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Bei meinem Ashram-Aufenthalt in Indien wurde gesagt, dass man als Yogaschüler einige Jahre ganz enthaltsam leben müsse, um auf dem spirituellen Weg voranzukommen.

Ist das wirklich so? Wie leben Yogaschüler in Deutschland?

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Wo liegt da der Sinn drin?

Erzähl mal, warum und wieso mich Sexuelle Enthaltsamkeit nach vorne bringt????

Lt. Schulmedizin ist regelmässiger Sex sehr gesund (Psychisch und Physisch)!

Warum Privat?!

Was ist daran so schlimm das man darüber hinter vorgehaltener Hand sprechen muss.

Sehr seltsam ....

also, mein lieber, als yogaschüler, zumindest als westler, musst du keinesfalls enthaltsam leben.

zumindest nicht sexuell.

der unterschied ist elementar. genauso wie zwischen asiaten (bin ich) und westlern.

ein asiat wird nie ein westler und umgekehrt. ein westler begreift yoga nie, niemals wie ein inder.

fudschi

Lieber Feiksi,

ich habe mich prächtig über deinen Beitrag amüsiert. Auf diese Diskussion kann wirklich nur mit Humor antworten. Du hast eine tolle Art zu erzählen. Es scheint, als würdest du dich recht wohl fühlen in der Oase deiner Kreativität... Danke für deine Leichtherzigkeit!!!

Om Tat Sat

Jochen

 

Für mich wäre Enthaltsamkeit = Ungesunde Lebensführung!

Egal wer wann was vor wieviel tausend Jahren geschrieben hat.

Aber jeder soll auf seinem Weg, auf seine Art glücklich werden.

Kann nicht auch die gemeinsame Erfüllung eine spirituelle Erfahrung sein ?  Ramananda hat sicher Recht, es gibt Themen über die man nicht in Ruhe diskutieren kann.

Liebe Leute,

ich glaube, es macht keinen Sinn, dieses Thema zu diskutieren, ohne zu klären, was brahmacharya eigentlich bedeutet. Die bloße Unterdrückung der sexuellen Energie ist bestimmt nicht gemeint. Es geht, soweit ich das Thema überblicke, vielmehr um die Sublimation (Verwandlung, Ausrichtung) dieser Energie, in demselben Sinn wie sich auch jede andere Energie verwandeln lässt, wie zum Beispiel jede beliebige Emotion. Und eines ist bestimmt so, dass sich das höchste Ziel des Yoga, samadhi, nur durch die vollständige Ausrichtung des ganzen Wesens, seiner gesamten verfügbaren Energie, erreichen lässt... Brahmacharya bedeutet wortwörtlich, sein Leben auf das Höchste (brahma/ishwara) ausgerichtet, zu leben/führen (charya). Meiner Meinung nach, ist es immer wichtig, eine realistische Selbsteinschätzung zu haben. Was sind meine realen/praktischen Ziele usw.? Wie alles im Leben ist auch der Weg zum vollständigen brahmacharya ein Prozess. In meiner Tradition (Satyananda) wird immer betont, dass man brahmacharya nicht erzwingen kann, es sollte sich auf natürliche Weise ergeben...

Liebe Grüße,

Om Tat Sat

Jochen

na das hört sich ja wieder etwas anders an. Egal um welche Lebensweise, Ernährung usw es geht: ich finde Vorschriften, dich mich einengen unangenehm und treiben mich weg. Wäre doch Schade!

Hallo ihr lieben,

ich möchte hierzu gerne mal meine Ansichten kundtun.

Selbstverständlich ist Sex eine gute Sache. Es kann glücklich, gesund und gelassen machen.

Es nicht zu tun wenn man es gerne tun mag, kann krank, unglücklich und aufdringlich machen.

Die sexuelle Kraft ist nach dem Überlebenstrieb die stärkste Kraft die unser Handeln bestimmt.

