspannung lautstark prustend und hustend gegangen. Mit Georg habe ich nur noch beruflich zu tun. Selten.

Aber dann kam Ronald, ein ganz alter Bekannter von mir. Er war kein Versuch, er wurde nicht überredet. Er kam, bebte, betete – und blieb. Ronald hat in seiner ersten Yogastunde einfach geatmet, so gut es ging. Sonst nichts. Er hatte nichts erwartet, hatte kein Ziel, und wer da wo noch im Raum war, war ihm egal.
Ich wusste doch, dass Männer Menschen sind, und zudem die größten, ehrlichsten, sensibelsten Yogis, wenn sie aus innerem, eigenen Antrieb nur wollen. Übrigens nicht anders als Frauen.

Mittlerweile übt Ronald regelmäßig Yoga. Als ich ihn vor kurzem fragte, ob wir vielleicht eine spezielle Männergruppe einrichten sollen, sah er mich entsetzt an und sagte: “Nein, bloß nicht. Die Männer kommen doch nur, weil sie überall hören, dass man beim Yoga die tollsten Frauen neben sich auf der Matte kennenlernen kann.“ Ich war kurz davor, meine Yogi-Gelassenheit komplett zu verlieren, und auch ihn aus meinem Leben zu verbannen – als er mir zärtlich zuzwinkerte und erklärte: “Sunny, das war ein Scherz. Lass du doch auch mal dein Klischeedenken und deine Vorurteile los, du bist doch Yogalehrerin. Und erinnere dich daran, was du gesagt hast, als du das erste Mal das Foto von deinem späteren Lehrer Bryan Kest gesehen hast.“ Hmm, ich hatte wohl sowas wie “Wow!!!” gesagt. Gedacht hatte ich jedoch: “Mann, ist der sexy!”
Es war dann später genau dieser Bryan, der mir in meiner Ausbildung mit seiner tiefen Spiritualität die Augen geöffnet, genauer gesagt: geschlossen hat. Und dass er zufällig auch noch ganz gut aussieht, habe ich von der ersten Unterrichtsstunde an vergessen. Genauso wie die Worte und Gedanken, die ich hatte, bevor ich den Yogaweg einschlug und in der Ankündigung sein Foto sah.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 874x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

super geil,
wie süüß. der strengt sich so an locker zu sein. fantastisch.
habe mir auf youtube das ganze 3-4 min. video angeguckt.
echt lustig!
:-))))
Die großen Yogi-Meister dürften im Land der Herkunft des Yogas wohl Männer sein. Ich könnte aber gut verstehen, wenn auch der oder die zum Yoga Bekehrte sich lieber allein auf die Suche nach der Körpererfahrung macht. Will meinen, ohne die Begleitung des Partners. Das könnte in dem Moment auch schwierig sein, wenn beide verschiedenen Niveaus erlangt haben. Das liegt es auf der Hand, dass beide unterschiedliche Kurse besuchen müssen. Das spricht aber nicht dagegen, dass man auch gemeinsam üben kann.
Nette Geschichte...
Das Dilemma liegt nicht allein bei den Männern. Ursache hierfür ist unsere abendländische Gesellschaftskultur mit ihrem Schubladendenken. Jeder von uns ist daran beteiligt! Besonders die einfältigen Medien in Print, Bild und Ton (dazu gehört im Prinzip auch die Werbung) sind hierbei eine wesentliche Kraft. Selbst die Sportvereine (jetzt mal bezogen auf Berlin) sind praktisch unfähig, gemischte (Geschlechter)Gruppen aufzustellen; so in dem Stil - Gymnastik gibt's nur für die Frauen und für die Männer gibt's Spiele für große Jungs... Da waren wir früher (vor über 50 Jahren) mit dem gemeinsamen Schulturnunterricht (Jungen und Mädchen) schon viel weiter ...
Das die ursprünglichen Yogamacher Männer waren, ist eine völlig andere Geschichte, denn da gab's auch eine völlig andere "Gesellschaft".

In diesem Sinne...
einen schönen Gruß
Ja, mit Männern ist das so eine Sache beim Yoga. Immer wieder sind mal Männer in meinen Yoga-Kursen, auch mal ein bis zwei Paare hatte ich. Sobald ein Mann dabei ist, verändert sich die Energie und es wird viel mehr gelacht. Mein Mann hat nie Yoga gemacht, bis er letztes Jahr das Hormon-Yoga für Männer mit mir lernte und es jetzt diszipliniert praktiziert. Wir üben beide, ich mein Hormon-Yoga für Frauen und er seine Übungsreihe für Männer. Es ist toll, er ist sexy und anziehender als je zuvor. Und wir sind schon seit über 22 Jahren ein Paar. Ich kann es nur empfehlen, dass Männer Yoga machen. Der Artikel ist toll und ich kenne das, wenn Männer mitgebracht werden, weil die Frauen denken, es würde den Mann endlich so verändern, wie sie ihn sich wünscht. Da sollte sie doch mehr vom Yoga verinnerlichen, dann wäre sie näher an der Freiheit, aus der jede Beziehung ihre Liebe und Leidenschaft nähren kann.
Ich bin für "Yoga für alle!!!"
In Liebe
Padma
Sehr lustig , aber nicht immer zutreffend .
Ich habe nur gute Erfahrungen mit gemischten Gruppen gemacht . Das ist ,wie alles im Leben . Es gibt solche und solche und wenn wir ehrlich sind, ist das bei den Frauen genauso . Es gibt genug Frauen die nach der dritten Yogastunde genervt
das Handtuch schmeissen .
Der Text ist wirklich super!

