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Macht Yoga oder aber fleischlose Ernährung sensibler bzw. empfindlicher?

Hallo,

 

ich mache seit 2,5 Jahren Yoga. Seit Februar diesen Jahres bin ich nun auch Vegetarier. In den letzten Monaten musste ich feststellen, dass ich nicht mehr an die Bücher meines Lieblingsautors heran komme. Er schreibt ausschliesslich Psychothriller. Auch wenn ich z.B. Obdachlose oder verletzte oder gar tote Tiere sehe, kann ich das nicht mehr so leicht ignorieren wie früher. Es berührt mich zunehmend stärker.

 

Liegt das am Yoga oder am Fleischverzicht? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habe ich gerade nur eine emotionale Phase?

 

Bin auf euer Feedback gespannt.

Dajana

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Geht mir ähnlich. Keine Kriminalromane mehr, kein Sandsacktraining, keine Horrorfilme ausleihen, sogar mein Fahrstil hat sich geändert. Solche Sachen machen einfach keinen Spass mehr wie früher.

seit März 2011 mit Yoga angefangen

Ich bin keine Vegetarieren und praktiziere seit vielen Jahren Yoga.

Früher habe ich Kriminalromane verschlungen, einen nach dem anderen, am Laufenden Stück. Doch seit dem ich mich meine Praxis vertieft habe, habe ich keinen einzigen Krimi mehr gelesen. Irgendwas sperrt sich in mir.

Ich glaub, das liegt eher am Yoga als am Fleischverzicht.

Und ich glaub, langsam bewege ich mich dorthin, was die allgemeine Gesellschaft als schrullig bezeichnet ;o)

 

Ich bin auch kein Vegetarier und praktiziere seit 7 Jahren Yoga war zwischenzeitlich auch mal sehr streng vegetarisch und fast vegan unterwegs aber ich hab gemerkt wie mir das selbst nicht gut tut so streng zu mir zu sein in einer Welt in der Fleisch und Tierprodukte zum alltäglichen dazu gehören.ich hab gemerkt wie kompliziert die Ernährung mein Leben machen kann...ich war vor 2 Jahren einfach nur 2 Wochen im Ashram und es war für meinen Kopf irgendwie sehr anstrengen denich hab mir sehr viele Gebote aufgestellt gehabt...richtig sattvig zu essen.

Ich konnte mich mit meinem Körper darauf einigen,dass ich den Fleischverzehr sehr niedrig halte und merke das es mir so damit gut tut auch mehr Gemüse zu essen. Das Fleisch hält mich einfach geerdet und auch zentrierter und macht mich flexibler wenn ich auf Vegetarier oder Fleischfresende Pflanzen treffe mich nicht isoliert zu fühlen vom Rest der Welt :) Und mich nicht vom Ego pushen zu lassen,weil es derzeit auch ein großer Trend und Hype wieder ist in der Yogaszene auf Fleisch zu verzichten.Und ich denke,dass es auch ein gutes Mittel ist um einfach von sich und seiner Konstitution abzulenken und Gefühlregungen zu zeigen, die nicht umbedingt was mit der Persönlichkeit zu tun haben.

 

Was die Sensibiliät angeht ich bin mir nicht so ganz sicher,ob das richtiges Meta (liebende Güte) war gegenüber allem was lebt oder ob es einfach nur der Versuch den Kopf weiter auszubauen anstatt sich um das Herz zu kümmern und es weit zu machen um Gefühle richtig zu empfinden. Ich bin da skeptisch. Und ich hab auch keine Ahnung, ob sich Ahimsa verwirklichen lässt in Perfektion. Das einzige was ich spüre ist,dass kein Fleisch essen mich strahlender Macht und Gemüse und Reis kochen viel einfacher geht bzw. man auch nicht so viel Verpackungen hat, die man dann wegwerfen muss.Und so denke ich,dass Innerer Frieden nur aus der inneren Entscheidung und aus dem Herzen entsteht und nicht aus dem Kopf und den vermeintlichen Folgen, die man sich im Kopf ausmalt.

