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Noch immer gelten Männer beim Yoga als Ausnahme. In den Yoga-Kursen fühlen sie sich oft unwohl, wenn sie, umringt von Frauen, ihre Asanas üben. Doch warum gilt Yoga nach wie vor als Frauensport, obwohl auch Männer ihre Fitness, Konzentrationsfähigkeit und Beweglichkeit trainieren möchten? Dieser Frage ging der kalifornische Autor Andrew Tilin nach und interviewte Yoga-Lehrer, Ärzte und Wissenschaftler zu diesem Phänomen.



Obwohl die alten indischen Yoga-Meister und ihre Schüler hauptsächlich Männer waren, richtete sich die erste Yoga-Bewegung der 1940er Jahre in den USA fast ausschließlich an Frauen. Selbst, wenn es sich um männliche Yoga-Lehrer handelte, wurden im Fernsehen und in Zeitschriften ausschließlich weibliche Teilnehmerinnen bei ihren Yoga-Übungen gezeigt. Tilin geht davon aus, dass sich dieses veraltete Geschlechter-Bild bis heute in den Köpfen vieler Männer eingebrannt hat: Yoga ist nur etwas für Hausfrauen!

In Yoga-Studios fühlen sich Männer oft als Fremdkörper zwischen all den Frauen. Meist müssen sie erst zum Eintreten ermuntert werden, während Frauen sich sofort eine Fußmatte suchen, auf der sie es sich bequem machen. Männliche Kursteilnehmer empfinden weibliche Yoga-Lehrer als einschüchternd, während männliche Ausbilder ihnen suspekt sind – und bestimmt keine echten Kerle!

Hinzu kommt, dass Männer im Durchschnitt wesentlich unbeweglicher sind als ihre Altersgenossinnen. Zwar konnte bisher keine wissenschaftliche Erklärung hierfür gefunden werden, doch meist klagen Männer nach ihren ersten Yoga-Übungen über Schmerzen, während Frauen die wohltuende Wirkung hervorheben. Auch im Nachahmen der Asanas sind Frauen normalerweise besser, was wahrscheinlich auf eine höhere Aktivität der Spiegelneuronen im Gehirn zurückgeführt werden kann.

Zwar entdecken immer mehr Männer Yoga für sich, so etwa der Baseball-Profi Barry Zito. Doch während er selber von dem alternativen Training absolut begeistert ist, versucht er nicht, seine Teamkollegen von Yoga zu überzeugen. „Es ist einfach zu fremd für sie“, weiß er aus Erfahrung.

Und, was denkt Ihr, wie sind Eure Erfahrungen zu diesem Thema? Wir freuen uns auf Eure Antworten.

Quelle: www.yogajournal.com

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Ich bin ein Mann und Yoga ist für mich ein Teil meines Lebens geworden. Aber in der Tat sind die Vorbehalte in der westlichen Welt zum Thema "Männer und Yoga" noch immer sehr groß. Andererseits wird sich das wohl mit der Zeit geben, denn immer mehr Männer machen Yoga. Über meine Erfahrungen berichte ich übrigens auch in meinem neuen Yoga-Blog: www.yoga-yogi-blog.de
Selbstironisch kann man das wohl kaum nennen!
Genau das ist es, was Yoga nicht ist und auch nicht gebrauchen kann: den Ruf eines "sexy Training... bis der Mann nur noch hechelt. In diesem Fall ist klar, warum Männer mit Verstand keinen Bock drauf haben: Die Verpackung und der Inhalt sind ganz offensichtlich nicht authentisch!
Lieber Satya.... schon mal den Kopfstand probiert?
Meine Kurse bestehen aus mindestens 1/4 bis zu 1/2 aus Männern. Ich kann also nicht bestätigen, daß Männer generelle "Yoga-Muffel" wären
- wobei sich im privaten Bekanntenkreis schon noch der ein oder andere Selbstwahrnehmungs-Verweigerer tummelt. ;-)
Ich denke dies liegt an den nun leider schon seit Jahrhunderten anerzogenen Maßstäben was "männlich" ist und was nicht...

Denke das sich da mittlerweile einiges geändert hat .... oder was meint ihr?

Was für ein Phänomen!! Ich glaube dass man noch mehr Ärzte, Yogaleute und Wissenschaftler einbeziehen müsste weil ohne ihre Ergebnisse werden wir nicht weiter leben können...:)

Ja, bei mir in den Klassen gibt es auch relativ wenig Männer. Am ehesten kommen sie mit ihrer Freundin oder ihrer Frau und merken dann plötzlich, dass es ihnen gut tut und eben nicht nur ein sanftes Räkeln darstellt.

Möglicherweise ist den Männern, die mit Yoga beginnen, dieses "Reinfühlen" und "Nachspüren" in die Seele und ihren Körper auch zu Beginn ihrer Praxis etwas suspekt und sehr ungewohnt und sie ziehen sich dann manchmal doch lieber wieder ins Fitnessstudio auf vertrauteres Terrain zurück?

Bei mir war es umgekehrt ... nach 6 Wochen Praxis habe ich meine Frau mitgeschleift. So nach dem Motto: Du da sind ja so viele Frauen und ich bin alleine ... :-) Nach ihren ersten 90 Minuten meinte sie: Das tut ja so gut ... da komm ich jetzt immer mit!

Da sind wir dann 10 Monate gemeinsam einmal die Woche in ein Studio gegangen. Seit ca. 6 Wochen praktizieren wir Zuhause ... klappt prima ... und ich spare noch eine Stunde mit dem Auto ....

In meiner ersten Stunde wäre ich beinahe umgekippt/zusammen geklappt, so anstrengend waren die ungewohnten Haltungen/Asanas! UND DAS MIR als Fitnessfreak der wöchentlich joggt! Die Mädels mal eben 3 Minuten im Kopfstand .... Hmmmm

Endgültig überzeugt hat mich der Heftige Muskelkater die Tage danach! Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur in den ersten Stunden empfehlen: Praxis, Praxis, Praxis so das der Körper bemerkbar beansprucht wird!

Allerdings jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Das Esoterische, Spirituelle, Weihrauchgeschichten und Indische Musik lösen bei den meisten Männern am Anfang starke Fluchtreflexe aus.

Bei uns in der Yoga Gruppe sind 1/3 Männer. Ich denke das ist eine relativ hohe Quote. In meinem Bekanntenkreis wird Yoga aber eher auch als Frauensport angesehen. Schade...

also in meinen Yogakursen waren bisher immer weniger Männer, da stimmt schon. Ein Unterschied allerdings im Ausland (z.B. Thailand Urlaub) - hier waren tatsächlich mehr Männer offen dafür. Es gibt einige Argumente für Yoga, aber ein Argument wäre vielleicht noch, dass Frauen Männer anscheinend sehr attraktiv und als Partner vielversprechend empfinden, wenn diese Yoga machen. Ich hattte dazu einen interessanten Artikel gefunden und diesen aus dem Englischen übersetzt. Über eure Meinung und Kommentare würde ich mich sehr freuen. Ich denke mit dem Thema kann man eine Diskussion mit vielen verschiedenen Meinungen anregen ;) http://yogalino.com/das-maenner-und-yoga-phaenomen/


Viele Grüße

Christiane

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