Ich finde auch das viel mehr Männer Yoga ausprobieren sollten. Der Yoga-Lehrer der Deutschen Fußballnationalmannschaft hat ein Buch zu dem Thema geschrieben.
Mit den Bewegungsserien, die Schritt für Schritt gezeigt werden, gelangt Mann zu mentaler Stärke, Kraft und Konzentration!
Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch!

http://www.ongnamo-versand.de/buecher/yoga/patrick-broome-yoga-fuer...
Hahaha! Toller Artikel. Komisch warum Männer prinzipiell Hemmungen vor Yoga haben.
Warum ist das so?
Ich kann meinen Freund auch nicht dazu bringen.
Er sagt: er surft lieber. Das ist seine Art von Yoga.
Auch gut.
Und dann frage ich ihn: Komm doch nur mal mit und probier es aus.
Aber er will nicht...vielleicht ist es auch besser so...
Da seh ich einen deutlichen Unterschied zu Meditationstreffen: Da sind meiner Erfahrung nach die Männer in der Mehrzahl und die bringen dann eher ihre Freundinnen mit.

Aber vielleicht ist's ja auch nicht so sehr ein Unterschied Meditation vs. Yoga, sondern einer Ost vs. West, oder eine kommerziell vs. frei.. Oder eine Kombination daraus. Keine Ahnung.

_()_
Anand Giri

Liebe Angi, schon etwas her aber dennoch: Der Artikel ist wirklich sehr interessant und der Ansatz die Männer so ein wenig zu kategorisieren :) Es ist oft schwer Männer vom Yoga zu überzeugen. Ich hab vor ein paar Wochen eine Artikel zu dem Thema auf Englisch gefunden und hier geht es darum wie attraktiv Yoga Männer eigentlich für Frauen sind. Daher hab ich ihn einfach mal für das deutschsprachige Publikum übersetzt und in meinem Blog veröffentlicht: http://yogalino.com/das-maenner-und-yoga-phaenomen/ Wie seht ihr das denn so allgemein, ist es überhaupt interessant bzw. sexy wenn ein Mann Yoga macht oder wird er eher in die Schublade "Weichei" abgeschoben? Ein paar haben das ja hier 2009 schon kommentiert und ich bin auf eure aktuelle Meinung zu dem Thema sehr gespannt.

Liebe Grüße! Christiane

Dein Artikel ist wirklich super nett,muss dazu schreiben.....mich hat ein Mann zum Yoga gebracht :))

Habe daraufhin ein Yogastudio gesucht,nichts wirklich *passendes* gefunden..aus *Frust* meine eigene

Ausbildung gemacht....auch mit 50 noch bestanden....lach....den lieben Mann kenne ich immer noch...

ist mein liebster Freund.....und ich bin froh meine Yogaerfahrungen an *weiblein und ***Herrlichkeiten*

weitergeben zu können !!

lieben Gruss,ein herzliches Om Shanti

Uma

Denke das war in meiner 2. oder 3. Stunde die ich besuchte ... die Lehrerin stellte sich in Prasarita Padottanasana vor mich hin um uns die Asana zu zeigen. Hautenge Leggins hatte sie an. Ein sehr erfreulicher Anblick!

Irgendwie wusste ich dann nicht mehr wo ich hinschauen soll ... sich den Anblick durch draufstarren reinzuziehen macht ja nun auch nicht den nettesten Eindruck. Wenn meine Frau in der Stunde dabei gewesen wäre ... o O

Nun ja, wenn ich ehrlich bin würde ich schon (Wenn es passt) naschen. Es kommt aber sehr selten vor das meine Gedanken Richtung naschen wandern. Meistens ist es so das die 90Min Asanapraxis mir wie 5 Min vorkommen.

Als Frau würde ich das so Händeln: Schauen ja (Kerle sind ja auch so Genetisch Programmiert), anfassen verboten. Gehören ja auch immer 2 dazu :-)

 

Wenn mein Kerl Zuhause das bekommt was er braucht/haben möchte wird er wohl kaum woanders hingehen, oder?

RSS

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen