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Namasté und Hallo,

wollte mal gerne einen kleinen Meinungsaustausch mit euch führen über die (Grund-) Prinzipien die man so als Yogi(ni) oder auch Yoga Lehrer/ Yoga Übender haben sollte!

Ich bin schon der ansicht, dass ein Lehrer nicht nur ordentlich asanas, pranayma, etc.,.... anleiten sollte - sondern das was er (versucht) zu lehren oder weiter zu geben auch LEBT!!!! also einfach mal ECHT ist!

nicht wie so mancher der prädigt fleisch ist schlecht und geht dann erstmal täglich zu mc donald´s!!!!
oder von einem klaren geist redet und selber nur zugedröhnt den tag übersteht!!!!
Es gibt viele solcher "Blender"!
(Krasse beispiele, aber gibt´s!!!!)

ich rede nicht nur von einem qualifizierten lehrer, sondern auch von einem menschen mit herz, verstand und diziplin! den wie soller ohne das alles seine erfahrungen weitergeben können?!

na, was zeichet eurer meinung nach einen (Yoga) lehrer aus?
Welche ansichten oder prinzipien sollte er/ sie vertreten?

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Namaste,
dazu fällt mir sofort WAHRHAFTIGKEITein! Ein gute(r) YL sollte vorleben, authentisch sein und nicht predigen und missionieren wollen, nur dann erscheint er/sie auch glaubwürdig, eben ECHT. Und er/sie sollte Yoga begriffen haben! Ja, denn ich denke, seitdem Yoga Trend geworden ist, gibt es leider zuviele, die Yoga mit Gymnastik verwechseln, diese krassen Beispiele, die du erwähnt hast.
Wenn man sein Herz weit öffnet, dann kann man es spüren.
Lokah Samasta Sukhino Bhavantu
Bine
Ola Angi,

ein ähnliches Thema hatten wir schon (Was einen Yogalehrer macht?) aber es ist gut immer drüber zu diskutieren und endlich mal eine Lösung finden.... :))) Aber leider oder zum Glück kann man keine Lösung finden, weil Yoga die Lösung selbst ist.

Ich glaube einige Yoga Prinzipien bei einem Yogalehrer sollten vorhanden sein oder er/sie sollte sich in dieser Richtung bewegen. Ich kann zum Beispiel nicht verstehen warum ein Yogalehrer Fleisch isst, aber ich kann es tolerieren wenn ich sehe dass er bereit ist damit aufzuhören und erkennt selbst dass das nicht zusammen mit Yoga geht und arbeitet daran.
Aber ich könnte es nicht tolerieren bei Menschen die Yoga Philosophie unterrichten aber Fleisch essen weil sie im Fleisch nicht getötete Tiere erkennen oder sagen (ich hab´s nicht gemacht oder alles ist Gott).

Aber da viele von uns keine von Geburt erleuchtete Seelen sind und keine echte Gurus oder sowas, müssen wir noch viel an uns selbst arbeiten. Ich versuche zu vertreten was ich bin, auch wenn ich mich geärgert habe oder nicht ganz yogisch gehandelt habe und mit der Ehrlichkeit zu sich selbst gewinnt man Sympathie oder Antipathie, aber zumindest war man ehrlich. Aber auf der anderen Seite Yoga ist auch eine Arbeit oder Beruf wie alle andere (oder ein Bißchen anders) und man muß das beste von sich geben und manchmal lächeln obwohl dir nicht so gut geht.
(Aber das passiert nur wenn ich kein Ausgleich oder meine eigene Sadhana nicht praktiziert habe, oder wenn ich mich von Einflüssen nicht entsprechend geschützt habe.)

Auf jeden Fall glaube ich ist besser sein Fehler zu erkennen und bereit sein sich "zu reparieren". Wie wir schon wissen Yoga ist auch ein Prozess und auch eine therapeutische Arbeit nicht nur für die andere sondern für den yogalehrer selbst.

Viele Yogalehrer stehen unter dem Druck dass sie Gurus spielen müssen oder das sie etwas besonderes sein müssen und immer perfekt. Auf der anderen Seite es gibt viele Yoga Schüler die nicht erkennen möchten dass Yogalehrer auch normale Menschen sind und manchmal haben die Schüler zu hohe Erwartungen....


Schönen Tah!
Meine Yogastunden für Ältere, Behinderte und Migranten enden mit: "Wir danken unseren Lehrern und Schülern, die uns den Yoga überliefert und nahegebracht haben und die ihn so gut es ging, geübt haben".
Ich betrachte mich in jeder Stunde die ich gebe als Schüler. Für meine Schüler bin ich natürlich ihr Lehrer. Diesen Status habe ich aber nur, wenn ich authentisch bin und wahrhaftig. Und bescheiden. Offenheit gehört auch dazu. Offen, meine Unzulänglichkeiten nicht zu verschleiern,wenn wir im Abschlussgespräch uns austauschen. Yoga ist für mich Selbstdisziplin und die Übung im "Mich selbst zu disziplinieren". Insofern kann man kein Yoga lehren, sondern ihn nur seinen Kursteilnehmern vermitteln und vielleicht helfen mit gewünschten Hinweisen.
Alles andere liegt in dem Wollen und Vermögen jedes einzelnen Schülers selbst. So bleibe Ich auf ihrer Ebene und vermeide abgehobenes Gerede, dass niemandem nützt.
Wenn ich dann ab und zu erfahre, dass die letzte ärztlich Untersuchung der Atemfunktion bei einigen überdurchschnittlich gut waren, dann freue ich mich mit ihnen, zeigt es doch, dass sie zusätzlich zu Hause geübt haben.

