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Meditation kann man nicht erlernen ...
nur üben.

Meditation ist ein mentales Training. Es wird viel über Meditation geschrieben, gesprochen und rumprobiert. Man braucht Jahre, um das Wesen der Meditation zu verstehen (immer wenn man meint, jetzt hätte man's endlich gecheckt, geht eine neue Tür auf ...)

Man kann Meditation nicht lernen, im Sinne von, sich hinsetzen, eine Anleitung lesen, dann die Augen schließen und alles läuft wie am Schnürchen. Man kann sie nicht lernen, genauswenig, wie man Schlaf lernen kann. Genauso wie der Schlaf nicht im direkten Einflussbereich des Menschen liegt, ist auch Meditation nicht beliebig verfügbar.
Man fällt in den Schlaf hinein.
Man fällt oder gleitet in die Meditation hinein.

Meditation lernen oder üben?
Man kann Meditation nur üben.
Es gibt einige Schritte, die man auf dem Weg machen kann, um eine Grundlage zu schaffen um so den Erfolg zu sichern.
- Richtige Umgebung – Eine Ecke/ein Raum/eine Gruppe. Sitzkissen, Räucherwerk, Kerze
- Immer die gleiche Zeit für die Meditation wählen. Morgen + Abend.
- Innere Bereitschaft haben ( Geisteszustand)

Viele große Schwierigkeiten werden beseitigt, wenn man eine Umgebung schafft, die der Meditation förderlich ist.

Empfehlung für die tägliche Praxis:

Täglich ein oder zwei Mal am Tag 10 – 15 Min.
Am Morgen nach dem Aufstehen, wenn du die geistige Tiefe des Schlafs noch mit in die Meditation nehmen kannst.
Am Abend, um dich nach den ganzen Erlebnissen und Aktivitäten von allen äußeren Einflüssen zu reinigen und wieder ganz zu dir zu kommen – ganz bei dir anzukommen.

Wenn du ernsthaft an Fortschritten in der Meditation interessiert bist, kannst du die Dauer der Meditation auf 20-30 Minuten täglich steigern.

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Antworten auf diese Diskussion

Ich würde dem Geisteszustand in der Meditation gar nicht so eine große Rolle beimessen. Wie sagte einer der großen Lehrer des Zen, Kodo Sawaki so schön: Zen wird mit dem Körper praktiziert. Im Zen spricht man auch von Körper und geist fallenlassen (eine Seele gibt es ja da eh nicht - wie überall im Buddhismus)

Ein mentales Training könnte man lernen. Meditation aber nicht.

Wer dem Lernen folgt, wird Tag für Tag mehr.
Wer dem Tao folgt, wird tag für tag weniger.
Weniger und weniger, bis er ankommt beim nichtstun (beim Tun ohne willentlich einzugreifen, Wu Wei)

Laozi

Bei uns im Daoismus gibt es zwei Begriffe für Meditation: der eine ist Herz-Geist-Fasten, der andere ist Sitzen und vergessen. Beides weist gerade vom Geistestraining weg. Letztlich glaub ich, man kann sie weder erlernen, noch üben, sie kann nur geschehen. Aber eine formale Praxis kann einen vielleicht anfälliger für dieses geschehen machen. Aber sicher ist auch das nicht.

Ansonsten sind neuere Forschungen ganz interessant: Asiaten meditieren häufig anders als Westler. In etlichen Versuchen traten bei Westlern oft die selben gehirnwellen auf wie beim Schlaf, während bei Asiaten eine Art tiefe Aufmerksamkeit (niedrige Alphawellen mit einigen Spitzen) auftraten, die eher einen Zustand der Leere als den des Schlafes entsprechen. Meditation scheint also auch nicht gleich Meditation zu sein.

(Siehe http://dradiowissen.de/beitrag/hirnforschung-leere-im-kopf-macht-gl...)

Bewege dein Körper in die Mitte und dein Geist folgt in die Mitte deines Körpers.
Wenn du dich aufrichtest gibt es ein hinten und ein vorn, bewege dein Körper Vorsicht dazwischen und du erfährst was Meditation ist.
Liebe Freundliche Grüße
B.R.Karma Ratna

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