Wenn wir uns tatsächlich dafür entscheiden, den spirituellen Weg "zuende" zu gehen, uns für die Erfahrung einer höheren Wirklichkeit öffnen wollen, müssen wir alle Bereiche unseres Seins anschauen und transformieren.

Die Sexuelle Energie gilt es also auch genau zu betrachten, und einen Weg zu finden mit ihr umzugehen. Sodas sie uns nicht davon abhält, uns auf das Wesentliche auszurichten.

Zwangsmässige Enthaltsamkeit führt meist zu einer Fehlleitung dieser Kraft und es bringt psychische bzw. energetische Probleme. Die Kraft wird dann auf krankhafte Weise ausgelebt.

Also kann Enthaltsamkeit nur eine freiwillige Entscheidung sein, die eine höheres Ziel anstrebt.

Wenn man Meditiert, Yoga, Pranayama, Energietechniken, Achtsamkeit oä übt bekommt man ein Gespür für feinstoffliche Energieflüsse. Man kann dann lernen die sexuelle Kraft im Körper nach oben zu lenken, also zu vergeistigen.

Dann gewinnt man mehr Energie die einen zur Transformation führt.

Aber dies funktioniert nur wenn man vom Bewusstsein her bereit dazu ist.

Ist man es nicht, sollte man erstmal diese Kraft ausleben...

 

So denke ich darüber.

Ich habe schon desöfteren ausprobiert mich über längere Zeiten (naja, bis zu 2 Monate) jeglicher sexueller Betätigung zu enthalten, und in meiner Meditation und im Alltag sehr positive Erfahrungen gemacht.

 

Achso.

Und es gibt auch noch andere Möglichkeiten mit dieser Energie umzugehen, im spirituellen Sinne. Aber da kenne ich mich zu wenig mit aus. 

 

Om!

 

Hallo Friedrich,

ich mußte lächeln, als ich die Diskussion gesehen habe. Die Frage ist doch nicht, ob Du enthaltsam sein mußt.

Die Frage ist doch, was Du auf Deinem yogischen Weg erreichen willst und was Du dafür eventuell irgendwann einmal, im Laufe des Weges einfach nicht mehr tun willst, weil Du andere Prioritäten hast.

Vielen Dank auf jeden Fall für die interessante Diskussion, die durch Deine Frage entstanden ist :-)

Liebe Grüße

Andrea

Fakt ist, dass bei Männern, aber auch bei vielen Frauen, durch einen "normalen" Orgasmus große Mengen an Prana, Lebensenergie, verloren gehen. Ein Yogi möchte diese Energie aber nicht verlieren, sondern sublimieren und zu spiritueller Energie transformieren.

Nun gibt es 2 Möglichkeiten:

entweder man lebt enthaltsam oder man ist sexuell aktiv, vermeidet aber entladende Orgasmen. In beiden Fällen ist es wichtig, die Energie nicht auf den unteren Chakren zu lassen, sondern sie mit Hilfe von Sublimierungstechniken (z.B. Kopfstand, verschiedene Bandhas, manche Mudras usw.) über Sushumna Nadi auf die höheren Chakren zu leiten.

Wie bereits in der Diskussion weiter oben gesagt wurde gibt es bei der ganzen Sache kein MUSS. Es geht einfach um die persönliche Zielsetzung. Aber wenn man auf den energetischen Ebene im Yoga über einen bestimmten Punkt hinaus kommen möchte, sollte man zu einem bewussten Umgang mit der sexuellen Energie finden und die entladenden Orgasmen zumindest deutlich reduzieren! Falls man sexuell aktiv bleiben möchte, kann man stattdessen erlernen in Talorgasmen einzutreten. Die können bis zu über einer Viertelstunde andauern und sind mit keinem Pranaverlust verbunden. Bei Männern kommt es hierbei auch zu keiner Ejakulation.

Lieber Gruß,

Manuel

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