Danke für die interessante Diskussion!

Klaus
Gibt es jetzt auch Yoga für Migranten? :))))
Welche angi?
Ich?
Ach ja, ja Wedding,.... Ramadan war sehr still.... jaja! ;-)
Aber das yoga dafür zu unterscheiden, nein!!!!
ich habe alle nationen - mache ich nun WELT YOGA????
Ich wollte nicht eine neue Diskussion anfangen, aber ist ein interessantes Thema. Würde mich als "Person mit Migrationshinterkunft", und noch Frau dazu :)) sehr interessieren....:)
Om Shanti
Ein guter Yogalehrer zu sein liegt wohl eher im Auge des Betrachters. Manch einer würde sagen, dieser Yogalehrer ist ein Vorbild, weil er sich schön verrenken kann, ein anderer würde meinen, ein Yogalehrer ist kompetent, weil er sich unentwegt weiterbildet, und wieder ein anderer würde behaupten, ein Yogalehrer ist glaubwürdig, wenn er geerdet und weise ist und streng nach „yogischen“ Prinzipien lebt… und und und …

Hier steht doch eher der Anspruch des Schülers an seinen Lehrer im Vordergrund bzw. der Anspruch des Lehrers an sich selbst.

Es gibt Praktizierende, die großen Wert auf die „geistigen“ Dinge des Yoga legen – Schriften, Meditation… Natürlich ist es ihnen wichtig, dass dort jemand unterrichtet, der jede Menge Erfahrung und Praxis mitbringt, denn sie wollen von ihm lernen.

Ein Schüler, der auf Grund von Ischialgien oder Lumbalgien den Yogalehrer aufsucht, ist wahrscheinlich sehr viel beruhigter, wenn der Lehrer medizinische Kenntnisse vorweisen kann und wenn er demzufolge nicht starr an traditionellen Asanas festhält, sondern Kontraindikationen aufzeigt und Alternativen bietet.

Es gibt aber auch Schüler, die fühlen sich „wohl“ bei einem Lehrer. Sie nehmen Unterricht, weil es ihnen irgendwie gut tut…und sie empfinden diesen Lehrer als gut. Ok.

Ich persönlich bevorzuge Lehrer, von denen ich etwas lernen kann.

Für mich ist eine fleischlose Ernährung, Verzicht auf Alkohol, Nikotin und sonstige Drogen selbstverständlich. Ich empfinde es ebenfalls als natürlich, mich ständig weiterzubilden, jedoch diese „Fortbildungen“ ebenfalls zu hinterfragen, so wie es ein Schüler tun sollte (am besten schon weit im Voraus, so dass er nicht böse überrascht wird, denn man hat ja schließlich keine Zeit zu verschenken). Mir ist es wichtig, medizinische Kenntnisse zu haben und zu verfeinern, die Biomechanik des Körpers zu verstehen und anzuwenden. Mir ist es ebenfalls wichtig, selbst zu leben, was ich lehre und regelmäßig zu praktizieren (sowohl körperlich als auch geistig in Form von Schriften und tiefer Meditation). Mir sind Werte wichtig und das Prinzip der Barmherzigkeit. Ein Gespür für Menschen mit ihren Bedürfnissen (körperlich und geistig) sowie Geduld empfinde ich als sehr hilfreich. Kompetenz, keine Show. Und mir ist noch vieles anderes wichtig…wenn mein Yogalehrer dies alles und noch mehr verkörpert, hervorragend. Wenn nicht, schaue ich, was ich sonst von ihm lernen kann … sonst kann ich nämlich auch alleine üben.

Tara

Ein guter Lehrer hat nur eine Sorge: zu lehren, wie man ohne ihn auskomme - André Paul Guillaume Gide
om shanti namaste,
vielen dank für die vielen antworten und meinungen. klar, (wie immer ;-P) jedem das seine.
mich hatte einfach mal interessiert was ein yoga lehrer/ übender für euch wiederspiegeln sollte.
davon mal abgesehen das wir alle "ewige" schüler sind immer dazu lernen.
schön fand ich einfach das wort wahrhaftigkeit (obwohl das auch nur auf eine hand voll menschen zutrifft).
jeder sollte hinter seinen prinzipien stehen, schon klar, aber auch wenn er/ sie offen zugibt dies und jenes regelmäßig zu konsumieren (Zigaretten, alkohol, drogen, Fleisch, etc.,...) und der meinung ist nach kurzer "Yoga Erfahrung" schon andere auszubilden wirklich ECHT, nur weil er offen dazu steht? (Echt im Sinne von "Yogisch")
Ich möchte nicht bei solch einer Person lernen (auch wenn diese nett ist und ich garantiert irgendetwas auf meinem wege mitnehmen könnte)
vielleicht bin ich etwas hart oder kritisch, aber meiner meinung nach sollten gewisse grund kriterien erfüllt werden wenn man versucht authentisch yoga zu üben und etwas davon weiterzugeben.
klar sollte man auch nicht überteiben, zuviele infos im kurs an die teilnehmer weiter zugeben (Chakras, gott, etc.,...)
wenn man mal etwas dazu sagt ist es aber auch ok.

angi
die worte von pascal sprechen mir aus der seele...
ich bin noch in ausbildung - 4 jahre, jetzt im dritten jahr und musste gerade die bittere und schmerzliche erfahrung machen, dass diejenigen die eigentlich gerade den yogaweg leben sollten, vorleben sollten, es in keinster weise tun. soweit davon entfernt sind wie das sandkorn im tiefsten meer von den sternen.
für mich beginnt der yogaweg - und somit auch der weg des unterrichtens - bei den yamas und niyamas, wahrhaftigkeit und demut sind für mich die entscheidenden dinge. nicht ob ich ein asana perfekt beherrsche oder die sutras runterbeten kann. ich finde das leben und die eigenen handlungsweise im leben entscheiden darüber ob man ein guter yogalehrer ist. und kein mensch ist perfekt, auch kein yogalehrer, sich das einzugestehen und daran zu arbeiten, dies weitergeben zu können, das macht für mich einen yogalehrer aus.
ich weiß, dass ich in meinem täglichen leben noch immer oder immer wieder viele dinge tun werde die nicht dem yogischen weg entsprechen, aber diese zu erkennen und daran zu arbeiten, das sind für mich die grundlagen. und auch wenn ich lehrer bin, so bin ich doch immer auch schüler. und wie pascal schreibt, ein förster kann ein besserer "lehrer" sein, als jemand der indologie, religionswissenschaften und was weiß ich noch was studiert hat und schon hundert jahre unterrichtet...
ganz liebe grüße lilly
oh ja, die Medizinethik scheint heutzutage für die meisten Ärzte nur Theorie zu sein....wenn ich mir so vorstelle, was in Schulmedizinkreisen so los ist, da erscheinen mir diese Richtlinien wie der reinste Hohn........

grundsätzlich sind diese Medizin-ethik-Regeln gut gemeint, wenn sich nur die Verantwortlichen auch dran halten würden.......

müssen eigentlich "fertig" studierte Mediziner noch den "Eid des Hippokrates" leisten ?

sorry für off-topic.....
Namaste liebe Angi,

ich antworte mal mit einem Zitat von Yogi Bhajan:
Alles im Universum wurde geschaffen, ein Lehrer zu sein. Der Mond ist ein Lehrer, die Sonne ist ein Lehrer, die Sterne sind Lehrer. Aber es gibt Leute, die werden professionelle Gemahner.
Und die nennen wir Lehrer. Die Aufgabe eines Lehrers ist nicht, Dir die Wahrheit beizubringen,
die ist Dir bekannt. Du kennst die Wahrheit. Die Aufgabe eines Lehrers ist es, aus seinem praktischen Leben und aus seiner Erfahrung heraus Dich daran zu erinnern, die Wahrheit zu leben.
Das ist alles. Es gibt nichts, was Du nicht weißt.“ Yogi Bhajan

Daran orientiere ich mich als Lehrerin - aber dazu gehört eben auch, dass die Schüler erwarten können eine "fachlich qualifizierte" Person vor sich zu haben. Dazu gehören m.E. viele Aspekte wie medizinische, pädagogische und eben auch alle Facetten des Yoga. Als Lehrerin kann ich nur Impulse geben, was der Schüler daraus macht ist seine / ihre Sache. Aber ich kann selbstverständlich da sein wenn Fragen auftauchen, Hilfestellung geben wenn danach gefragt ist. Ich versuche nicht eine Linie vorzugeben, dass kann ich nicht und will ich nicht, denn ich bin ja auch nur Mittler um die Energien der Meister durch mich hindurch fließen zu lassen - immer verbunden mit der Hoffnung, dass diese in der Form ankommt wie sie zu diesem Zeitpunkt benötigt wird.

Liebe Grüße - om shanti - Bhavani
Ola Bhavani,

Danke dir für die schönen worte ich muß gestehen das sind hier in dieser diskussion die schönsten und friedlichsten worte, die es aber genau wiedergeben!!! leider vergesse ich dies manchmal! danke das du mich wieder daran erinnerst!
jaja, das "Urteilen" ist manchmal schneller wie gewollt, oder auch das kritisieren! danke nochmal für deine worte

Om bolo sat guru bhagavan ki jai

shanti shanti shanti

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