Hallo Benjamin, 

ich finde sehr schön, was du geschrieben hast, ich finde auch, dass viele deshalb vegetarisch leben weil es ein Trend ist, vom Kopf her iniziert wird, um zu sehen wie man das durchhält. So wie du sagst, hart zu sich selbst sein.

Doch zum Ende deines Berichts hast du mich verwirrt:

oben schreibst du Fleisch hält dich geerdet, zentrierter und flexibler. 

im letzten Absatz schreibst du: kein Fleisch essen macht dich strahlender.

Das heißt, es tut dir gut aber dann wieder nicht?

 

 

 

es ist ein paradoxon und ich denke,dass es keine begründung für dafür und dagegen wirklich gibt.

 

es macht mich persönlich nur flexibler mit inneren und äußeren umständen umzugehen zu können.Alles zu seiner Zeit :).Das klingt zwar etwas tantrisch aber ich frag mich ehrlich gesagt ob es nicht starr und undynamisch ist an Überzeugungen zu klammern. Ich habe die erfahrungen gemacht das ich  wirklich unabhängiger sein kann von meiner gewohnheit ohne zwang- ohne, dass irgend eine erschaffen Authorität mich dazu zwingt nach bestimmten regeln zu handeln nur aus dem affekt heraus das sie gut für mich und die anderen sein könnten :) Ich weiß nicht,ob mein Geist groß genug ist um Karma zu verstehen und mir einzureden dass die Dinge die ich tue zu mir zurück kommen werde. In gleicher Form.

Es gibt Lamas in Tibet die in so kargen Berglandschaften leben,dass sie nichts anderes haben als das Fleisch von ihren Ziegen haben. Und die Menschen brauchen das einfach dort,weil sie ohne nicht überlebensfähig wären..und dennoch sind es Buddhistische Lehre die das Mitgefühl unterrichten und vom Leid befreien und lösen wollen.

Namaste,

also ich praktiziere seit über 15 Jahren Yoga und bin mit täglich Fleisch auf dem Teller groß geworden. Es war für mich alles andere als einfach, auf Fleisch zu verzichten und ich habe mich da auch ganz allmählich runter gearbeitet, sozusagen über Jahre immer weniger. Vor ein paar Monaten habe ich dann beschlossen, wirklich überhaupt gar kein Fleisch mehr zu essen in der Hoffnung, daß damit der Gusto weggeht, den ich immer wieder mal verspürt und nachgegeben hatte. Und es ist wirklich so, seit ich konsequent auf Fleisch verzichte, ist der Gusto so gut wie weg und ich merke, daß ich Tieren gegenüber so sensibel bin, daß ich mittlerweile dadurch total gefestigt bin in meinem Entschluß, kein Fleisch mehr zu essen, Ich mache es bestimmt  nicht, weil es gerade Trend ist, sondern weil ich es einfach überhaupt nicht mehr mit mir vereinbaren kann, daß ein Tier wegen meines Gustos sein Leben lassen muß. In unseren Breitengraden braucht man auch wirklich kein Fleisch, um zu überleben und ich möchte einfach nicht an diesem ganzen Tierleid beteiligt sein, denn ich liebe Tiere und die Natur  über alles.

Also abschließend einfach ist es bei mir so, daß ich viel sensibler geworden bin, einmal durch meine Yoga-Praxis und auch durch meinen Fleischverzicht und ich sehe das nur positiv, daß ich so sensibel bin. Krimis und Horrorfilme waren für mich allerdings schon immer ein Horror und ich habe mir sowas schon seit vielen Jahren nicht mehr angeschaut, weil ich das gar nicht packen würde.

