yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich die Alternativmedizin, welche als Ergänzung zur Schulmedizin oftmals sinnvoll ist. Während früher die Methoden der Alternativmedizin oftmals nicht Gegenstand der unterstützten Leistungen von gesetzlichen Krankenkassen waren, tritt inzwischen ein Wandel ein: Immer mehr unterstützen auch finanziell Leistungen, die nicht aus der klassischen Schulmedizin stammen. Ganz vorne weg sind dabei antroposophische Medizin, Homöopathie sowie Osteopathie. Doch hier ist ein ganz genauer Blick gefragt, denn Krankenkassen dürfen nicht jeden Heilpraktiker unterstützen.

Wann übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Behandlung beim Heilpraktiker?

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen nur, wenn die Behandlung bei einem Arzt mit heilpraktischer Weiterbildung durchgeführt wird. Außerdem sind sie nicht zur Kostenübernahme verpflichtet. Private Krankenkassen dagegen übernehmen die Kosten für einen Heilpraktiker. Einige Krankenkassen arbeiten außerdem nur mit sogenannten Kooperationspartnern zusammen. Diese Weiterbildungen werden von der Ärztekammer angeboten. Dabei sind die Bereiche Akupunktur und Homöopathie am weitesten verbreitet unter den Ärzten. Das bedeutet, dass Patienten die Behandlung bei einem normalen Heilpraktiker oftmals aus eigener Tasche zahlen müssen. Zur Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse müssen jedoch noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Die Behandlung ist medizinisch notwendig.
  • Die schulmedizinische Verfahren wurden vollständig ausgeschöpft und bringen keine nennenswerte Verbesserung des Gesundheitszustands des Patienten.
  • Bei chronischen Krankheiten müssen die Heilungschancen belegbar sein.
  • Um eine Genehmigung zu erhalten, trat der Patient im Vorfeld in Kontakt mit der Krankenkasse.
  • Medikamente müssen als Privatrezept ausgestellt werden. Anschließend reichen Sie dieses bei Ihrer Krankenkasse zur Rückerstattung wieder ein. Übrigens, ein Privatrezept ist 3 Monate lang gültig, Kassenrezepte jedoch nur je nach Bundesland 28 bis 30 Tage.
  • Das jährliche, persönliche Budget, welches viele Krankenkassen ihren Patienten gewähren, darf noch nicht aufgebraucht sein.

Doch selbst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, ist damit nicht die automatische Annahme der Therapie und der damit verbundenen Kostenübernahme gesichert. Die Kosten selbst spielen ebenfalls eine tragende Rolle: sie sollten in etwa gleichwertig mit Maßnahmen der klassischen Medizin sein und den Regelsatz, der mit der Erkrankung verbunden ist nicht übersteigen. Längerfristige Therapien werden auch nicht in allen Fällen übernommen. Manchmal lohnt sich aber auch, einen Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid einzulegen. Der Widerspruch gibt Ihnen die Möglichkeit, die medizinische Dringlichkeit noch einmal darzulegen.

In anderen Fällen könnte ein Wechsel der Krankenkasse und ein Blick auf einen Vergleich von Privaten Krankenversicherungen hilfreich sein, sofern Sie die Krankenkasse ohnehin aus verschiedenen Gründen wechseln möchten.

Private und gesetzliche Krankenversicherung im Vergleich

Die Landschaft der Versicherungen unterteilt sich grundsätzlich in private und gesetzliche Krankenversicherungen. Letztere können durch einen zusätzlichen Baustein ergänzt werden - den Krankenzusatzversicherungen. Diese ermöglichen es gesetzlich Versicherten auch von einigen Sonderleistungen zu profitieren, die sonst nur privat Versicherten zuteil werden. So kann beispielsweise eine Zusatzleistung für die Kostenübernahme von alternativen Heilmitteln oder auch die stationäre und ambulante Behandlung abgeschlossen werden. Aber auch homöopathische Anwendungen, Massagen oder Akupunktur und Physiotherapie können so abgesichert werden.

Fazit - Krankenversicherung und Heilpraktiker passen zusammen

Unter den richtigen Voraussetzungen übernehmen immer mehr gesetzliche Krankenkassen die Kosten alternativer, medizinischer Verfahren. Wichtig ist dabei, dass alle unterstützen, schulmedizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden und es zu keiner Verbesserung des Gesundheitszustands kam. Außerdem müssen Patienten schon vor der Behandlung in Kontakt mit der Krankenkasse stehen.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 11x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen