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Nicht das Leben, sondern schlechte Gedanken machen unglücklich

Als Yogalehrer Patrick Broome vor zwei Jahren die Nachricht erhielt an Leukämie erkrankt zu sein, veränderte sich seine Welt. Was aber seither mit seiner spirituellen Entwicklung geschah, darüber sprach er in einem Interview.



Dabei traf ihn die Diagnose nicht völlig aus heiterem Himmel, auch wenn er sie während der Geburt seines Sohnes erhielt. Schon vorher hatte sich Patrick von unterschiedlichen Symptomen wie andauernder Müdigkeit oder allergischen Reaktionen betroffen gefühlt.

Eine Chemotherapie war auch für Patrick Broome unausweichlich. Diese Therapie, die einem Tsunami nicht unähnlich ist, überspült alle Krebszellen und reinigt den Körper. Doch auch gesunde Zellen sind davon betroffen und selbst wenn die tödlichen Zellen vernichtet werden, bleibt der Auslöser der Erkrankung bestehen. Patrick machte sich daher mit einem Psychotherapeuten und einem Homöopathen auf die Suche danach.

Die Frage der negativen Beeinflussung seiner Spiritualität verneint Broome, denn auch wenn Krankheiten sich grundsätzlich als spirituelles Hindernis zeigen, ist in der Geschichte vieler namhafter Yogis eine schwere Krankheit auch zugleich ein wichtiger Teil des Weges zur Erkenntnis. Es geht also viel mehr um Kontrolle und zu erkennen, wie die Krankheit auf das eigene Leben Einfluss nimmt.

Für Patrick resultierte daraus eine Zunahme an Geduld und er ist dem Leben viel mehr zugewandt als zuvor. Das spricht er vor allem dem Zyklus der Chemotherapien zu, die den Körper immer wieder zerstören und neu zusammensetzen. Dies ist für ihn vergleichbar mit dem Mantra „Guru brahma, guru vishnu, guru devo maheshvara“. Dass bestimmte Lebensstationen und Umstände den Ausbruch der Krankheit vorangetrieben haben, davon ist Patrick überzeugt. Gerade dadurch hat sich auch seine Einstellung gewandelt, weil er befürchten musste nicht mehr über ausreichend Lebenszeit zu verfügen.

Und doch kennt auch er die oft gestellte Frage „Warum ausgerechnet ich?“, denn immer lebte er gesund und ging verantwortungsbewusst mit körperlichen Ressourcen um. Im Yoga bevorzugt er aufgrund mangelnder Kräfte heute ein ruhigeres Yoga und die Meditation und er schätzt Yoga nach wie vor als Instrument zur Beruhigung von Geist und Seele. Auf der Suche nach Yoga als Wundermittel gegen den Krebs war er nie. So schafft er es auch als Rekonvaleszent weiterhin glücklich und zufrieden zu sein und empfindet dies als Satchidananda, bekannt als „Glückseligkeit“ alter Yogaschriften.

Und er sucht bewusst die Hilfe eines Psychotherapeuten obwohl er aus dem gleichen Metier stammt. Denn „auch ein Zahnarzt behandelt nicht den eigenen Backenzahn!“

Nach einem Artikel von Silvia Schaub, erschienen im deutschen Yoga Journal.

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Antworten auf diese Diskussion

Immer wieder auf`s Neue wichtig sich in Erinnerung zu rufen! Vor allem auch der letzte Satz! Vielen Dank!

Die Überschrift find ich allerdings nicht ganz so passend zum Inhalt!

Ja die Überschrift paßt nicht.

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