 

Hi Gabriele,

ich stimme dir da ganz zu. In unseren Breitengeraden kann man sich auch ohne Fleisch ernähren. Dass sich die tibetischen Mönche auch von Fleisch ernähren, wie Benjamin erwähnt hat, liegt an den lokalen Gegebenheiten. Trotzdem wird das Tier dort mehr geachtet und es wird ja nur das verzehrt, was der Mensch zum Überleben braucht und nicht wie in unserer Gesellschaft, wo der Überkonsum statt findet.

Ich frage mich, ob weiterhin so viele Menschen so viel Fleisch essen würden, wenn sie es selbst schlachten müssten....

 

Bei uns in der Gegend ist vegetarisch zu sein, auch kein Trend. Es gibt auch kaum vegetarische Restaurants. In den üblichen Restaurants muss man sehr lange nach wirklich vegetarischen Essen suchen. Selbst beim Salat ist oft Fleisch mit drin. Also man muss schon sehr überzeugt sein, um durchzuhalten

Aber ich will hier niemanden missionieren. Mich interessiert, ob diese extreme Empfindsamkeit anderen Menschen und Tieren gegenüber nun von der Yoga-Praxis oder vom mangelndem Fleischkonsum kommt.

Liebe Dajana,

mir geht es ähnlich wie dir.

Ich bin seit 2 Jahren Vegi - Yoga mache ich seit 3 Jahren.

Ich habe früher Fleisch gerne gegessen - wenn auch nie viel. Plötzlich war Schluss damit. Danach hatte ich einige Erfahrungen mit Tieren, die mich so berührt haben, dass ich mich wundere, warum wir Menschen das steak in der Theke beim Metzger, jedoch nicht das Lebewesen dahinter sehen. Ich muss dazu sagen, ich habe nicht bewusst mit Fleisch aufgehört, ich hatte plötzlich kein Verlangen mehr. Ich erlebe unter Yogis manches Mal Dogmen "was man tun soll und was nicht" und fühle wie sich da etwas sperrt in mir. Inzwischen habe ich innerlich die Entscheidung getroffen für mich, kein Fleisch mehr zu essen, wohlwissentlich, dass wir uns hier dennoch alle "die Hände schmutzig machen". Ich sehe jetzt einfach das Leid vieler Tiere und die unzähligen Mikroben, die ich täglich zertrete unter meinen Füßen sind für mich genug. Deshalb fühle ich mich nicht besser als noch vor 2 Jahren - immerhin habe ich nahezu 40 Jahre Fleisch gegessen und war doch immer dieselbe.

Das Tier zu kennen, das später auf dem Teller landet, würde vieles verändern bei den Menschen. Tiere sind keine seelenlose wesen. Es gibt ein wunderschönes Buch von einem Mönch, der viele Jahre in einem thailänd. Waldkloser lebte. Es heißt "Die Kuh, die weinte" - eine wahre Geschichte - am besten nur lesen, wer auf Fleisch verzichten möchte.

Thriller und Sendungen oder Bücher mit Gewalt machen meinen Geist unruhig. Deshalb tue ich sie mir nicht an.

Doch wie sagte Goethe schon "dem Reinen ist Alles rein."

 

Vielleicht solltest Du doch einen Ernährungsberater um Rat bitten. Wenn dein Organismus tatsächlich die Proteine aus dem Fleisch braucht, kann es sein dass du dich deswegen so fühlst. Auf jeden Fall, unser Organismus kann auch OHNE Fleisch leben, also musst du dir keine Sorgen in diese Richtung machen

Für alle mit gefühlten Protein-Defizit.

 

Ich vertrage dieses Reisprotein sehr, sehr gut. Meiner Meinung nach eines der Besten veganen Protein-Produkte auf dem Markt.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/reisprotein-sunwarrior-natural...

Gesunde Ernährung hört für mich dann auf, wenn ich statt natürlicher Nahrung (Fleisch) auf industriell hergestellte Präparate zurückgreifen muss. Brrr ...
Mit einem Reispreoteinshake kann ich Dir also keine Freude machen? :)

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