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Ein neuer Trend made in USA ist das Yoga-Training im Adamskostüm. Und zwar nicht allein zuhause, sondern in der Gruppe in New Yorks erstem Nacktyoga-Studio für Männer und Frauen, dem „Phoenix Temple“.



Gegründet von der 26-jährigen Isis Phoenix, die für sich entdeckte, dass die kleiderlose Yogapraxis viel angenehmer sein kann. Und da sich das bereits bestehende Nackt-Kurs Angebot auf männliche und homosexuelle Zielgruppen beschränkte, gründete sie kurzerhand ihr eigenes Studio in Manhattan, wo sie Kurse für beide Geschlechter anbietet.

Im Gegensatz zu traditionellen Yogaklassen, wo sich das Verhältnis Mann-Frau auf etwa eins zu zehn beläuft, liegt es im „Phoenix-Temple“ eher umgekehrt. Dennoch gibt es für die weiblichen Teilnehmerinnen keinen Grund sich unwohl zu fühlen, denn die Kurse haben zwar mitunter sinnlichen aber nie sexuellen Charakter.

„Nacktheit macht uns alle gleich“ stellt Isis fest. Auffallend warm und respektvoll soll die Atmosphäre in den Klassen sein. „Sobald wir nackt sind, werden wir nachsichtiger, gnädiger – uns selbst und auch anderen gegenüber“, sagt Studio-Mitgründerin Brit McMurray.

Nacktheit gibt die Möglichkeit ein besseres Körpergefühl zu entwickeln. „Unsere Wahrnehmung beginnt im Alltag etwa auf Nackenhöhe, und wir haben weitgehend vergessen, den Körper und den Atem bewusst und ganzheitlich mit einzubeziehen“, sagt Gründerin Isis. „Sobald man die Fähigkeit dazu entwickelt hat, kann man alles schaffen.“

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Na ja, muss nicht sein, denke ich. Bin Ästhet...
Om namah shivaya,

Reinhard Gammenthaler zitiert in seinem Buch "Kundalini-Yoga-Parampara" aus einer Upanishad, wo ein weiches Tuch um die Lenden gebunden werden sollte, um einen Energiekanal zu öffnen, das sogenannte Langot, welches in besonderer Weise zu binden ist, um Druck an bestimmter Stelle auszuüben. Daraus kann man folgern, dass nacktes Praktizieren nicht notwendig ist.
Und auch hat es ganz praktische Gründe zumindest als Mann nicht nackt zu üben. Immer ist etwas eingeklemmt oder gedrückt und man(n) hat ständig zu tun, alles richtig zu plazieren. Deshalb bevorzuge ich weich anliegende Slip mit extra langen Beinen, die solche Korrekturen auf ein Minimum beschränken.

OM OM OM

Klaus
Guter Beitrag! Ich sehe es auch so; die Nacktheit selbst ist nicht das Problem,
sondern die herumhängenden und oft im Wege stehenden Teile, die auf Dauer
eher nerven. Ein Radlerhöschen drüber ist doch auch was nettes, gell?
Grundsätzlich erstmal skeptisch gegenüber flotten Trends aus den USA, weil moderne Bindestrich-Yoga Richtungen immer die Gefahr der Verwässerung der Lehre implizieren.
Ansonsten warum eigentlich nicht, wenn man eine große Unbefangenheit zur Nacktheit entwickelt hat.
Ich persönlich habe diese durch langjährige Saunebesuche entwickelt.
Die meisten assoziieren Nacktheit allerdings mit Sexualität und Voyeurismus. Wenn das spirituelle Feld
sich unter diesen Umständen dann nicht mehr entfalten kann, soll man es besser lassen mit Nackt-Yoga.
Ich kann mir aber vorstellen, daß sehr weit fortgeschrittene Yogis mit Sex nichts mehr im Sinn haben und
so gut in ihrem Körper aufgehen, daß Klamotten als völlig irrelevant bzw. völlig unnütz empfunden werden.
Dann möchte ich kein fortgeschrittener Yogi (Yogini) werden!!!
Keine Sorge. Die Verhältnisse ändern sich oft schneller als man denkt.
Schopenhauer würde dazu sagen: "Alle Wahrheit durchläuft 3 Stufen:
Zuerst wird sie lächerlich gemacht. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich
wird sie als selbstverständlich angenommen."
Na immer noch darauf verzichten, eine fortgeschrittene Yoginin zu werden?
Nackt-Yoga ist so alt wie Yoga. In Deutschland hat Sigmund Feuerabendt schon vor über 50 Jahren Yogalehrer nackt ausgebildet und macht es -glaube ich- heute noch. Es hat sicher eine besondere Qualität ;o) z.B. den Schulterstand nackt zu machen. In der Gruppe ist es sicher in unseren Breitengraden etwas befremdend.

Namasté
Ich sehe Nude-Yoga als Bewegung der Nudisten.
Nudisten finden ihrern Raum zum nackt zu wandern, nackt Fahrradfahren, Sonnenbaden, Camping.
Nun also auch Yoga.
Warum nicht, wem's gefällt...

Ich persönlich sehe die Notwendigkeit nicht.
Ein Bikini oder Badehöschen wird der Yogapraxis nicht im geringsten schaden.

Manche Nude-Yoga-Studios begründen den Trend (und neue Trends bringen bekanntlish PR!) mit den Ursprüngen des Yoga und behaupten, dass es in Indien nackt praktiziert wurde.
Nach meiner Kenntnis trugen die Yogis einen Stofffetzen, ähnlich einem Stringtanga, der lediglich ihre Genitalien bedekte. Oder reibt man sich vorm Nude-Yoga auch dem Körper mit Asche ab? Wennschon-dennschoch ;o)

Ein Bild der "traditionellen" Yogabekleidung.
Ich habe es schon mal an der Nordsee am Strand ausprobiert, dann kam Greanpece und wollten mich ins Meer rollen, da sie dachten ich wäre eine Seekuh.

also ich habe vor über 20 Jahren schon Nackt-Yoga in einer Gruppe gemacht. Meine damalige yoga-Lehrerin hatte ihre Ausbildung bei Sigmund Feuerabend gemacht und hatte eine Frauen-Gruppe und eine gemischte Gruppe. Ich fand das damals schon sehr schön und natürlich und bin auch immer noch eine überzeugte Fkk-lerin beim Baden in der Natur. Ich bin selber seit 15 Jahren Yoga-Lehrerin - traue es mir aber nicht, eine Nackt-Yoga-Stunde anzubieten.  

Verstehe ich total, ich würde auch nur dann eine Nackt-Yoga-Stunde anbieten, wenn die FKK-Erfahrungen in der Yoga-Szene stärker verbreitet wären. Wäre sicher mal ein schönes Erlebnis. Aber auf Dauer würde ich mir dann doch lieber wieder zumindest ein kleines sexy-Höslein überziegen, weil der Mann sonst einfach immer mit den lästigen herumbaumelnden Genitalien zu tun hat.

Also ehrlich: ich habe keine Lust, beim Yoga in die Körperöffnungen meiner Mit-Yoginis und -Yogis zu schauen.

Ich bin wirklich nicht prüde, aber da hört's für mich auf. Dann zieh' halt wenig an, aber zieh' etwas an. Mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen...

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